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54 Milliarden Euro Mehreinnahmen: Warum wir jetzt keine große Steuersenkung brauchen
BMF/Hendel

54 Milliarden Euro Mehreinnahmen erwarten die Steuerschätzer: Davon wollen alle etwas abbekommen. Doch wer jetzt nach großen Steuersenkungen ruft, macht es sich zu einfach. Das Geld lässt sich sinnvoller einsetzen.

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joomee 11.05.2017, 22:39
250. Stimmt so nicht

Zitat von MHB
... da könnte man in der Tat mal was tun. Ich selber zahle den Spitzensteuersatz, weil ich knapp die Bemessungsgrenze reiße. Mit dem 4-fachen einkommen liegt der Steuersatz genau so hoch - das fühlt sich alles andere als gerecht an; somit denke ich lieber nicht weiter drüber nach, es ist nur ärgerlich, denn hier wird sich nichts ändern.
Das stimmt ja so nicht. Ihre Steuerlast liegt wohl eher so um de 30% wenn Sie knapp über der Bemessungsgrenze liegen.

Derjenige, der 4 mal mehr als Sie verdient liegt dagegen schon rund 10 Prozentpunkte über Ihnen - zahlt also proportional rund 33% mehr Steuern als Sie. Und nominal über die Hälfte mehr als Sie.

Sie zahlen die 42% plus Soli und ggfls. Kirchensteuer nur für die Euros ab einer bestimmten Grenze. Das nennt sich Grenzsteuersatz. Hat aber nichts mit Ihrer tatsächlichen Steuerlast auf Ihr Einkommen zu tun.

Sie brauchen sich also nicht ungerecht behandelt fühlen. Propotional wie auch absolut zahlt derjenige mit z.B. 220.000 Euro Jahreseinkommen deutlich mehr als Sie.

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trader_07 11.05.2017, 22:43
251.

Zitat von surfaxel
Steuern zahlt, ich bin am Limit, jede Steuersenkung ist willkommen. Bloß die hat es netto noch nie gegeben, seit Hunderten von Jahren nicht (es war mal der Zehnte zu Fürstenzeiten, heute in fortschrittlichen Zeiten der Zweite!!!!)
Vom Zehnten zu Fürstenzeiten mussten auch nicht die ganzen Sozialleistungen bezahlt werden, mit denen die Leute heutzutage den Hintern gepudert bekommen. Von der Infrastruktur, die heutzutage davon bezahlt wird ganz zu schweigen.

Aber ich habe schon so eine leise Ahnung, weshalb Sie darauf nicht von alleine gekommen sind....

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joomee 11.05.2017, 22:54
252. Glückwunsch

Zitat von competa1
..ich bin unverheiratet und kinderlos.Hab also nichts vom Ehegattensplitting,nichts von kostenlosen Kitas unf reparierten Schultoiletten.Was ich aber sehe,ist,dass die Schlangen vor den "Tafeln"immer länger werden.Wie wäre es mit einer steuerfinanzierten Grundsicherung von 1.000,- EURO für die kommenden Millionen Armutsrentner.
Glückwunsch. Sie sparen sich eine Menge Geld.

Allerdings tragen Sie durch Ihrer Kinderlosigkeit dazu bei, das wir ein Rentenproblem bekommen. Insofern seien Sie froh, wenn es kostenlose Kitas und gute Schulen gibt. Sie profitieren davon mehr als Sie denken.

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joomee 12.05.2017, 23:05
253. Ihre Gerechtigkeit?

Zitat von Ukko257
Richtig. Man sollte eher über die Senkung der indirekten Steuern nachdenken. Die einfachen Leute werden dadurch geschröpft. Zeitgleich die Steuervorteile für Ehepaare abschaffen, den Freibetrag erhöhen und die reichen Firmen und Einzelpersonen richtig besteuern und vorher noch die Steuerpflicht an die Staatsbürgerschaft koppeln. Dazu noch härtere Gesetze gegen Steuerhinterziehung (15 Jahre Haft für Summen ab 500.000 € mit Zwangsarbeit) erlassen und Enteignungen legalisieren. Dann kann man von Steuergerechtigkeit reden.
Vergessen Sie nicht - Sie reden einizig und alleine von Ihrer Version der Gerechtigkeit. Nur weil Sie Top-Verdienern 35% Ihres Einkommen lassen wollen und andere radikale Thesen vertreten dürfen Sie den Gerechtigkeitsanspruch nicht für sich alleinig beanspruchen.

Ich halte es z.B. für absolut ungerecht jemanden mehr als 50% des Einkommens wegzunehmen. Wer ist nun gerechter - Sie oder ich?

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Benenota 12.05.2017, 23:22
254. Psychose

Es ist schon mehr als bezeichnend, wenn sich in unserem Land immer noch mit missgünstigen " seift die Reichen ein" Wählerstimmen mobilisieren lässt. 45% Steuersatz plus Soli reichen scheinbar immer noch nicht. Und das Ganze wird in einen völlig überbordenden Sozialausgleich gesteckt, der zwischenzeitlich 50% des gesamten Bundeshaushaltes ausmacht. Tendenz immer weiter steigend.
Das ist doch krank.

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D. Brock 12.05.2017, 23:30
255. Seh' ich genauso und ...

