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700 Unternehmen: Wasserwirtschaft und Getränkeindustrie fordern Fracking-Verbot
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"Der Einsatz der Fracking-Technologie wäre unverantwortlich" - ein Bündnis von 700 deutschen Unternehmen warnt vor der umstrittenen Gas-Fördermethode. Das Bündnis aus Wasserwirtschaft und Getränkeindustrie fordert von Union und SPD ein strenges Gesetz.

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tempus fugit 22.11.2013, 09:36
10. Es besteht kein Mangel....

Zitat von sysop
"Der Einsatz der Fracking-Technologie wäre unverantwortlich" - ein Bündnis von 700 deutschen Unternehmen warnt vor der umstrittenen Gas-Fördermethode. Das Bündnis aus Wasserwirtschaft und Getränkeindustrie fordert von Union und SPD ein strenges Gesetz.
...an verfügbarem Gas.
Daher ist es zwar gut, zu wissen, dass man ggfls. drauf zurückggreifen kann.
Mal gespannt, wie die Folgen und Folgekosten in den USA u/o anderen Förderländern aussehen werden.

Wir haben doch nun wirklich schon genug an Verseuchung und Verschmutzung der Biosphäre und auch unter der Erde - siehe ASSE II,
die kürzlichen Vorfälle im Giftlager Heilbronn und einsturzgefährdete
Steinkohlenzecken an der Ruhr und an der Saar - EWIGKEITSKOSTEN!

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Pixopax 22.11.2013, 09:48
11. optional

"Die Belastung von Methan und Ethan lag demnach bei Brunnen im Umkreis von einem Kilometer um Fracking-Anlagen sechsmal beziehungsweise 23 Mal höher als in anderen Brunnen."
Was aber nicht am Fracking lag sondern an einer unzureichenden Abdichtung des Bohrlochs, ein Problem, dass auch bei herkömmlicher Förderung auftreten kann.

Bitte solche Dinge dann auch nennen, und nicht nur den Effektbeladenen Teil! Viele Menschen, die gegen Fracking sind kennen nur diese Panikmeldungen, nicht die Hintergründe.

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Edelweiß 22.11.2013, 09:58
12.

Zitat von Senf-Dazugeberin
Hierzu würde mich mal interessieren, wie das Volk abstimmen würde, wenn die Frage "Soll Deutschland Fracking komplett verbieten?" lauten würde. Gibt es irgendwen, der das befürwortet außer den Firmen, die Geld damit verdienen?
Ja, mich. Neben den 700 Unternehmen habe auch ich ein existentielles Interesse an sauberem Trinkwasser. An mir verdient die Getränkeindustrie auch nicht besonders viel, weil ich mein Wasser einfach aus der Leitung zapfe, anstatt es in Flaschen verpackt nach Hause zu schleppen. Ab und zu ein Bier, freilich, das braue ich nicht selber.

Die Möglichkeit, mit Trinkwasser viel Geld zu verdienen, würde im Übrigen dank Fracking eher größer, anstatt kleiner. Denn dann würde der Zugang zu sauberem Wasser tendentiell zu einem Privileg, welches sich diejenigen die es haben, von den anderen ordentlich bezahlen lassen würden. Wir sollten einfach froh sein, dass wir in einer Weltgegend leben, wo man nahezu überall den Hahn aufdrehn kann und das Wasser ohne Bedenken trinken. Es wäre wirklich zu dumm, das aufzugeben für zehn Jahre Energie. Die Fracking-Befürworter erinnern mich irgendwie an Marie Antoinette: "Wenn sie kein sauberes Wasser haben sollen sie doch Cola trinken."

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spiritof81 22.11.2013, 10:01
13.

Zitat von Darknessfalls
Die Gasversorgung für 10 Jahre im Tausch für eine nicht definierbare Verschmutzung/Verseuchungsgefahr des Nahrungsmittels Nummer eins - wenn das kein guter Deal (für die Fracking-Betreiber) ist, weiss ich auch nicht...
Nicht definierbare Verschmutzungsgefahr von Trinkwasser?

Dazu der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler:
Die Hauptargumente der Fracking-Kritiker, die Verunreinigung des Trinkwassers und die Auffassung, Fracking könne Erdbeben auslösen, haben nach Auffassung des BDG wenig Bestand: Seit diese Technik in Deutschland eingesetzt wird, ist kein einziger Fall einer Grundwasserverunreinigung durch Fracking aufgetreten und die Auswirkungen des Frackings können zwar seismisch gemessen werden, sind aber in der Regel weit unter der Spürbarkeitsgrenze.
Fracking nicht verteufeln!

Oder Brian Horsfield, GFZ Potsdam:
"Die Erfahrungen mit der Technologie zeigen, dass bei weltweit mehr als 100.000 Schiefergasbohrungen und mehr als zwei Millionen Hydraulic Fracturing Operationen (nicht nur bei der Schiefergasgewinnung) nur ein dokumentierter Fall von Grundwasserverschmutzung mit Fracturing Fluiden, die aus dem Untergrund in das Grundwasser gelangt sind, bekannt ist. Das ist sehr wenig.

