Forum: Wirtschaft
Abgabe auf Kohlendioxid: Eine Steuer wird das Klima nicht retten
DPA

Die einen preisen als Klimaretter den Markt - die anderen schwören auf eine Steuer auf das Böse. Dabei hat auch die Tücken. Durch höhere Preise allein wird sich zu wenig ändern. Ein Aufklärungsversuch.

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lawlord 10.05.2019, 16:17
10. Alternativangebote

Ein guter Kommentar, weil ausgewogen. Nur ein Punkt kommt etwas zu kurz - dass jede Steuerung versagt, wenn es keine Alternativen gibt. So ist der ÖPNV außerhalb von Innenstädten derzeit eine derartige Katastrophe (Taktzeiten, Taktzeiten, Taktzeiten Sauberkeit, Schnelligkeit ... in Berlin ist der Vorortverkehr etwa auf dem Niveau der 80er Jahre), dass der Anreiz zum "Umsteigen" niemals alleine über den Preis funktionieren wird. Vielmehr muss kuzfristig massiv in die Infrastruktur investiert werden. Übrigens auch wenn wir kein Klimaproblem hätten. Aber da solche Entscheidungen sich erst in der übernächsten Wahlperiode auswirken, hat kein derzeitiger Politiker Lust, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Es ist zum Haareraufen ...

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einerkeiner 10.05.2019, 16:17
11. Mehrwertsteuer abschaffen

Wie wär's wenn wir einfach die Mehrwertsteuer abschaffen, und durch eine CO2-Steuer ersetzen? Die CO2-Steuer sollte dabei den gesamten CO2-Ausstoß in der Wertschöpfungskette abbilden. Dadurch würde auf CO2-Neutrale Produkte (falls es sowas jemals geben sollte) gar keine Steuer mehr anfallen, und auf "dreckige" Produkte entsprechend mehr. Wenn man das aufkommensneutral macht, könnten ärmere Haushalte dadurch sogar entlastet werden, da diese der Steuer dann durch preisbewusstes (und dann auch umweltfreundliches) Einkaufen ausweichen können. Klar ist aber auch, dass dann die unsinnigen Elektroautos mit riesiger Batterie im Stil von Tesla komplett unerschwinglich wären (da sie auch ökologischer Unfug sind). Durch die Planwirtschaftlichen "politischen" Maßnahmen die sich Herr Fricke vorstellt wird man nicht weiterkommen, weil es nicht klar ist ob sie wirklich in die richtige Richtung führen. Den Politikern fehlt dafür schlicht der Durchblick. Es besteht kein Widerspruch zwischen einer Steuer und dem Markt. Es muss eine Steuer eingeführt werden, die dann den Markt sinnvoll lenkt. Anders funktioniert es nicht. Nennt sich soziale Marktwirtschaft.

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PeterAlef 10.05.2019, 16:18
12. Lieber Herr Fricke,

...ich finde diese altklugen (und folgenlosen) Beurteilungen von Journalisten, schlicht gesagt, ausgesprochen ärgerlich.
Es gibt Vorstellungen, zu CO2...Journalist: Kann sein...aber...
Verteuerungen: Journalist: Gute Idee, aber....
Rich People don't care:...Journalist: kann man halt nix machen....
So zieht sich das durch den gesamten Artikel. Resümee? Fehlanzeige. Man müsste, man könnte, man sollte, Genaues weiss man aber nicht...

Genau, Herr Fricke...: Mal gucken.....

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checkitoutple 10.05.2019, 16:19
13. Was würde wirklich helfen?

Zum Beispiel statt riesen Konferenzen Video Konferenzen. In Betrieben mit mehreren Betrirbs Szätten das gleiche Virituelle Messen statt vor Ort. Aber was.würden die Messe Veranstalter.Fljggesellschaften Messehotels jammern.
Von daher wird die Politik solche heutzutage einfachen Dinge eher Tropedieren statt untrrstützen. Da ei wäre virituelle Messen Dreiminensional sicher für viele ein Gewinn.
Aber ei e Rückwärzgewannte Regierung wird immer diejenige füttern die schon heute die Profkteure sind.
Das Problem ist die Politik. Sie könnte wirklich steuern indem sie Tickets für. Virituelle Messrn Steuerlich begünstigt und kosten für vor Ort Kongresse und Messen nicht mehr.
Aber was würden die Messegesellschaften Dehoga Lufthansa runschreien.
Nein an die Wirklich Sinnvollen Sachen will kriner ran! Es geht nur darum Privatleute möglichst gut abzuzocken.

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wolle0601 10.05.2019, 16:22
14. Kleiner Denkfehler

Mag sein, daß die "Reichen" pro Kopf mehr CO2 produzieren. Dem Planeten ist "pro Kopf" aber egal, weshalb Steuern auf Kinder eigentlich die beste Idee wären. Auf jeden Fall - wenn es um Reduktion von CO2 geht, muß ein Abgabensystem, egal wie es im Detail aussieht, zur Verhaltensänderung genau die vielen Nicht-Reichen treffen, sonst funktioniert es nicht.

