Forum: Wirtschaft
Abgabe auf Kohlendioxid: Eine Steuer wird das Klima nicht retten
DPA

Die einen preisen als Klimaretter den Markt - die anderen schwören auf eine Steuer auf das Böse. Dabei hat auch die Tücken. Durch höhere Preise allein wird sich zu wenig ändern. Ein Aufklärungsversuch.

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Leto2.0 10.05.2019, 13:59
1.

Wenn die 1.Welt aus den fossilen Energieträgern aussteigt, kann die 3.Welt sie solch endlich leisten.

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jj2005 10.05.2019, 14:26
2.

Zitat von Leto2.0
Wenn die 1.Welt aus den fossilen Energieträgern aussteigt, kann die 3.Welt sie solch endlich leisten.
Das ist richtig, und wäre ein gutes Argument für die OECD-Staaten, sich auf Mindeststeuersätze zu einigen. Es wird leider am Widerstand der USA scheitern, die da eine ganz eigene Agenda verfolgen.

Zum Artikel: Alles durchaus richtig, wenn auch zu negativ dargestellt. Immerhin die Hälfte der Bevölkerung (die Sparsamen) gewinnen durch eine CO2-Steuer mit Rückverteilung netto etwas dazu.

Man sollte die Leute darüber abstimmen lassen, wie hoch die CO2-Steuer, pardon: die Pro-Kopf-Rückvergütung sein sollte. Meine z.B. sollte so hoch wie möglich sein, ich kann mehr Geld immer brauchen und besitze weder einen SUV noch eine ungedämmte grosse Villa.

Ein kleiner Kritikpunkt: "Gerade wenn die höheren Kosten für schmutzigen Konsum dazu führen, dass saubere Alternativen stärker gefragt werden, wird auch der Marktpreis für das Saubere entsprechend steigen". Das wird in VWL so gelehrt, stimmt, im Bereich alternative Energien tritt aber oft das genaue Gegenteil ein: Durch höhere Stückzahlen werden Windkraftanlagen, Solarzellen und Elektroautos immer billiger.

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bartnelke 10.05.2019, 15:05
3. mehr Transparenz

die co2 Steuer sollte die Produkte nicht einfach nur verteuern, sondern muss extra ausgewiesen werden, damit wir Endverbraucher endlich eine Kaufentscheidungshilfe haben. Dafür sollte die Märchensteuer von Grundnahrungsmitteln und Hygieneprodukten ganz entfallen. Und, da hat Herr Fricke recht, weil das nur langsam Lenkungswirkung hat und keinesfalls ausreicht muss die zumutbare Pendlerstrecke auf fußläufig/ÖPNV möglich gekürzt werden. Wer sein Auto abschaffen möchte sollte diese Chance haben. Weder e-scooter, noch Flugtaxis und schon gar nicht das Warten auf technische Lösungen kann neben dem klimagasproblem den Verkehrskollaps aufhalten.

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superkoch 10.05.2019, 16:04
4. Stimmt

Nur habe ich leider kein Vertrauen in die Politik mehr, die notwendigen Infrastrukturmassnahmen anzuleiern. Sparen geht vor.

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ted211 10.05.2019, 16:04
5. Erschreckend

Das Unverständnis ist erschreckend: vom CO2 ist das C ja schon zweimal versteuert worden, als Mineralölsteuer und als Mehrwertsteuer!

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lupenreinerdemokrat 10.05.2019, 16:06
6. Mal angenommen....

..... der CO2-Ausstoß wäre tatsächlich relevant für die Klimaerwärmung, was ja nach wie vor lediglich eine Hypothese ist, dann stellt sich sofort die wichtigste aller Fragen:

- wie reduziert man den weltweiten CO2-Ausstoß signifant, bzw. so weit, dass die Reduktion eine Wirkung erzielt?

Hierzu muss man natürlich wissen, dass die mit großem Abstand höchsten CO2-Emissionen von diesen 3 Ländern kommen:
1. China
2. USA
3. Indien

zusammen > 50% der weltweiten CO2-Emissionen.
Alle anderen Länder rangieren im unteren 1-stelligen Prozentbereich, Deutschland so bei 2,X % - für das Weltklima also unterhalb des statistischen Rauschens.

Da fällt es einem intelligenten Menschen schon recht schwer, einen Beitrag zum Klimaschutz durch Erhöhung der CO2-Steuer zu sehen :-D

PS: in der CDU-Kohl-Ära wurde die Mineralölsteuer (im Endeffekt eine Art von CO2-Steuer) um sage und schreibe 50 Pfennig / Liter erhöht.

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lupenreinerdemokrat 10.05.2019, 16:09
7.

Zitat von bartnelke
die co2 Steuer sollte die Produkte nicht einfach nur verteuern, sondern muss extra ausgewiesen werden, damit wir Endverbraucher endlich eine Kaufentscheidungshilfe haben. Dafür sollte die Märchensteuer von Grundnahrungsmitteln und Hygieneprodukten ganz entfallen. Und, da hat Herr Fricke recht, weil das nur langsam Lenkungswirkung hat und keinesfalls ausreicht muss die zumutbare Pendlerstrecke auf fußläufig/ÖPNV möglich gekürzt werden. Wer sein Auto abschaffen möchte sollte diese Chance haben. Weder e-scooter, noch Flugtaxis und schon gar nicht das Warten auf technische Lösungen kann neben dem klimagasproblem den Verkehrskollaps aufhalten.
Wieso von Hygieneprodukten?
Gerade diese sind in der Regel eine Umweltschweinerei ersten Grades. Man denke nicht nur an Weichmacher oder diverse unter Krebsverdacht stehende Zusatzstoffe, es geht vor allem auch um Mikrokunststoffpartikel.
Im Prinzip müsste man die Steuer für diese Produkte deutlich stärker anheben, als für das harmlose CO2.

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sucherderwahrheit 10.05.2019, 16:13
8. Die Debatte ist ein weichkochen der Bürger

Bei der ganzen Debatte um eine CO2-Steuer geht es doch nur darum, die Bürger solange damit zu nerven und weich zu kochen, dass sie bei der Einführung nicht mehr groß was dagegen unternehmen!

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Zeitwesen 10.05.2019, 16:13
9. Das Problem

Das ist nunmal das Problem das ich auch bei den Fridays for Future Demonstrationen kritisiere, obwohl ich diese Demonstrationen prinzipiell sehr gut finde, aber man kann nunmal nicht einfach bei jedem bzw. gerade bei diesem Problem sich hinstellen und die alleinige Verantwortlichkeit der Politik zuschieben.
"Los, macht mal, dass wir umweltfreundlicher sind" funktioniert nicht "von oben" dirigiert.
Es ist zwar bequemer und beruhigender mit dem Finger, sicherlich auch teilweise zu Recht, auf andere zu zeigen, damit zeigt man aber nur auf einen kleinen Teil der Ursache.
Da muss jeder bei sich selbst anfangen, anders kann es nicht funktionieren.

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