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Abgaben-Debatte: Deutschland ist Vizeweltmeister beim Steuernzahlen
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Fast 50 Prozent des Einkommens wird einem deutschen Arbeitnehmer laut einer neuen OECD-Studie an Steuern und Sozialabgaben abgezogen. Nur in Belgien ist der Wert höher. Für den Wahlkampf taugt die Quote aber nur bedingt.

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Nordstadtbewohner 11.04.2017, 11:21
10. Standortfaktor - Standortnachteil

Die hohe Steuern und Abgabenlast wirkt sich mittel- bis langfristig negativ auf den Standort Deutschland aus. Er begünstigt das Abwandern von Fachkräften und hält ausländische Fachkräfte davon ab, nach Deutschland zu kommen.

Es sollte im Interesse aller sein, den überbordenden Sozialstaat zurückzufahren, um den (jungen und gebildeten) Menschen mehr Möglichkeiten zur Gestaltung der eigenen Zukunft zu geben und zwar vor allem im Bereich der Alters- und Gesundheitsvorsorge. Hier müssen die jungen Menschen andere Personen massiv alimentieren, was so kein Dauerzustand sein kann. Von daher: Steuern und Sozialabgaben senken und ein Rückbau der gesetzlichen Rentenversicherung.

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oliver_st 11.04.2017, 11:21
11. 11.Juli, Steuerzahlergedenktag

Unlängst kam die Sendung "Monitor" beim Vergleich der berühmten Krankenschwester auf eine Steuer-und Abgabelast von 54,3% und die ist seit 1995 gestiegen, damals lag sie bei rund 50%. Der Steuerzahlergedenktag- das ist der Tag bis wann wir quasi nur für den Staat arbeiten- war letztes Jahr so um den 11.Juli! Wir arbeiten also 7 Monate und 11 Tage NUR für den Staat. In der Kaufkraft liegt Deutschland auf Platz 9 in Europa. All das vor dem Hintergrund daß Deutschland DER Exportweltmeister ist, die Wirtschaft blüht und gedeiht und wir fast Vollbeschäftigung haben (sollen)! Erklären Sie mir das bitte, ich versteh es nicht!

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Turin 11.04.2017, 11:22
12. Unvollständiges Bild

Was soll mir das jetzt sagen? Wenn man nur die drei Bereiche anschaut, scheint Deutschland vorne zu liegen.
Na und nun? Wie sieht es mit Unternehmenssteuern, MwSt und anderen aus?
Nur wenn man sich die Gesamtbelastung anschaut, könnte man irgendwelche Aussagen treffen.

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wunni2010 11.04.2017, 11:24
13. Kein Wunder !

Kein Wunder das die deutsche Bevölkerung auf keinen grünen Zweig kommt . Sie kann sich kein Wohneigentum leisten und bekommt trotz der hohen Abgaben keine Rente die zum Überleben reicht . Ich bin gespannt wie der heilige St.Martin seine Gerechtigkeitsidee umsetzen will ?

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tomxxx 11.04.2017, 11:24
14. Übrigens...

die OECD kritisiert die im Vergleich zu hohen Sozialabgaben in Deutschland (und die Art der Erhebung für Geringverdiener). Das war aber wohl gegen den Mainstream des Autors?

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mali123 11.04.2017, 11:24
15. Absolut richtig!

Zitat von orthonormalbürger
hier jetzt wieder konservative Schwarze kommen und uns erzählen wollen das man Steuern massiv senken muss. Das Gegenteil ist der Fall. Wir brauchen massive Steuererhöhungen bei höheren Gehältern ( ab 100k) und massive Steuersenkungen im .....
Der Beitrag könnte genauso auch von mir sein! Wir brauchen eine Steuererhöhung bei den Vermögenden. Das Ganze ist einfach nur ein Ablenkungsversuch, denn wenn die Steuern gesenkt werden, dann meist bei Allen. Davon profitieren die Reichen überproportional.

Oft fällt der dumme Michel auf sowas hinein.
Was wir brauchen ist eine Steuererhöhung insbesondere bei den Vermögenden. Dann können wir im umgekehrten Fall die Steuern locker für die unteren Schichten senken und hätten sogar noch mehr Steueraufkommen für z.B. Schwimmbäder, Bibliotheken, Schulen, Kindergärten, Straßenbau, den sozialen Wohnungsbau.....

Das wäre ein Schritt zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Eine Steuersenkung für Alle wäre falsch.

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stefan.martens.75 11.04.2017, 11:24
16. Völlig sinnlose Zahlen

Was steckt hinter den Sozialabgaben der Anderen Länder? Was bekommt man dafür?
Was ist mit den Verbrauchssteuern?
Wie hoch ist der direkte Steuergewinn? ÖPNV, Theater, Kindergeld, Wohnungsbauprämie etc.

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molesman 11.04.2017, 11:27
17. Viele Steuern zahlen ist nicht das Problem...

...was mich fertig macht ist wofür diese verschwendet werden. Und in dem Punkt sind wir mehr als Vize.

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karljosef 11.04.2017, 11:28
18. Unf noch einmal:

Zu hohe Steuern, wie sehr ich diesen Spruch doch aus der Zeit, als die Neoliberalen noch im Wahlkampf waren, liebe.
Und wie sieht die Summe aus Steuern und Sozialabgaben aus?

Ein Arbeitsloser, der kein Hartz erhält, weil er zu viel für's Alter vorgesorgt hat, muss ca. 174 Euro pro Monat in die gesetzliche Krankenkasse bezahlen, auch wenn er keinerlei Einkommen hat.

Man landet also sehr leicht auf einer Belastung, die wesentlich über 100% ist.
Eine Belastung, die die sogenannten starken Schultern nie haben können...

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peter.braehler 11.04.2017, 11:28
19. Lokale Steuern einführen

In Großstädten wie München oder Frankfurt sind die Gehälter für Berufseinsteiger oder halbwegs qualifizierte Fachkräfte in einem Bereich, ab dem schon der Spitzensteuersatz greift. Diese Gehälter sind aber zum Leben dort unausweichlich. Daher wäre es mehr als sozial Abschläge für Großstädte einzuführen.

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