Forum: Wirtschaft
A380: Airbus will Rest der Millionen-Staatskredite nicht zurückzahlen
REUTERS

Seit bekannt wurde, dass Airbus die Produktion des A380 einstellen würde, mutmaßen Beobachter, dass damit wohl auch der Regierung hunderte Millionen verloren gehen. Danach sieht es nun tatsächlich aus.

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Ökofred 08.03.2019, 11:41
140. Tolle Idee

Zitat von vulcan
Eigentlich auch egal, ob Airbus das kann oder nicht oder ob die weiterexistieren. Von mir aus können die Flieger auch von Boeing kommen. Dann kann man das eine oder andere Modell hier in Lizenz bauen - schon sind die Leute beschäftigt und brauchen keine Subventionen. Die üblichen Desaster im militärischen Bereich fallen ebenfalls weg und wir kaufen eben von LM oder Boeing, BAe bzw. bauen ebenfalls in Lizenz. War früher auch schon so. Macht eine Menge Steuergeld frei.
Klar, besonders subventionieren die Fluggesellschaften dann fröhlich mit, auch die europäischen. Da ohne Wettbewerb die Flugzeuge nun mal viel teurer würden, eben dann die von Boeing. Was dann auch die Fluggäste bezahlen. Wie auch immer Sie zahlen! Und die guten Arbeitsplätze sind dann in Seattle, nicht mehr in Hamburg und Toulouse. Aber wenn Sie nicht fliegen, kann Ihnen das natürlich egal sein von wem und zu welchem Preis die Flieger kommen.

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latrodectus67 08.03.2019, 11:42
141. Zahler

Abgesehen davon, dass nun klar wird, dass es massive Staatssubventionen gab, bleiben nun also deutschen Steuerzahler auf den Ergebnissen von Manager Visionen sitzen. Vielleicht denken einige Mitbürger vor der kommenden Wahl daran, wenn sie über eine heruntergekommene Straße holpern. Diese 924 Millionen waren 2002 bereitgestellt worden, von SPD/Grünen.

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marcaurel1957 08.03.2019, 11:44
142.

Zitat von MatthiasPetersbach
Wenn Airbus auf dem Markt keine Chancen hat - für was sind die dann da? Dann ist das nichtmal ein Nullsummenspiel. Es gibt doch wirklich keinen Sinn, nur weil man "irgendwo mitspielen" will, (quasi) die Löhne und Gehälter vom Staat bezahlen zu lassen? DIESES Geschäftsmodell erscheint mir unredlich. Nur Flugzeuge um des Flugzeugbaues willen zu bauen? Wichtig ist doch, was hinten raus kommt. Alles andere bringt dem Bürger, dem Staat und dem Allgemeinwesen doch garnichts. Und es ist doch völlig egal, ob man dieses Erwirtschaften mit Low- oder Hightech hinkriegt. Wenn das Letztere sich als Drauflegegeschäft entpuppt - warum soll man das halten?
Es ist eine politische Entscheidung, ob man in Europa eine Hersteller von Großflugzeugen haben möchte.

Aus finanzieller und technischer Sicht ist es zweifellos sinnvoll, Airbus zu unterstützen

1. Es ist ein Gesundes Unternehmen, das Arbeitsplätze schafft
2. Es wird mit Hochtechnologie gearbeitet, die auch anderswo anwendbar ist
3. ohne Airbus wäre Boeing, das auch subventioniert wird, ein Monopolist.

Auch wenn Airbus Geld verdient, wäre es nicht in der Lage, große Neuentwicjklungen allein zu tragen

Deshalb diese Verträge, die seit 30-40 Jahren so abgeschlossen werden

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vliege 08.03.2019, 11:45
143. marcaurel

Wird es Ihnen nicht langweilig gegensätzliche Meinungen mit Unwissenheit und Ahnungslosigkeit zu kommentieren?
Ihr "Argument" der Normalität solcher Praktiken wurde erst durch Lobbyarbeit zur Normalität gemacht. Solche Praktiken sind nirgendwo in Stein gemeißelt gewesen und entbehren jeglicher kapitalistischen Grundlage und unternehmerischen Handelns.
Sie als "Ökonom" sollten der erste Verfechter dieser Grundlagen sein. Bei anderen, vor allem sozialen Themen im Forum prangern Sie, wie auch andere selbsternannte Ökonomen Experten als erster, die Ihrer Meinung nach Missstände an und schimpfen auf den Wohlfühlstaat.
Sie sind mMn ein Opportunist erster Güte, mit für diesen typischen "nach mir die Sintflut" Denke.

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marcaurel1957 08.03.2019, 11:45
144.

