Forum: Wirtschaft
Abgaben-Debatte: Deutschland ist Vizeweltmeister beim Steuernzahlen
Getty Images

Fast 50 Prozent des Einkommens wird einem deutschen Arbeitnehmer laut einer neuen OECD-Studie an Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Nur in Belgien ist der Wert höher. Für den Wahlkampf taugt die Quote aber nur bedingt.

Seite 1 von 30
orthonormalbürger 11.04.2017, 11:11
1. Bevor

hier jetzt wieder konservative Schwarze kommen und uns erzählen wollen das man Steuern massiv senken muss. Das Gegenteil ist der Fall. Wir brauchen massive Steuererhöhungen bei höheren Gehältern ( ab 100k) und massive Steuersenkungen im Niedriglohnbereich. Nur so kann sich Arbeit lohnen für Menschen die täglich schuften um über die Runden zu kommen. Zielführend wäre eine Vermögenssteuer. Eine hohe Steuer auf Börsengeschäfte. Dafür massive Anreize für den Wohnungsbau schaffen und Sozialprogramme einführen. Nur so kann eine faire Umverteilung gelingen.

Beitrag melden
qwertreiber 11.04.2017, 11:13
2. Statistik

Zwei Anmerkungen:
1) Diese Statistik ist nur halbherzig, da sie nicht die wahre Steuerbelastung zeigt, z.B. Umsatzsteuern, ...
2) es fällt völlig unter den Tisch, was man dafür bekommt. Wie wäre es mal mit einer Steuer-/Leistungs-Verhältnisansicht? Bei allen Produkten und Dienstleistungen vergleiche ich ja auch nur dann den Preis allein, wenn die Leistung dieselbe ist. Und in Sachen Leistung und Lebensqualität hat Deutschlan auch einiges zu bieten.

Beitrag melden
conny1969 11.04.2017, 11:14
3. Vize? geht ja gar nicht

Wir können Weltmeister. Bin mir sicher das wir das auch locker in den nächsten Jahren
schaffen werden. Denn Dank der explodierenden Sozialausgaben wird kein Weg an Mehreinnahmen
vorbei gehen. Wir schaffen das.

Beitrag melden
ProDe 11.04.2017, 11:14
4. Einer muss ja bezahlen

nachdem sich der Beitrag der Vermögenden so deutlich reduziert hat über die letzten Jahren - Abschaffung vermögenssteuer, quasi Abschaffung Erbschaftssteuer, Senkung Spitzensteuersatz, Kapitalerträge nur mit 25% usw. und man die Steueroptimierung der Unternehmen in Steueroasen wie Luxembourg oder Niederlanden ja nicht angehen will - muss das Geld eben von den Arbeitnehmern eingetrieben werden....

Beitrag melden
paula_f 11.04.2017, 11:16
5. System der Umverteilung zu wenigen Reichen und intern. Konzernen

die Bankenrettung ist eine Verteilung von Steuergeldern hin zu reichen Spekulanten. Die üblichen Kapitalrenditen größerer Vermögen liegen heute, trotz faktischer Null Zinsen bei etwa 5%. Erwirtschaftet beispielsweise durch die Wohnungswirtschaft bei der jetzt private Investoren die Daumenschrauben anziehen, oder erwirtschaftet mit Hilfe von Beteiligungen an immer größer werdenden international operierenden Konzernen die Gewinne nur noch an Aktionäre ausschütten und Steuern weitgehend vermeiden. Das Resultat das vor allem Arbeitnehmer ein immer höherer Arbeitsdruck trifft und immer höhere Steuern fällig werden.

Beitrag melden
tomxxx 11.04.2017, 11:17
6. Und wieso ist es die Rolle der OECD das zu kritisieren?

Das ist die Entscheidung der Familien, ob das jetzt manchen in der OECD passt oder nicht. Die OECD sollte sich auf die Themen konzentrieren, die in der internationalen Zusammenarbeit eine Rolle spielen...
Sehr komisch kommt mir der Ansatz vor, dass man sich in Deutschland nicht so sehr privat um seine Vorsorge kümmern müßte, weil das Sozialsystem so gut wäre... wenn man da das aktuelle Leistungsniveau nimmt, mag das stimmen, wie wir in 20 Jahren dastehen... steht aber auf einem ganz anderen Papier. Mexico hat glaube ich zumindest kein Demographieproblem...

Beitrag melden
Pralle 11.04.2017, 11:18
7. Irgendwo muss ja Deutschland führend sein.

Es ist führend in der Ausplünderung der Wertschöpfer.

Und führend in der Anzahl ausländischer Menschen in der Sozialhilfe.
Der Zusammenhang ist wohl verständlich. Wer Steuergelder für die Armen der Welt ausgibt, muss das Geld von den Wertschöpfern holen.

Beitrag melden
kuschkusch 11.04.2017, 11:18
8.

Das sind alles keine neuen Zahlen, sondern schon lange bekannt! Zählt man die indirekten Steuern noch dazu, dann fängt man erst irgendwann Mitte/Ende September eines jeden Jahres an wirklich eigenes Geld zu verdienen. Die Zeit von Januar bis dahin arbeitet man in Deutschland nur für andere. Leistung lohnt sich einfach nicht mehr in diesem steuern- und abgabengeilen Land.

Beitrag melden
f_eu 11.04.2017, 11:20
9.

""Weil die Abgabenlast in Österreich jedoch im selben Zeitraum deutlich sank, rückte Deutschland vom dritten auf den zweiten Platz auf.""

Zudem bleibt den Österreichern im Alter deutlich mehr. Dort sind die Renten im Vergleich etwa 8oo,-- Euro höher.

Beitrag melden
Seite 1 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!