Forum: Wirtschaft
995 Milliarden Euro in 2018: Bürger machen immer mehr Schulden für Immobilien
DPA

Die niedrigen Zinssätze befeuern die Kreditvergabe: Allein im vergangenen Jahr haben Privatleute fast eine Billion Euro Schulden aufgenommen, um Wohnungen und Häuser zu finanzieren. Ist das ein Zeichen für eine Überhitzung?

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rainer-rau 06.09.2019, 10:48
80. Aber so ziemlich

Zitat von karlo1952
Wer jetzt Schulden für Wohneigentum macht, hat die günstigsten Zinsen, die es jemals gab. Die gesparten Zinsen kann man zur Tilgung nehmen. Dann ist das Haus in 15 Jahren, wenn die Festschreibung ausläuft, zur Hälfte abbezahlt. Nicht zu vergessen, wer jetzt ein Mehrfamilienhaus baut, der kann mit den Mieteinnahmen locker die Zinsen und Tilgung stemmen, ohne Wuchermiete, und hat Wohnraum geschaffen. Die meisten Deutschen sind keine Amerikaner, die sich sinnlos und ohne zu Überlegen verschulden.
jeder Unsinn aus Amerika schwappt zu uns über und wird gierig aufnommen. Die gesparten Zinsen werden von Wucherpreisen, überbürokratisierten Gebühren und überzogenen Ansprüchen geschluckt. Was die Wuchermieten betriifft: Warum leckt der Hund sich die Eier? Weil er es kann!

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alpha0711 06.09.2019, 10:49
81. Kenne ich

Zitat von MisterD
Sie haben doch Ihr Haus als Sicherheit. Wenn Sie nicht mehr können, verkaufen Sie den Kasten einfach mit Gewinn und ziehen in eine Mietwohnung? ;) So oder so ähnlich rechtfertigen das zumindest die Häuslebauer immer, wenn ich mit denen rede.
Die Rechnung geht wenn überhaupt nur für diejenigen auf welche schon vor einigen Jahren gekauft haben. Diese haben sogar gute Chancen ein Gewinn einzufahren. Aber .... Sollte es zu grösseren Problemen mit der Wirtschaft kommen werden Käufer bestimmt nicht Schlange stehen. Wohl dem welcher seine Kreditraten/Unterhaltskosten immer bedienen kann. Ein eigenes Haus ist verlockend , aber halt auch im Unterhalt (Rücklagen) wenn man es solide macht nicht ohne. Ein Eigentumswohnungbesitzer wird wenigstens gezwungen Rücklagen einzubezahlen. Steigende Zinsen sehe ich aber trotzdem nicht.

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Besserwissser 06.09.2019, 10:50
82. Klar ein Risiko ist dabei

Zitat von mkey0711
"weil Sachwerte geschaffen werden, neuer Wohnraum entsteht und im schlimmsten Fall durch einen Notverkauf einer Immobilie kein Totalverlust entsteht." Im schlimmsten Fall folgt auf eine Zwangsversteigerung die Privatinsolvenz. "Warum soll man mit seiner Miete die Darlehen des Vermieters bezahlen?" Man erhält für eine (gezahlte) Leistung eine Gegenleistung (Wohnraum). Wo liegt das Problem? Der Vermieter übernimmt im Zweifel viele Aufgaben und Kosten, um die man sich als Eigentümer selbst kümmern muss. Zudem kann man als Mieter relativ flexibel kündigen, als Eigentümer nicht. Diese Vorteile sollte man gerade bei unsicherer ökonomischen Aussichten nicht unterschätzen. "Die jetzigen niedrigen Darlehenszinsen (ca 1% und das auf 15 Jahre) werden weiterhin Bestand haben, weil fast alle Länder heillos verschuldet sind und die Welt sich keine höheren Schuldzinsen leisten kann." Ich persönlich würde meine Existenz nicht darauf verwetten, dass der Zins in 15 Jahren noch immer so niedrig ist wie heute.
aber im Augenblick wird doch eher über Altersarmut und nicht bezahlbare Mieten sowie über Eigenbedarfskündigungen gejammert, Dies kann man vermeiden wenn man, wie in anderen europäischen Ländern auch , sofern sinnvoll finanzierbar und möglich im Eigenheim wohnt. Das Leben ist immer voller Risiken. Man könnte mit Ihrer Argumentation auch gar keine Arbeit aufnehmen weil evtl. geht ja der Arbeitgeber insolvent...

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cabeza_cuadrada 06.09.2019, 10:52
83. Grundregel!

Zitat von krautrockfreak
deutlich mehr Pfusch am Bau, fast nur noch ungelernte osteuropäische Hilfsarbeiter und wenn man reklamiert, verschwinden die Firmen einfach von der Baustelle und machen bei der nächsten weiter. Das geht soweit, dass viele Bauherren gar nicht mehr reklamieren und lieber Pfusch akzeptieren, auch weil sie keine anderen Handwerker kriegen auf die Schnelle. All das ist meine eigene Erfahrung und Alltag auf den Baustellen. Mein Rat: so verlockend es momentan ist mit den Niedrigzinsen, warten Sie ab, bis der Hype mal vorbei ist und die Krise da ist. Dann werden die Baufirmen wieder froh sein, wenn sie Aufträge kriegen und sich Zeit nehmen für die Baustellen. Momentan ist es Wahnsinn zu bauen!
Wenn andere gierig sind, sei vorsichtig! Und das gilt eben nicht nur für Aktien (Volksaktie). Es ist allerdings auch völlig zwecklos mit Immo Käufern über Sinn und Unsinn eines Immo Kaufs zu diskutieren.

