Forum: Wirtschaft
Abgang der Top-Steuerfahnder: Früher gefeiert, heute brüskiert
DPA

Die Steuerfahnder in Wuppertal kauften Steuer-CDs und trieben Schwarzgeld in Milliardenhöhe ein, gestützt von der SPD in Nordrhein-Westfalen. Nun regiert Schwarz-Gelb und deren neue Politik vertreibt die Spitzenbeamten.

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RRR79 19.01.2018, 18:50
40. ..Rechtsverständnis von "Konservativen"...

"Vor allem im konservativen Lager gab es Kritik am Ankauf von gestohlenen Daten. Auch noch, als die Rechtmäßigkeit längst höchstrichterlich bestätigt wurde."

Man muss leider immer sehr von der unzählige male bewiesenen Tatsache überrascht sein, das "Konservative"eine besonders mangelhaft ausgebildeten Kompetenz und Akzeptanz hinsichtlich Gesetzen, Gerichtsurteilen und Rechtsstaatlichken zeigen - das ist bekanntermaßen für Konservative nur Mittel zum Zweck um die Bevölkerung mit drakonischen Strafen zu unterdrücken, während die Parteigänger machen was sie wollen. Je Rechter desto korrupter, verlogener und ignoranter hinsichtlich Rechtsstaatlichkeit.
Von wegen "law and Order"...

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hosenmatz15 19.01.2018, 18:51
41. Wenn das der Grund ist...

Wenn es nun wirklich damit Zusammenhängt, dass Schwarz-Gelb die Verfolgung von Steuersündern blockieren möchte, fragt man sich schon wieweit Korruption in unserem Land schon geht. Wen soll ich denn in dieser Bananenrepublik noch wählen. Ich bin froh in die Schweiz ausgewandert zu sein, wo das Steuersystem noch deutlich einfacher und gerechter ist und die Mitarbeiter in Behörden und Ämtern deutlich effizienter, freundlicher und motivierter zu Werke gehen. Da wundert es nicht dass diese Herren den deutschen Staatsapparat verlassen.

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horsto 19.01.2018, 18:51
42. Wechsel

Die meisten Finanzbeamten müssen relativ häufig den Arbeitsbereich wechseln. Das dient der Korruptionsprävention. Wenn man zu lange mit denselben "Kunden" zu tun hat, kann sich ein Vertrauensverhältnis entwickeln, in dem sich eher ein Korruptionsfall entwickelt. Außerdem gibt es bei ausbleibendem Wechsel keinen Nachfolger, der eigene Verfehlungen aufdecken könnte.

Das soll keine Widerlegung der Story sein, sondern nur aufzeigen, dass Wechsel innerhalb der Finanzverwaltung die Regel und nicht die Ausnahme ist.

Nicht schlüssig an der Story ist, dass einfach mal behauptet wird, dass die beiden unersetzlich seien. Das ist doch keine Kernphysik! Außerdem ist der größte Benefit der Datensammlung doch wohl die Flut von Selbstanzeigen, die bei Bekanntwerden eines Ankaufs eintritt. Einen Ankauf zu lancieren kann doch nicht so schwer sein.

Es kann natürlich sein, dass ein Politiker den Fahndern eher Steine in den Weg legen als sie wegräumen wollte. Man kann wohl den meisten Politikern beliebige Unzulänglichkeiten zutrauen.

Aber schlüssig ist die Story nicht. Es wäre doch viel einfacher gewesen, den nächsten Ankauf einfach nicht zu genehmigen oder zu verschieben, wenn man denn gewollt hätte.

Für mich schaut's so aus, als wollten die beiden einfach eine gute Karrierechance nutzen, was ihnen gegönnt sei, und als würden nun irgendwelche Kommentatoren versuchen, Profit daraus zu ziehen.

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Siggi_Paschulke 19.01.2018, 18:52
43.

