Forum: Wirtschaft
995 Milliarden Euro in 2018: Bürger machen immer mehr Schulden für Immobilien
DPA

Die niedrigen Zinssätze befeuern die Kreditvergabe: Allein im vergangenen Jahr haben Privatleute fast eine Billion Euro Schulden aufgenommen, um Wohnungen und Häuser zu finanzieren. Ist das ein Zeichen für eine Überhitzung?

Seite 10 von 21
Rainer Carstens 06.09.2019, 11:02
90. Den großen Reibach kann man

in ein paar Jahren machen,wenn die Immobilien verkauft werden müssen und keiner bereit ist,diese Mondpreise zu bezahlen. Dann sind die jetzigen Verkäufer und Landeigentümer reich geworden und die zukünftigen Käufer . Alles auf Kosten der jetzigen Eigentümer. Wie die Subprime Krise in den USA. Blöd nur,daß die Deutschen den gleichen Fehler nochmal machen.Fehlen nur noch die Banken die wieder anfangen Hypotheken zu verscheuern

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Crom 06.09.2019, 11:03
91.

Zitat von echobravo
Ich würde zehn Jahre warten, bis die Zinsbindungen auslaufen. Dann kann man große schöne, fast neue Häuser zum Schnäppchenpreis kaufen. Wärmepumpen, teure Fussböden, große Grundstücke...all das wird bei einem neuen Zins von +5% für viele unbezahlbar, nach dem Auslauf der Zinsbindung.
Wie kommen Sie darauf, dass in zehn Jahren der Zins wieder bei 5% liegt? Zudem hat man in der Zwischenzeit ja hoffentlich so viel getilgt, dass man dann höre Zinsen locker verkraften kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Barças Superstar 06.09.2019, 11:04
92. Teufelskreis

Niedrige Zinsen verlocken zu höheren Risiken auf der Konsumentenseite. Gleichzeitig sind die Kreditvergabekriterien deutlich verschärft worden. Für die Banken wird es zunehmend schwieriger Kredite zu vergeben, weswegen sie sich ja auch über die Zinspolitik (Stichwort: Negativzinsen) beschweren. Zudem sind durch Umweltauflagen und Untervergabewahn (was ja nichts anderes ist als Risikoabwälzung) die Baukosten relativ zum Einkommen deutlich gestiegen. Die Grundstückpreise sind auch überproportional gestiegen, weil das obere Ende der Alterspyramide inzwischen 100 qm pro Kopf bewohnt und immer mehr Single-Rentner hinzukommen. Ergo wird Baugrund immer knapper. Man schaue sich nur die Anzeigenflut der institutionellen Anbieter an: "Suchen Baugrundstücke!". Wenn jetzt noch nach dem bösen SUV die böse Heizung in die Medien rückt und weiter Forderungen Gesetz werden, dann verschärft sich die Lage weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rainer Carstens 06.09.2019, 11:06
93. zu #5 Karlo1952

So alt und noch nicht weise? Mehrfamilienhaus bauen oder kaufen und vermieten? Wenn Sie sich unglücklich machen wollen? Paßt z.B. schon mal nicht mit Mietpreisbremse.Dazu kommen Mietnomaden u.s.w.. Aber viel Spaß als Vermieter

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ohjeee 06.09.2019, 11:08
94. Warum wird das immer teurer?

Wer heute ein Haus für 500.000 Euro kauft, hätte das Haus im Jahr 2000 für etwa 365.000 Euro kaufen können.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70265/umfrage/haeuserpreisindex-in-deutschland-seit-2000/

Ausgegangen wird von einer Volltilgung innerhalb von 25 Jahren. Als Zinsen gehe ich von den folgenden Zahlen aus:
https://www.zinsentwicklung.de/zinscharts.html

Für die Finanzierung der 365.000 Euro bei einem Zinssatz von ca. 5,5% (wenn nicht sogar noch mehr) im Jahr 2000 und innerhalb von 25 Jahren komplett abbezahlt, müsste ich laut Annuitätenrechner monatlich 2.241,42 Euro zurückzahlen und habe am Ende einen Gesamtaufwand von 672.425,80 Euro an die Bank geleistet.
Für die 500.000 Euro bei heute etwa 2,0% habe ich eine Rückzahlungsrate von 2.119,27 Euro und einen Gesamtaufwand von 635.781,51 Euro.
Auch wenn der Kaufpreis für das Haus seit 2000 um etwa die Hälfte teurer ist, spare ich aufgrund der niedrigen Zinsen und dem Zinseszinseffekt immer noch gegenüber einem Kauf im Jahr 2000.

Oder übersehe ich etwas?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 06.09.2019, 11:09
95.

Zitat von rudi_ralala
Noch vor 30 Jahren hieß es in Frankfurt am Main, nach 17 Jahren Mieteinnahnen sowie Zusatzkosten sollte sich der Kaufpreis amortisiert haben.
Damals waren die Zinsen fast historisch hoch. Ihre Vergleiche sind also mal wieder unsinnig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rainer Carstens 06.09.2019, 11:10
96. zu #79

Solange das Vermögen höher ist,wie der Kredit stimmt das wohl,aber meistens ist der erworbene oder errichtete Vermögenswert eben niedriger wie der Kredit und dann sind es Schulden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bobrecht 06.09.2019, 11:11
97. Die Kreditaufnahme

für den Kauf einer Immobilie erfordert unter Umständen, das man zur Rückzahlung desselbigen die Immobilie vermietet. Der in Berlin geplante Mietdeckel könnte für einige Verschuldete Immobilienbesitzer so zur Bankrott-Falle werden. Diese unsinnige Maßnahme, die zudem weitere Nachteile für den Wohnunsmarkt und -bau birgt sollte dem fehlgeleiteten linken Berliner Senat vor Augen geführt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 06.09.2019, 11:11
98.

Zitat von hersp58
Die Blase platzt spätestens dann, wenn später die Zinsen (nur) auf 2 bis 3% steigen sollten. Die Verdoppelung oder Verdreifachung der aktuellen Zinsbelastung lässt so manche Finanzierung, die jetzt auf Kante genäht ist, wie ein Kartenhaus zusammenfallen.
Während der Zinsbindung - üblicherweise 10 Jahre, oft auch 15 - zahlen Sie nicht mehr, wenn die Zinsen steigen. Und wenn Sie aktuelle 1% Zins + 3% Tilgung bezahlen und dann nach der Zinsbindung 3% Zins, aber vielleicht nur noch 2% Tilgung und das auf einen kleineren Kreditbetrag, zahlen Sie nur minimal mehr als jetzt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alpha0711 06.09.2019, 11:12
99. Zumindest

Zitat von hans_habermoos
Soso, die Amerikaner Verschulden sich sinnlos und ohne zu überlegen. Ja, und alle sind dick und essen nur Hamburger. Fahren doofe Autos und schauen den ganzen Tag fern. Nebenbei erschiessen sie sich noch ständig und alle wählen Trump.
Ist das Leben auf Pump in den USA in grossen Teilen der Bevölkerung normal. Und fast jeder zweite welcher zur Wahl gegangen ist hat tatsächlich Trump gewählt (das allein sagt viel aus)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 21