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rudi_ralala 06.09.2019, 10:54
84.

Zitat von Havel Pavel
... und wer weiß, vielleicht wird es künftig ja sogar für Immobilien Kredite mit Minuszinsen geben, bestimmte Ankündigungen laufen ja bereits in diese Richtung....
Seit fünf Jahren verlangt die SNB 0,75 % Strafzinsen, wenn Banken bei ihr das Geld parken. Deshalb vergeben einige Kantonalsbanken Hypothekenkredite für einen Minuszins von 0,4 %. Das heiß, der Kreditnehmer wird belohnt und für die Bank ist es billiger, als 0,75 % Strafzinsen zu bezahlen. Da Draghi schon eine Lockerung der Geldpolitik angekündigt hat und Lagarde die fortsetzen will, ist es nur eine Frage der Zeit, dass der jetzige Strafzins der EZB von 0,4 % ebenfalls erhöht wird. Spätestens dann werden auch Häuslebauer in der EU Geld geschenkt bekommen, wenn sie Kredite aufnehmen.
Verkehrte Welt und nicht nachhaltig, denn in normalen Zeiten ist es so, dass der Gläubiger für seinen Glauben, dass der Schuldner geliehenes Geld auch wieder zurückzahlt, eine Risikoprämie namens Zins bekommt. In normalen Zeiten ist es so, dass der Schuldner von allzu wildem Schuldenmachen abgehalten wird, weil er sich überlegen muss, ob er auch in der Lage ist, mit zusätzlicher Wertschöpfung das geliehene Kapital zu tilgen und die Zinsen tragen zu können.
Wir wir es schon mehrmals erleben durften, endet so etwas gewöhnlich in ein finanzielles Desaster und nicht nur für die unmittelbar Beteiligten sondern für alle.

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hans_habermoos 06.09.2019, 10:56
85. 5 @ karlo1952

Soso, die Amerikaner Verschulden sich sinnlos und ohne zu überlegen. Ja, und alle sind dick und essen nur Hamburger. Fahren doofe Autos und schauen den ganzen Tag fern. Nebenbei erschiessen sie sich noch ständig und alle wählen Trump.

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ohjeee 06.09.2019, 10:56
86.

Zitat von echobravo
Ich würde zehn Jahre warten, bis die Zinsbindungen auslaufen. Dann kann man große schöne, fast neue Häuser zum Schnäppchenpreis kaufen. Wärmepumpen, teure Fussböden, große Grundstücke...all das wird bei einem neuen Zins von +5% für viele unbezahlbar, nach dem Auslauf der Zinsbindung.
jaja, blablubb. Das hieß es zur Griechenlandkrise auch. Heute, 10 Jahre später haben Sie kein Haus zwangsersteigert, richtig?
Abgesehen davon, war hier zu Lagardes Übernahme ein Chart abgedruckt, auf dem die zu erwartende Zinsen bis 2023 aufgezeigt wurden. Und die blieben auf dem Stand von heute. Ich gehe nicht davon aus, dass die Zinsen innerhalb von dann 5 Jahren jährlich über 1% steigen. Abgesehen davon, wären dann sämtliche europ. Südländer Pleite. Das kann sich die EZB und der Euroraum nicht leisten.

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rudi_ralala 06.09.2019, 10:57
87.

Zitat von almeo
Habe gerade mal nach dem billigsten 8-Parteien-Wohnhaus in Frankfurt geschaut und bin bei einem Objekt für etwa 1,7 Millionen gelandet. Mieteinnahmen p.a. etwa 95.000 Euro. D.h. wenn alles klappt haben Sie den Kaufpreis in 18 Jahren durch die Mieteinnahmen refinanziert. Da kommen dann aber noch die Zinsen für einen fast 2Mio. Euro schweren Kredit dazu - ob das der Privatmann stemmen kann? Ich würde das Risiko nicht eingehen wollen!
Noch vor 30 Jahren hieß es in Frankfurt am Main, nach 17 Jahren Mieteinnahnen sowie Zusatzkosten sollte sich der Kaufpreis amortisiert haben.

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hersp58 06.09.2019, 10:58
88. absehbares Debakel

Die Blase platzt spätestens dann, wenn später die Zinsen (nur) auf 2 bis 3% steigen sollten. Die Verdoppelung oder Verdreifachung der aktuellen Zinsbelastung lässt so manche Finanzierung, die jetzt auf Kante genäht ist, wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Dann beginnt die Zeit der Schnäppchenjäger.

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rudi_ralala 06.09.2019, 10:59
89.

Zitat von KaraBenFasel
Nein. Die Aussicht auf einen stabilen Immobilienwert und verlässliche Mieteinnahmen reichen völlig.
Genau das hatte ich geschrieben.
War der Beitrag zu kompliziert um ihn zu verstehen?

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