Bei der Entlassung eines Beamten wird m.W. eine Nachzahlung der AG-Rentenanteile in die RV veranlasst, aber das ist eben nur der halbe Anspruch und eher mickrig als eine Pension aus A13 oder A16.
Deloitte muss da betriebsrentenseitig gut austeilen :-)

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specialsymbol 19.01.2018, 18:55
44. Da hat es sie noch gut getroffen

In Hessen wurden zu erfolgreiche Steuerfahnder kurzerhand (in Abwesenheit) für geistig gestört erklärt. Der Grund: sie wollten auch Banken und Konzerne prüfen und sich nicht, wie angewiesen, auf Kleinunternehmer und Selbständige konzentrieren. Die Begründung der Führung: der Aufwand sei zu hoch, man käme gegen die Banken sowieso nicht an.

Pikanterweise war das noch vor Cum-Ex.

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tyll.spiegel 19.01.2018, 18:59
45. Überraschung!

Soso, CDU und FDP schonen Steuersünder, wer hätte das gedacht! Ganz rund wird das Bild, wenn man sich an die Liste der Partei-Großspenden 2017 erinnert: CDU 2,9 Mio. €, FDP 1,9 Mio. €, SDP, Grüne und Linke jeweils Peanuts (max. 300000 €).
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

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derjoey 19.01.2018, 19:01
46.

Zitat von spiegel__hh
Sollen jetzt Steuerfahnder zu geschassten Helden ("legendär für ihren entschlossenen Kampf") stilisiert werde? Steuerfahnder sind lediglich Büttel einer Politik, die bloß "mehr, mehr, mehr" schreit und vor keinen Methoden zurückschreckt, dem arbeitenden deutschen Bürger Steuern abzupressen. Wir brauchen nicht mehr oder tüchtigere Steuerfahnder und mehr Finanzbürokratie, sondern weniger Staat, weniger Steuern und weniger Verschwendung.
Der normale arbeitende deutsche Bürger wird allerdings sehr wahrscheinlich auf keiner Steuer-CD enthalten sein. Und davon ab ist die Aufgabe der Steuerfahnder eben nicht, "Steuern abzupressen", sondern hinterzogenen Steuern nachzuspüren. Der arbeitende deutsche Bürger dürfte also relativ wenig davon betroffen sein.

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eifelginster 19.01.2018, 19:03
47. Steuerfahnder

Ich habe meine früheren Landsleute in NRW schon wegen dieser Thematik nicht verstanden. Wie kann man nur Herrn Laschet wählen! Dass der keine Liechtenstein-CDs mehr kaufen würde, sondern seine steuerphobischen Seilschaften beruhigend und jovial (so ist er nun mal) auf die Schultern klopfen würde, war doch klar. Wir werden noch mehr von dieser Art Information zu hören bekommen. Es gibt auch Juristen, die sich in NRWs Gerichten sehr verdient gemacht haben um die Aufklärung von weißer-Kragen-Kriminalität. Warten wir's ab, was noch alles passiert.

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wi_hartmann@t-online.de 19.01.2018, 19:07
48. Ist doch Standard

Was soll das Gejammer?!
Viele Politiker nutzen die erreichte Popularität um als Lobbisten
mit Gagen im 5-6 stelligen Bereich in die private Wirtschaft zu
wechseln, so auch befähigte Finanzbeamte.
Das Mittelmaß bleibt Staatsbediensteter.

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heinzgünther 19.01.2018, 19:09
49.

Zitat von derjoey
Der normale arbeitende deutsche Bürger wird allerdings sehr wahrscheinlich auf keiner Steuer-CD enthalten sein. Und davon ab ist die Aufgabe der Steuerfahnder eben nicht, "Steuern abzupressen", sondern hinterzogenen Steuern nachzuspüren. Der arbeitende deutsche Bürger dürfte also relativ wenig davon betroffen sein.
Andersrum wird ein Schuh draus.
Die fehlenden Steuern werden von denen geleistet, die sich keine Steuerhinterziehung leisten können. Ergo schadet Steuerhinterziehung den meisten AN. Die Arbeit dieser Beamten hilft demnach dem durchschnittlichen AN.

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