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54 Milliarden Euro Mehreinnahmen: Warum wir jetzt keine große Steuersenkung brauchen
BMF/Hendel

54 Milliarden Euro Mehreinnahmen erwarten die Steuerschätzer: Davon wollen alle etwas abbekommen. Doch wer jetzt nach großen Steuersenkungen ruft, macht es sich zu einfach. Das Geld lässt sich sinnvoller einsetzen.

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p11 11.05.2017, 15:52
50.

grundsätzlich stimme ich zu, dass es sinnvolle Dinge gäbe, die man mit den Steuermehreinnahmen machen könnte.

Kostenlose Kitas und Grundschulen sind aber Ländersache (obwohl ich sie begrüßen würde).

Die Abschaffung des Soli wäre für mich ein absoutes Muss.

Vielleicht sollte man auch über die Abschaffung der im europäischen Kontext sowieso völlig unverständlichen Kaffeesteuer (1 Mrd.) nachdenken. Auch sowas hilft Europa, wenn eBayer nicht mehr vom Zoll wegen 2 Pfund Kaffee aus den Niederlanden verfolgt werden.

Wenn wir dann noch die GEZ aus Steuergeldern finanzieren, wäre sogar auch wieder Geringverdienern geholfen, denn die zahlen alle gleich. Eine Neuordnung des ebenfalls VÖLLIG veralteteten Rundfunkstaatsvertrages wäre sowieso mal dringend nötig (siehe Piet Smit).

Dann könnte man mit 15,6 + 1 + 8 Mrd = 24,6 Mrd. nicht nur alle Einkommensgruppen entlasten sondern auch gleich noch drei komplette Verwaltungspositionen entfernen (alleine die GEZ Verwaltung kostet 170 Mio. / Jahr).

Das wäre für mich ein Signal, dass der Staat sich mal verschlankt und nicht immer nur aufbläht.

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tomxxx 11.05.2017, 15:52
51. Na Herr Kaiser...

dann vergleichen Sie mal: "weil der Tarif zwischen 54.000 und 250.000 Euro Jahreseinkommen überhaupt nicht mehr steigt und hohe Einkommen damit vergleichsweise geschont werden." Können Sie den Vergleich auch in Zahlen ausdrücken? Gegen was wird da das Einkommen geschont, es geht zu 42% (in diesem Bereich) an den Staat...

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Maßwerk 11.05.2017, 15:53
52. Es kann nichts übrig bleiben,

54 Mrd. sind ca. der Betrag, den die zusätzlichen Neubürger der Jahre 2015/16 in 2 Jahren benötigen.

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Gjulch 11.05.2017, 15:53
53. Selbstbedienung

Das Ganze ist doch eine irrsinnige Diskussion in Wahlkampfzeiten. Ich bin Unternehmerin im Mittelstand und beschäftige Leute mit einem anständigen Einkommen, sehe zu, dass es ihnen gut geht. Dafür sitze ich dann aber auch bis abends spät im Büro während Andere Feierabend haben. Ich kalkuliere meine Verantwortung für meine Mitarbeiter bei allen Geschäftsentscheidungen mit ein. Es ärgert mich nicht, dass ich mehr als die Hälfte meines hart erarbeiteten Geldes an Steuern abführen muss. Was mich ärgert ist, wie dieses (mein!) Geld ausgegeben bzw. nicht ausgegeben wird. Heruntergekommene Schulen, Renter, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben und am Existenzminimum sind, zerbröckelnde Infrastruktur u.v.m. Wo ist die Verantwortung der Politik gegenüber ihren Bürgern? ich überweise meine Steuern im Lastschriftverfahren - also ein Selbstbedienungsladen für Herrn Schäuble. Hauptsache man kommt immer damit nach, die Regale prall zu füllen.

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Duracellhase 11.05.2017, 15:54
54.

At theanalyzer heute, 15:36 Uhr

Ganz offensichtlich hat der Staat eben nicht genug Geld. Zumindest nicht so viel, um die Wünsche und Bedürfnisse seiner Bürger zu finanzieren. Ansonsten hätten wir heute keinen so großen Berg Schulden.
Manche Leute scheinen aber an Realitätsverweigerung zu leiden.