Zitat von Korken
Es ist allerhöchste zeit, den Spitzensteuersatz deutlich(!) anzuheben. Dieser blieb die letzten Jahrzehnte faktisch gleich während alle Beitragsbemessungsgrenzen immer weiter anstiegen! Der normale Mittelständler zahlt daher heute dutzende Prozente mehr Steuern als noch vor Jahren. Ist sicherlich für einige nicht einfach vermittelbar aber immer Last liegt auf den Schultern des Mittelstandes. Hier muss dringend etwas verbessert werden.
... möchte noch ergänzen, dass es das sehr viele Spitzensteuersatz-Zahlende gibt, die gar nicht mehr wissen, wohin mit Geld.
Anlegen, wie denn? Immobilien? Vielleicht, hat man aber schon zur Genüge und kann sich vor Mieterträgen kaum retten. Nein, da würde ein deutlich erhöhter Spitzensteuersatz nun wirklich keinerlei Schaden anrichten. Im Gegenteil: Es würde verdeutlichen, dass es sich um eine Sozialgemeinschaft handelt und würde endlich mal wieder den im Grundgesetz hinterlegten Grundsatz: Eigentum verpflichtet! zur Geltung kommen lassen.

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joomee 12.05.2017, 23:34
256. Beweise

Zitat von böseronkel
Dank der schwarz überfrachteten Ideologen gehen die recht gigantischen Gewinne der DAX-Konzerne steuerfrei an ausländische Hedge-Fonds. Natürlich bestehen diese Hedge-Fonds auf verschlungenen Wegen zu einem Großteil aus ehemals deutschen Großaktionären. Siehe Papeles de Panama.
Haben Sie auch irgendwelche belastbaren Beweise für Ihre krassen Behauptungen?

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messwert 12.05.2017, 00:14
257. Eine grundsätzliche Steuer-Reform muss endlich her!

Seit Jahrzehnten wird an unsrem Steuersystem mit immer neuen Änderungen und Zusätzen herumgemurkst und derart verkomplizier, dass man selbst als Angestellter für die Steuererklärung eine kostenpflichtige Expertenhilfe benötigt. Außerdem, mit ein bisschen Steuersenkung ist es doch, mit Blick auf die ständigen Steigerungen für Sozialabgaben, Versicherungen und Elektrizität, nicht getan! Gerade bzgl. letzterem hat es mich vorgestern einmal mehr empört, als ich im Deutschlandfunk hörte, dass der Strom-Netzbetreiber stolz erklärt hat, er sei zuversichtlich künftig auf Bundesmittel verzichten zu können und allein mit der EEG-Umlage-Umsatzsteuer auszukommen. Ja WER zum Teufel, hat denn ahnungslos, -von heut auf morgen-, die Energiewende beschlossen? Wie üblich aber haben die Bürger die Kosten für die politischen Fehleistungen am Hals. Ob bei Renten-/Krankenkassen, oder Sozialleistungen, reichen die Beiträge der Leistungsträger bzw. langjährigen Einzahlern nicht mehr für die enorme Zuzugszahl in unser Sozialsystem, werden eben die Arbeits-/Ruhestandseinkommen entsprechend mehr belastet, (vornehmlich bei abhängigen Arbeitsverhältnissen). Darüber hinaus, haben wir bei diesen Systemen auch noch Leistungsabstriche hinzunehmen! Aus meiner Sicht sind Umgang und Abzocke unsere Regierung, gerade für Normal-Bürger, skandalös! Wobei die LINKE/ GRÜNE Opposition dergleichen noch durch immer höhere Forderungen für A-Soziale und Flüchtlinge potenziert. Schlussendlich plädiere ich, neben einer vereinfachten Steuerreform, für zwei Prioritäten. Generell spürbare ENTLASSTUNG der Arbeitnehmer und Rentner und die Rundumerneuerung unserer Infrastruktur, und Schulen etc.. Bis zum Einbruch der Steuereinnahmen wären dann schon wichtige Schritte erledigt..

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jockel_63 12.05.2017, 00:16
258. D hat die zweithöchste Steuerbelastung der Welt

Unsere Politiker tun immer so, als ob die Steuereinnahmen wie Manna vom Himmel fallen. Sie sind in der Regel hart erarbeitetes Geld der Bürger. Den respektvolleren Umgang damit würde ein weit höheren Raum für Steuersenkungen und gleichzeitigen Schuldenabbau geben

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spmc-12355639674612 12.05.2017, 00:41
259. Welches Limit?

Zitat von surfaxel
Steuern zahlt, ich bin am Limit, jede Steuersenkung ist willkommen. Bloß die hat es netto noch nie gegeben, seit Hunderten von Jahren nicht (es war mal der Zehnte zu Fürstenzeiten, heute in fortschrittlichen Zeiten der Zweite!!!!) Lass uns Sozialismus machen, Schulz und Macron wissen besser, was sie mit meinem Geld anfangen können als ...?
Ich bin - ehrlich gesagt - noch lange nicht am Limit. Natürlich wäre es schön, wenn man von den gesparten Steuern einen zweiwöchigen Urlaub mit der ganzen Familie auf Sizilien oder so finanzieren könnte, aber das wird so nicht kommen. Die zusätzlichen Einnahmen in den Schuldenabbau oder/und Investitionen in die Infrastruktur zu stecken, ist wesentlich sinnvoller, als Steuern zu senken, da von Letzterem die, die am wenigsten Steuern zahlen (die Geringverdiener) auch am wenigsten bekommen werden. Besser ist es da, den Mindestlohn auf 10-12 Euro anzuheben, die Freibeträge zu erhöhen und als Ausgleich den Spitzensteuersatz erst bei deutlich höheren Einkommen einsetzen zu lassen, dafür aber bis an die vom BVerfG erlaubten 50% zu gehen (denn wer z.B. mehr als 20.000 Euro brutto pro Monat verdient, kann sich das sicher leisten).

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