Forum: Wirtschaft
Abgang der Top-Steuerfahnder: Früher gefeiert, heute brüskiert
DPA

Die Steuerfahnder in Wuppertal kauften Steuer-CDs und trieben Schwarzgeld in Milliardenhöhe ein, gestützt von der SPD in Nordrhein-Westfalen. Nun regiert Schwarz-Gelb und deren neue Politik vertreibt die Spitzenbeamten.

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dwg 19.01.2018, 17:31
1.

Die Faktenlage ist auch beim drittren Artikel zu dem Thema so dünn wie beim ersten. Es steht lediglich fest, daß zwei Beamte um Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gebeten haben und einen anzunehmend hoch lukrativen Vertrag bei einer spezialisierten Kanzlei (Deloitte) unterzeichnet haben. Das macht man nur, wenn es sich wirklich lohnt.
Ansonsten ist der Wechsel in die Privatwirtschaft gerade bei den Finanzämter durchaus gängig. Auch mein Steuerberater war beim Finanzamt. Das hat schon mal den Vorteil, daß er weiß wie die "ticken".
Alles andere in den nun drei Artikeln sind Mutmassungen und Häme aus Twittereien von Walter-Borjans und anderen.

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kirsch.bernhard 19.01.2018, 17:31
2. traurig aber wahr

es sollte allen klar sein, dass Steuerhinterziehung und Ausbeutung wirtschaftlich Schwächerer Teil der Liberal-konservativen Ideologie sind. Es gibt zwei Arten von Reichen: die erwischt wurden und die noch nicht erwischt wurden. Schwarz-Gelb möchte nun die beiden gleichbehandeln - auch eine Form der Gerechtigkeit.

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vantast64 19.01.2018, 17:34
3. Dazu paßt gut die geplante Abschaffung des Sozialtickets,

von den Armen nehmen und den Reichen ihr Geld lassen.
Und Spenden an Parteien kann man absetzen, einem armen
Kranken in Afrika zu helfen wird nicht anerkannt.
Der Gesetzgeber hilft hier sich selber, andern wird die Hilfe
verweigert trotz vorhandener Nachweise.
Offenbar sind die meisten Bürger Millionäre, anders ist
das Wahlverhalten nicht zu erklären.

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mghi 19.01.2018, 17:46
4. Blödsinnige Mutmaßungen zum dritten

Die Politik hat in wesentlichen Bereichen der sogenannten hoheitlichen Aufgaben das Personal ausgedünnt, die Bedingungen verschlechtert und die verwaltungstechnischen Aufgaben (letzlich Misstrauen in die eigenen Leute) erheblich ausgeweitet. Dass ein Mitarbeiter bei Deloitte, KPMG und wie sie alle heißen ein mehrfaches verdient als deren Kontrolleure beim Fiskus, oder ein Top Rechtsanwalt, der z.B. die Vorstände der HSH-Nordbank vertritt, einen Tagessatz wie der Richter oder der Staatsanwalt an Monatseinkommen hat, kann eben nicht jeder Top-Beamte gepaart mit den Zwängen des Dienstrechts ertragen. Irgendwann ist eben Schluss. Da sollte man sich mal Gedanken machen, wie man geignetes Personal für öffentliche Aufgaben findet, bzw behält. Gilt übrigens auch für Lehrer und Hochschullehrer insbesondere in den sog MINT Fächern. So jedenfalls wird das nix; denn momentan ist die Politik dabei die Standards, nach denen eingestellt wird, abzusenken (s. z.B. Juristen im Staatsdienst)

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winro 19.01.2018, 17:48
5. Gerechtigkeit

Es gibt ja noch genug ehrliche Steuerzahler und deren Steuern reichen wohl für unsere öffentlichen Ausgaben. Da braucht man die Steuerbetrüger und steuerflüchtigen global agierenden Konzerne nicht mit zu belästigen.

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adal_ 19.01.2018, 17:54
6. Fette Faktenlage

Zitat von dwg
Die Faktenlage ist auch beim drittren Artikel zu dem Thema so dünn wie beim ersten. Es steht lediglich fest, daß zwei Beamte um Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gebeten haben und einen anzunehmend hoch lukrativen Vertrag bei einer spezialisierten Kanzlei (Deloitte) unterzeichnet haben. Das macht man nur, wenn es sich wirklich lohnt...
....oder weil einen der alte Job frustriert, weil die versprochene Beförderung sowie die Unterstützung durch das Ministerium entfällt. Wer nicht nur ärmelschonend herumsitzt, sondern engagiert und erfolgreich arbeitet, will, dass seine Arbeit auch gewürdigt, gefördert und nicht gebremst wird. Das ist nur menschlich, allzumenschlich. Die Faktenlage ist also nicht dünn, sondern ziemlich fett.

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fottesfott 19.01.2018, 17:57
7. Union und FDP...

die Schutzheiligen der Steuerhinterzieher. Das ist weder besonders neu, noch besonders überraschend (Parteispenden aus versteuertem Einkommen sind ja irgendwie auch doof). Dennoch gerade in der aktuellen Situation sehr interessant...

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ich-geb-auf 19.01.2018, 18:00
8. die Kleinen aber verfolgt man bis zum geht nicht mehr..

.. die großen aber lässt man machen...

das hat schon korrupte Auswüchse irgendwie..

ich bitte Spon da weiter zu recherchieren, wer da wo eventuell was verheimlichen, bremsen möchte.

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Wathammerjelacht 19.01.2018, 18:02
9. Vollkommene Verharmlosung des Vorganges:

Zitat von dwg
Die Faktenlage ist auch beim drittren Artikel zu dem Thema so dünn wie beim ersten. Es steht lediglich fest, daß zwei Beamte um Entlassung aus dem Beamtenverhältnis gebeten haben und einen anzunehmend hoch lukrativen Vertrag bei einer spezialisierten Kanzlei (Deloitte) unterzeichnet haben. Das macht man nur, wenn es sich wirklich lohnt. Ansonsten ist der Wechsel in die Privatwirtschaft gerade bei den Finanzämter durchaus gängig. Auch mein Steuerberater war beim Finanzamt. Das hat schon mal den Vorteil, daß er weiß wie die "ticken". Alles andere in den nun drei Artikeln sind Mutmassungen und Häme aus Twittereien von Walter-Borjans und anderen.
Ihren Steuerberater in allen Ehren, aber er ist kein großer Verlust für die Finanzbehörde. Das ist bei Sandra Hörer-Grosjean und Volker Radermacher vollkommen anders. Diese extrem erfolgreichen Top-Mitarbeiter haben dem Land Milliarden gebracht. Solche Leute muss man um jeden Preis halten - und das wäre auch gegangen, wenn man es ausreichend versucht hätte. Solche spezialisierten Mitarbeiter dürfen auch schon mal ein höheres Gehalt/ Entgelt als der Ministerpräsident haben. Aber dafür fehlte wohl der politische Wille, weil das gesamte Projekt auch nicht ins politische Programm der Regierenden passt. So einfach ist das.

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