Zitat von schorsch_69
Auch "Airbus" ist ein angeblich wichtiger Konzern, wohl eher einer, der bei Präsentationen zu seiner Leisuntgsfähigkeit/Wichtigkeit für die Politsesselpuper stets die besten/teuersten "Häppchen" samt Champus serviert und selbstverständlich "steueroptimiert". Nichts ist in Wahrheit gesellschaftlich so absolut irrelevant, wie all solche Konzerne!
Solche Konzerne sind alles andere als irrelevant....das würden Isw sehr schnell merken, wenn es nur noch den Monopolisten Boeing gäbe

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ray8 08.03.2019, 11:49
145.

Zitat von marcaurel1957
Das sind ganz normale Verträge wie Sie seit Jahrzehten gemacht werden....wie Sie alle Herstwller von Großflugzeugen machen.. Keiner könnte Ihnen staatliche Subventionen neue Flieger entwickeln....das ist zu teuer und zu risikoreich für ein einzelnes Unternehmen
Das sind ganz normale Verträge?! Sportliche Assage! Kennen Sie einen Unternehmer, der von einer Bank einen Projekt-Kredit bekommen hat und denn nicht zurückzahlen muss, weil dieses Projekt eingestellt wird, die Firma aber dennoch floriert?! Ganz normale Verträge...meine Güte

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marcaurel1957 08.03.2019, 11:49
146.

Zitat von thomas_linz
hier lesen muss. Haben Sie ueberhaupt eine Vorstellung, wie massiv der Konzern in Luft und Raumfahrt gepaempert wird? Die Ariane 6 gleich mal mit 90%, A350, A380, Steuererleichterungen, etc. Und dann wird hier noch von einigen Foristen gut empfunden, dass ein profitabler Verein die Entwicklungskostenhilfe als Risikokapital deklariert und seine Rueckzahlung verweigert. Ich kann und will das nicht glauben, dass man schon als Laie derart naiv argumentiert. Das was hier passiert ist Erpressung des Staates und nichts weiter.
Das was Sie als Pampern bezeichne, sehe ich als ein sinnvolle Subvention an.

Wen wir das nicht tun, gibt es bald nur noch das ebenfalls subventionierte Boeing.....

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Dr.Seltsam 08.03.2019, 11:50
147. Planwirtschaft

Wieder Wasser auf die Mühlen bestimmter Leute.
Das ist Planwirtschaft wie zu besten DDR Zeiten. Die Regierung war wenigstens so clever die Gewinne der VEBs abzuschöpfen und Subventionen als "Kredite" über die DDR-Banken zu gewähren. Als die Treuhand kam und die DDR-Banken an die westdeutschen Banken verschleuderten ,wurden diese "Kredite" dann real gestellt und die DDR-Betriebe verpflichtet diese eigentliche Subvention zurückzuzahlen. Das Ergebnis kennen wir ja. hier ein interessanter link zum Thema https://www.tagesspiegel.de/meinung/schulden-ohne-suehne/620948.html

Bei Airbus wird es genau andersherum gemacht...

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Flugschreiber 08.03.2019, 11:58
148. Airbus vs. Kohle

Der Bund hat Risikokredite geben und auf denen bleibt es jetzt sitzen. Das ist ärgerlich aber immerhin waren das (de facto) Subventionen in eine generelle Wachstumsbranche - auch wenn Airbus letztlich mit dem A380 falsch gelegen hat. Wer sich darüber aufregt der müsste auch seit Jahren Amok laufen angesichts der Milliarden, die seid Jahrzehnten als Subventionen in die (schon lange sterbende) Kohleindustrie fliessen. Der Vorstand von Airbus kann übrigens gar nicht anders, als die Zahlung verweigern, wenn die Verträge so sind wie dargestellt - sonst verletzt er nämlich seine Pflichten gegenüber den Aktionären (zu denen über die KFW auch der Bund gehört).

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kunibertus 08.03.2019, 11:59
149. Im Zuwendungsrecht gibt es

Zitat von juba39
Der Knall könnte noch aus einer Ecke kommen, die hier noch gar nicht erwähnt ist. Ohne die Deklarierung als Kredit hätte nämlich eine Klage von Boeing die Geschichte als unzulässige Subvention gestopt. Und wie die USA, besonders das dortige Finanzministerium vorgehen, wenn sie irgendwo Dollar, für die USA natürlich, winken sehen, kann man fast täglich erleben.
den schönen Begriff "verlorene Zuschüsse". Danach kann der Zuwendungsgeber nach pflichtgemäßem Ermessen entscheiden, ob bei negativem Ausgangs der Maßnahme - und das dürfte hier der Fall sein - die gewährten Vergünstigungen zurück gefordert werden oder nur die noch nicht gezahlten Mittel storniert werden. Da aber Entwicklung und Bau des A 380 weniger eine wirtschaftliche sondern mehr eine politischen Entscheidung gewesen ist, halte ich die Angelegenheit für geklärt. In einem anderen Beitrag ist dazu auf den Konkurrenzkampf mit Boeing hingewiesen worden, Da für politische Fehlentscheidungen niemand haftet, werden die Verluste selbstverständlich vom Steuerzahler getragen. Man muss doch beim Geldausgeben schließlich Prioritäten setzen.

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