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heinzmueller155 11.05.2017, 15:54
55. Steuersenkung um mindestens 50 Mrd. € wäre mehr als fällig!

Es gibt tonnenweise Einsparpotential:

- Entschlackung von absurden Sicherheits- und Umweltauflagen, dadurch Kosteneinsparungen bei öffentlichen Bauten (ich sage nur Brandschutz, Statik, Eidechsenumsiedlung bei Stuttgart 21 usw.)

- Abschaffung der unsinnigen und destruktiven Entwicklungshilfezahlungen / Projektförderungen

- Beendigung der Atomkraftsubventionierung

- Besteuerung von Kapitaleinkünften

- Besteuerung der Umsätze internationaler Konzerne in Deutschland

- und und und...

Wir haben eine Staatsquote wie im Sozialismus!

Bezahlt wird das alles fast ausschließlich von einem kleinen Teil der arbeitenden Bevölkerung. 95% der Einkommenssteuer werden bezahlt von denjenigen, die mehr als ca. 28.000 € Jahreseinkommen haben. Das dürften insgesamt weniger als 10 Mio. Menschen sein. Also finanzieren die 10 Mio, die zwischen 28T€ € und 100T€ im Jahr verdienen ca. 90% der Einkommenssteuer.

Von 80 Mio. Deutschen sind nur 40 Mio. Steuerpflichtig. Nur 1% von diesen 40 Mio. verdient mehr als 100T€/Jahr.

Ab ca. 50T€ greift der Spitzensteuersatz.

Das bedeutet z.B., eine Familie mit 4 Kindern und einem Haushaltseinkommen von 80T€ zahlt trotzdem den Spitzensteuersatz, obwohl von dieser Kohle 6 Menschen leben müssen!

Ich finde das ganze völlig krank, muss ich gestehen...

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michelinmännchen 11.05.2017, 15:55
56. Einen hab ich noch

Ich musste sehr lachen: "Was, wenn die Konjunktur doch nicht so weiterläuft, wie von den Steuerexperten erwartet?" Ha! Was ist denn, wenn es besser läuft? Wer so argumentiert, hat noch nie in seinem Leben Entscheidungen getroffen. Was, wenn ich mir heute eine Hose kaufe und morgen tot bin? Ha! Wenn es gut läuft, weniger Steuern, wenn es schlecht läuft, mehr Steuern. Ist doch recht einfach oder? In guten Zeiten Sparen können die Angies, Wolles und Uschies sowieso nicht.

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imo27 11.05.2017, 15:55
57.

Steuersenkungen werden doch zu jeder Wahl gefordert. Das sollte niemand ernst nehmen. Aber auch dieses mal wird es leider scheitern. Die CDU braucht noch mehr Steuergeld zur Finanzierung der Aufrüstung oder zur Finanzierung von Merkels Welcome-Politik.

Für Schultoilettensanierung und schnelles Internet ist auch jetzt schon reichlich Geld da, wenn man die Prioritäten richtig setzen würde.

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Freidenker10 11.05.2017, 15:55
58.

Schön wäre wenn überhaupt irgendwas beim Bürger ankäme, aber mein Verdacht ist eher, dass die Mehreinnahmen irgendwo in Europa versickern werden. Konjunkturhilfe für Frankreich um den "Europaretter" zu unterstützen, Griechenland, Italien usw. da finden sich bestimmt unzählige Möglichkeiten die Überschüsse so alternativlos zu verteilen das hierzulande nicht mal was für marode Schulen hängen bleibt! Und auf Steuersenkungen im Rahmen einer Tasse Kaffee kann ich dann auch noch verzichten...

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MHB 11.05.2017, 15:56
59. Ja, der Spitzensteuersatz

... da könnte man in der Tat mal was tun. Ich selber zahle den Spitzensteuersatz, weil ich knapp die Bemessungsgrenze reiße. Mit dem 4-fachen einkommen liegt der Steuersatz genau so hoch - das fühlt sich alles andere als gerecht an; somit denke ich lieber nicht weiter drüber nach, es ist nur ärgerlich, denn hier wird sich nichts ändern.

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