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Johan_Fremerey 10.05.2019, 16:24
15. CO2 oder Kernkraft

Wer sich der CO2-Hysterie anschließt und gleichzeitig jede Kernkraft-Option kategorisch ausschließt, kann nicht ernst genommen werden. Nachdem sich hierzulande in den öffentlichen Diskussionen niemand mehr traut, das Wort Kernkraft in den Mund zu nehmen, wird nicht einmal wahrgenommen, dass es mit dem Thorium-Salzschmelze-Reaktor eine Optin gibt, die (1) Kernkraft-Unfälle der bekannten Art und (2) die Gewinnung von waffenfähigem Nuklearmaterial ausschließt, mit der man (3) die langlebigen Abfälle der konventionellen Kernkraft ("Atommüll") verbrennen kann, und die (4) eine vielfach längere Versorgungssicherheit bietet als die konventionelle Kernkraft auf der Basis von Uran. Man sollte die Gelder aus der geplanten CO2-Steuer ggf. in die Entwicklung der neuen Kernkraft-Technologie stecken, wie das China inzwischen macht, statt sie als Wahlgeschenke zu verteilen. Vorzugsweise sollten sich die "Grünen" für die neue Kernkraftoption stark machen, wenn sie als Umweltpartei ernst genommen werden wollen.

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Susi64 10.05.2019, 16:24
16. Die Bahn ist komplett überlastet.

Wenn viel mehr Waren und Güter und Personen mit der Bahn befördert werden sollen, dann braucht es mehr Züge, mehr Gleise und mehr Bahnhöfe. Dazu müsste die Flächenversiegelung signifikant steigen.

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Peter Schmidt -fsb 10.05.2019, 16:26
17. An Arme wird immer nur gedacht wenn es mir selbst nützt.

Ich finde es ekelerregend, wie hier "Arme" als Pseudoargument für die Ablehnung einer CO2-Steuer vorgeschoben werden. Wenn einem das untere Drittel der Einkommensbezieher wirklich am Herzen liegt, dann gibt es sehr einfache Möglichkeiten diese Menschen zu entlasten... Erbschaftssteuer hoch, Vermögenssteuer wieder einführen, Spitzensteuersatz anheben.
Dafür Freibeträge anheben, Sozialabgaben senken und Eingangssteuersatz senken. Fertig.
Ein Anreiz zum Energiesparen muss es aber für jeden geben, sonst verpufft der Effekt. Und wenn die CO2-Steuer kommplet zurückgegeben wird, dann profitiert automatisch der, der einen unterdurchschnittlichen CO2-Verbrauch hat. Das werden in der Regel wahrscheinlich auch eher Niedrigverdiener sein.
Das Argument der armen "Armen" ist einfach kein sinnvolles Argument gegen eine CO2-Steuer.

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dieter-ploetze 10.05.2019, 16:26
18. eine politische lenkung waere das wichtigste

nur scheint, dass es an politischem willen fehlt, solche entscheidungen zu treffen.
der schienen ausbau, das bahnnetz muesste schnellstens wieder ausgebaut werden, sowie ein preislich
annehmbares netz der oeffentlichen verkehrsmittel in den staedten. das ist eine politische aufgabe. mit der
elektromobilitaet ist man allerdings moeglicherweise auf der falschen faehrte, all die foerderung kann rausgeworfenes geld sein. wenn die E-mobilitaet flaechedeckend verbreitet ist, was wird da an strom benoetigt und woher kommt der?
es wird bessere antriebsmoeglichkeiten geben. allerdings scheint mir eine CO2
steuer durchaus sinnvoll, hauptsaechlich fuer die industrie, denn da kommt der meiste schadstoff her.
aber die industrie wird gehaetschelt, sie ist ja systemrelevant und mit diesem wort ist dann alles gestattet.
gehen wir also systemrelevant schweren katastrophenzeiten entgegen. hauptsache das system funktioniert. das allerdings erinnert dann fatal an den untergang der titanic mit weiter spielenden orchester.
hauptsache irgendwas, woran man sich festhalten kann, funktioniert noch.

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stefan.mueller 10.05.2019, 16:27
19.

Die Mär von den Klimaschutzanstrengungen der Deutschen ist wohl unausrottbar. Das Minus von 25% seit 1990 resultiert aus einem sog. Einmaleffekt: dem Abbau der DDR-Industrie, die ganz wesentlich zum Schadstoffausstoß beigetragen hat. Seitdem ist in Deutschland wenig passiert. So gesehen erscheint das Minus der Schweden von 37% doch in einem ganz anderen Licht.

Prof. Dr. Stefan Müller

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