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80 Cent pro Brief: Post plant Portoerhöhung im April
DPA

Das Briefeschreiben wird bald teurer. Obwohl die Bundesnetzagentur eine Preiserhöhung im Herbst vorerst gestoppt hatte, will die Post sie nun durchdrücken. Hauptgrund seien gestiegene Personalkosten.

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andreasm.bn 15.01.2019, 07:23
1. jetzt müssen mir die Post-BWLer mal Eines erklären,....

wenn die Personalkosten jedes Jahr um 3% steigen, die Briefmenge aber um die gleiche Prozentzahl sinkt, dann heißt das für mich, man braucht weniger Personal, weil weniger Auftragsvolumen. Dass die Zustellbezirke trotzdem bedient werden müssen ist mir klar. Trotzdem muss es möglich sein, den Personaleinsatz zu verringern.
Weniger Personal, weniger Personalkosten. Wieso dann Portoerhöhung?

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ford_mustang 15.01.2019, 07:28
2. Personalkosten?

Heute viele outgesourcte Billiglöhner. Dann hätte ein Brief ja vor 20 Jahren 3 Euro kosten müssen.

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lalito 15.01.2019, 07:41
3. gut gebrüllt Löwe

Denkt man nach der Gewinnwarnung nun daran die Schlangen vor den Schaltern noch länger werden zu lassen?

Habe ehrliches Mitleid mit den Menschen am Schalter, und der Kopf dieses stinkenden Fisches, dem Kunden und deren Zeit völlig wurscht ist, sorgt sukzessive für weitere Redukuktion im Personalbereich. Beispiel in meiner Stadt die Habsburger Straße, dort eine der wenigen Filialen, die über eigene Parkplätze vor der Tür verfügen.

Es wurde vor zwei Jahren wichtig renoviert. Die Schalter von fünf auf vier reduziert und diese unsäglichen Doppelplatzgeldausgabemaschinen installiert (Zugriff immer nur für einen am Schalter Beschäftigten, der andere darf mit dem Kunden zusammen warten). Das völlig unabhängig von der Tatsache, dass in den zehn Jahren davor die Schlange vor den Schaltern in schöner Regelmäßigkeit zu bestimmten Zeiten bis draußen auf den Parkplatz reichte, gefühlt während der Hälfte der Öffnungszeiten (diese wurden ebenfalls mal schnell um ein halbes Stündchen reduziert, nichts mehr mit halb Neun, bitte in der Mittagspause oder nachmittags nach Feierabend mit allen anderen anstellen).

Und der Verein wundert sich über 3 Prozentige Schrumpfung des Briefverkehrs? Wenn man grundsätzlich eine halbe Stunde vertane Lebenszeit für das Abholen eine Einschreibens einzukalkulieren hat?

Womit wir wieder bei der Gewinnwarnung wären und den Investoren und den Möglichkeiten mehr aus der Kundschaft zu pressen bei geringerem Angebot. Völlig unberücksichtigt lässt der Artikel die Neuordnung des Auslandversands seit dem 01.01.19, wo mal schnell das Versenden von Kleinigkeiten in Einschreibebriefen untersagt wurde, nur noch Dokumente, und bei verpflichtenden 5 Sendungen im Quartal locker knapp das Doppelte für die gleiche Leistung aufgerufen wird.

Sendungsverfolgungen ins Ausland enden neuerdings übrigens, so scheint es zumindest, an der Grenze des Ziellandes - darf man nun dort, wie auch immer, schauen wo die Sendung bleibt.

Less service but more profit! Nice yellow guys . . .

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MioMioMimi 15.01.2019, 07:48
4.

Für mich ein weiterer Grund, wenn möglich noch weniger Briefe zu versenden. Vielleicht sollte man die Preise der anderen Briefe mal erhöhen, beispielsweise der Großbrief von 1,45 auf 1,50 oder Briefmarken für Postkarten auf 60 Cent erhöhen. Aber 80 Cent für einen normalen Brief sehe ich nicht mehr ein, wenn es nicht unbedingt sein muss.

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fatherted98 15.01.2019, 07:50
5. hmm...

....Personalkosten? Die Bezirke werden immer größer und die Postboten können die anfallenden Mengen gar nicht mehr an einem Tag schaffen. Seit man dazu übergegangen ist ein bis zweimal die Woche die örtliche Werbung durch die Post an alle Haushalte zustellen zu lassen muss der Postbote seinen Job joggend erledigen. Dazu kommt noch, dass das eingesetzte Personal bei der Sortierung oft nur geringe Deutschkenntnisse hat....Namen und Adresse nicht lesen kann und deshalb permanent Briefe falsch zugestellt werden. Dafür dann 80 Cent....das kann man wohl kaum dem Kunden erklären.
Ach ja....und Montags scheint bei der Post bei uns Ruhetag zu sein....habe Montags noch nie Post bekommen....und wohne schon seit über 10 Jahren an gleicher Stelle.

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scrabyard 15.01.2019, 07:57
6. Ok

Von mir aus kann das Porto gerne erhöht werden (habe mich schon damals gefragt, wie man für 55 ct gewinnbringend einen Brief durch Deutschland karrt... Aber bitte nicht in solch kurzen Abständen! Ständig hantiert man mit Zusatzbriefmarken im einstelligen Centbereich. Wie wäre es mit alle 5 Jahre?

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Lencer2002 15.01.2019, 08:00
7. Wenn die ein einziges Mal

was schlaues machen würden, würde ein Brief 80 Cent kosten und dürfte 50g wiegen (und der sogenannte Kompaktbrief würde abgeschafft), Der Großbrief kostet 1,60 € und der Maxibrief 2,40 €. Dann bräuchte man nur noch 80er Briefmarken. Und dann belässt man das mal 5 Jahre. Aber wen interessiert schon der Kunde.

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rainerwäscher 15.01.2019, 08:00
8.

Und was mache ich jetzt mit meinen 55ct-Marken?

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Das Pferd 15.01.2019, 08:00
9.

Zitat von andreasm.bn
wenn die Personalkosten jedes Jahr um 3% steigen, die Briefmenge aber um die gleiche Prozentzahl sinkt, dann heißt das für mich, man braucht weniger Personal, weil weniger Auftragsvolumen. Dass die Zustellbezirke trotzdem bedient werden müssen ist mir klar. Trotzdem muss es möglich sein, den Personaleinsatz zu verringern. Weniger Personal, weniger Personalkosten. Wieso dann Portoerhöhung?
Weil die Postmenge nur schwach mit dem Arbeitsaufwand korreliert.
Ich nehme an, Sie sind junger und kennen das Medium Brief nicht. Der wird vom Zusteller nicht geschrieben, sondern nur zugestellt.

Das Leeren der Briefkästen dauert exakt genauso lange, ob das Ding fast leer oder voll ist. Nur bei sehr voll braucht man vielleicht ein paar Sekunden mehr, das kommt aber schon lange nicht mehr vor. In einen automatisierten Verteilzentrum ist die Menge fast egal. Der Zusteller braucht auch nur Sekunden länger, wenn er mehrere Briefe in den Kasten wirft. Nur das personalaufwände Zustellen fehlerhaft adressierter Briefe verringert sich. Das waren früher die von Kinderhand oder unleserlich beschrifteten, welcher Enkel schreibt noch Briefe?

Aber das hätten Sie sich natürlich alles auch zusammenreimen können, Sie haben aber von der Meinung zu den Fakten gedacht, nicht umgekehrt.

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