Interview with Prof. Horsfield: SHIP - Shale Gas Information Plattform

Zitat von Darknessfalls
Zehn Jahre. Bei den Aussichten bekommt man ja Fracking-Sausen!
Diese "10 Jahre" sind ein theoretischer Wert. Die geschätzten Vorkommen entsprechen dem gegenwärtigen Verbrauch von 10 Jahren. Das heißt aber nicht, dass Deutschland 10 Jahre autark wäre. Vielmehr wäre es evtl. möglich, sich zu 20 % selbst versorgen und somit die Auslandsabhängigkeit zu verringern. Und das dann über Jahrzehnte hinweg, so wie es bis vor 10 Jahren bereits der Fall war. Seitdem ist die Eigenversorgungsrate auf aktuell 10 % gesunken, Tendenz weiter fallend.

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spiritof81 22.11.2013, 10:07
14.

Zitat von Pixopax
Was aber nicht am Fracking lag sondern an einer unzureichenden Abdichtung des Bohrlochs, ein Problem, dass auch bei herkömmlicher Förderung auftreten kann.
Schön zu sehen, dass es auch noch andere Menschen gibt, die sich über Medienberichte hinaus schlau machen.

Zitat von Pixopax
Bitte solche Dinge dann auch nennen, und nicht nur den Effektbeladenen Teil! Viele Menschen, die gegen Fracking sind kennen nur diese Panikmeldungen, nicht die Hintergründe.
Es ist für viele einfach zu anstrengend, sich mit den Hintergründen zu befassen. Die Verantwortung liegt meiner Meinung nach aber bei den Journalisten, die nicht in der Lage sind, die Fakten richtig darzustellen. Effekthascherei verkauft sich zudem noch besser.

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Redigel 22.11.2013, 10:30
15. Dr.

Zitat von spiritof81
Es ist für viele einfach zu anstrengend, sich mit den Hintergründen zu befassen. Die Verantwortung liegt meiner Meinung nach aber bei den Journalisten, die nicht in der Lage sind, die Fakten richtig darzustellen. Effekthascherei verkauft sich zudem noch besser.
Ich empfehle Ihnen die Dokumentation Gasland. Dort kann man mit eigenen Augen sehen, was Fracking anrichten kann... Blubbernde Flüsse, die man anzünden kann? Nein danke...

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_j_o_e_ 22.11.2013, 10:45
16.

Zitat von Muhli9
Beispiel Nummer 29.432.524 dafür, dass Juristen auf diesem Planeten nichts zu suchen haben.
Die Gewaltenteilung haben Sie noch nicht so ganz verstanden, oder? Gesetzgebung ist Sache der Legislative. Insofern kann kein Richter, kein Anwalt und kein Jurist etwas daran ändern, wenn der Bundestag nicht die erforderlichen gesetzlichen Grundlagen schafft.

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spiritof81 22.11.2013, 10:46
17.

Zitat von Redigel
Ich empfehle Ihnen die Dokumentation Gasland. Dort kann man mit eigenen Augen sehen, was Fracking anrichten kann... Blubbernde Flüsse, die man anzünden kann? Nein danke...
Danke. Diesen Unsinn habe ich mir bereits zweimal angetan.
Sie betrachten also eine zweifelhafte Dokumentation als gehaltvoller als Aussagen von Wissenschaftlern und Behörden, die dem in "Gasland" gezeigten deutlich wiedersprechen?
Nur mal ein Bsp. zu den brennenden Wasserhähnen:

Because an informed public debate on hydraulic fracturing depends on accurate information, the Colorado Oil and Gas Conservation Commission (COGCC) would like to correct several errors in the film’s portrayal of the Colorado incidents.

http://cogcc.state.co.us/library/GASLAND%20DOC.pdf
Im Übrigen hat Josh Fox längst eingestanden, dass er diesbezüglich sein Publikum getäusch hat. Soviel zu "Gasland" und dessen Wahrheitsgehalts.

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Now Rob 22.11.2013, 10:46
18. Wieviel

Beweise brauchen wir noch? Jeder weiss doch, was durch Fracking passiert. Man kann nur dafür sein und immer wieder die Auswirkungen neu "bewerten" lassen oder man kann dagegen sein aus gutem Grund. Und dagegen zu sein, reicht ein einziger Grund: Trinkwasser! Wer uns das Trinkwasser verseucht, ist ein Verbrecher!

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gultimore 22.11.2013, 10:55
19.

Zitat von Pixopax
Bitte solche Dinge dann auch nennen, und nicht nur den Effektbeladenen Teil!
Und jetzt vergleichen sie mal, wieviele Bohrlöcher man beim Fracking braucht mit der Anzahl an Bohrlöchern bei konventiellen Förderungen.

Wenn man dies und den Faktor Mensch berücksichtigt (siehe Ölunfall in Ostfriesland), dann ist das alles, nur kein Effektbeladener teil.

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