Forum: Wirtschaft
50-Dollar-Marke gerissen: Ölpreis fällt ungebremst weiter
AFP

Die Ölpreise rutschen immer weiter ab. Verbraucher freuen sich über günstigere Energiepreise und die sinkende Inflation, doch Rohstoffexperten sprechen von einem "rabenschwarzen Auftakt" ins Handelsjahr 2015 und sehen vor allem die Gefahren.

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salkin 06.01.2015, 14:56
1.

Was hier immer für ein blühender Unsinn über Deflation als Auswirkung der Preisrückgänge durch sinkende Ölpreise geschrieben wird. Das Geld zum Einkauf des Rohöls fließt ins Ausland ab und reduziert hier die Binnenkaufkraft. Wieso das schlecht sein soll ist nicht nachzuvollziehen. Durch die sinkenden Kosten ergeben sich auch erhebliche Einsparungen in vielen Wirtschaftszweigen, Transportgewerbe u.a.. Hierdurch steigen selbst bei gleichbleibenden Preisen dort die Gewinne und reizen Investitionen an. Letztlich stört diese steigende Kaufkraft anscheinend Herrn Draghi und die Mineralölindustrie.

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dani216 06.01.2015, 15:05
2. Oh je, das ist das Ende!

Da ist die Inflation gering und ein darin verwendeter Index (der Ölpreis) drückt die ohnehin geringe Inflation weiter ins negative - schwuppdiwupp, schon haben wir eine Deflation.
Gute Idee, die Investition 'Mein-Auto-Tanken' bis in den nächsten Sommer, Herbst oder besser sogar bis ins übernächste Jahr aufzuschieben, vielleicht ist bis dahin der Spritpreis noch weiter gefallen.
Welche Spezialisten waren denn da am Werk, die einer Statistik trauen, die sie nicht selbst gefälscht haben.

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polarwolf14 06.01.2015, 15:10
3. Genau umgekehrt

Entgegen dem Artikel wurde leider Brent WTI mit Rohöl vertauscht. Die 50 er Marke wurde vom WTI geknackt, nicht von der US-Sorte.
Ich bitte hiermit um Anstellung im Wirtschaftsressort.

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lemmy 06.01.2015, 15:13
4. zufriedene Experten ?

Offensichtlich gibt es per se keine zufriedenen Experten. Immer gibt es was zu meckern und zu bedenken. Endlich fährt man gut gelaunt zur Tankstelle und kann ohne das große "P" auf der Stirn in seinen Heizölkeller gehen, da schreien sie schon wieder von den Tribünen. Mir scheint die Sorgen liegen logischerweise nur bei der Mineralölindustrie. Tja, die fetten Jahre sind vorbei. Gute Zeiten, schlechte Zeiten heißt es so schön. Und schön wird's jetzt halt mal für Otto Normalverbraucher.

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Bissykaja 06.01.2015, 15:31
5. Weckt mich, wenn das Barrel unter 15,00 Dollar fällt

26,00 Dollar im Januar 2009?! Was soll also die ganze Preissturz-Hyp jetzt? Gab es doch alles schon und die 50,00 Dollar, die wir jetzt haben sind immer noch doppelt so teuer wie vor fünf Jahren.

Weckt mich, wenn das Barrel unter 15,00 Dollar fällt.

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RenegadeOtis 06.01.2015, 15:43
6.

Zitat von dani216
Gute Idee, die Investition 'Mein-Auto-Tanken' bis in den nächsten Sommer, Herbst oder besser sogar bis ins übernächste Jahr aufzuschieben, vielleicht ist bis dahin der Spritpreis noch weiter gefallen.
Als ginge es bei Öl um die paar Tropfen, die private Verbraucher vertanken.

Aber vielleicht verschieben ja die gewerblichen Kunden Ihres Arbeitgebers die Neuanschaffungen - könnte ja billiger werden. Und die alten Maschinen tuns ja eigentlich irgendwie noch. Ja, man muss dauernd mit nem Schraubenschlüssel draufhauen, aber irgendwie... das holt man wieder raus, wenns nächstes Jahr billiger geworden ist.

Und wenn Ihr Arbeitgeber pleite ist weil er nichts verkauft, dann können Sie das Tanken auf den nächsten Sommer verschieben.

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prefec2 06.01.2015, 15:50
7.

Zitat von salkin
Was hier immer für ein blühender Unsinn über Deflation als Auswirkung der Preisrückgänge durch sinkende Ölpreise geschrieben wird. Das Geld zum Einkauf des Rohöls fließt ins Ausland ab und reduziert hier die Binnenkaufkraft. Wieso das schlecht sein soll ist nicht nachzuvollziehen. Durch die sinkenden Kosten ergeben sich auch erhebliche Einsparungen in vielen Wirtschaftszweigen, Transportgewerbe u.a.. Hierdurch steigen selbst bei gleichbleibenden Preisen dort die Gewinne und reizen Investitionen an. Letztlich stört diese steigende Kaufkraft anscheinend Herrn Draghi und die Mineralölindustrie.
Investitionen werden nur durch zwei Faktoren angeregt. Einerseits um gegenüber der Konkurrenz bestehen zu können und andererseits wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Durch den gesunkenen Bezinpreis verbleibt zwar mehr Geld bei den Autofahrern, Nah- und Fernverkehrsbetrieben, der Logistikbranche und der Schifffahrt, aber deren Einsparungen werden wohl kaum direkt in Konsum umgesetzt. Bei allen, außer den privaten Autofahrern werden die Ersparnisse zwar die Betriebskosten senken, diese führen aber entweder zu sinkenden Preise durch den bestehenden Wettbewerb oder aber zu Gewinnsteigerungen. In beiden Fällen erzeugt das kein Wachstum der Nachfrage.

Zudem ist es so, dass Deutschland einen Handelsüberschuss hat, welcher insgesamt schlecht für die Weltwirtschaft ist und somit auch für uns. Wenn dieser also durch einen sinkenden Ölpreis noch größer wird ist das auch keine gute Idee.

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Beat Adler 06.01.2015, 15:57
8. Der Oelpreis seit 1980

Warum fehlt auf der Graphik die Spitze Juni 2008 von ca. 140$ pro Fass? Oder wie wurden die Oelpreise in dieser Darstellung berechnet? Oder rechnet jeder, wie er will?
http://inflationdata.com/Inflation/Inflation_Rate/Historical_Oil_Prices_Chart.asp

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juri. 06.01.2015, 16:00
9.

Zitat von polarwolf14
Entgegen dem Artikel wurde leider Brent WTI mit Rohöl vertauscht. Die 50 er Marke wurde vom WTI geknackt, nicht von der US-Sorte. Ich bitte hiermit um Anstellung im Wirtschaftsressort.
Hab ich was verpasst? WTI ist die Amisorte, oder wofür steht "West TEXAS Intermediate"?

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