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Abgasdebatte: Warum VW-Chef Diess kein Recht hat zu jammern - obwohl er recht hat
AP

Mit flammenden Worten hat Volkswagen-Boss Herbert Diess die zunehmende Autoskepsis in Deutschland beklagt. In einigen Punkten hat er sogar recht - den Anteil der Branche an der Misere verschweigt er jedoch.

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zudummzumzum 17.10.2018, 18:29
10. Eins fehlt in der Analyse:

Und das ist die unselige Rolle des Staatskonzerns VW samt seiner besonderen Verantwortung. Hätten schon ein Herr Piech und seine Nachfolger postuliert, dass Tempo 150 mehr als genug ist, würde man keine Diesel mit 6 Zylindern und 3-l Hubraum brauchen - und schon gar nicht als Dienstwagen! Aber die 1%-Regelung sorgt für staatlichen Flankenschutz des automobilen Schwanzvergleichs.

Und nein, das E-Auto ist nicht die Alternative, sondern ein Irrweg. Die Zukunft sollte dem Erdgasauto gehören - CNG. Das lässt sich sukzessive durch "Windgas" ersetzen und gleichzeitig die Erneuerbaren speicherbar machen. Und sogar für die Verteilung ist gesorgt. Die Pipelines liegen im Boden und sind viel weniger umstritten als Stromtrassen.

Nur: Viel Geld ist mit einem 75-PS-Polo auf Erdgasbasis nicht zu verdienen, selbst wenn er alle elektronischen Helferlein hat. Wobei wir wieder bei der Dividendenerwartung des VW-Großaktionärs Niedersachsen wären ....

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rab17 17.10.2018, 18:30
11. Nur Politiker sind noch weniger glaubwürdig

Zahlreiche Politiker produzieren noch mehr Halb- und Unwahrheiten und sind deshalb noch weniger glaubwürdig. Vor allem haben Sie es versäumt, oder aus mangelnder Kompetenz nicht verstanden, Gesetze zu machen, an denen man die Automobilindustrie eindeutig messen könnte. Weil juristisch nun nichts geht kommen die Ausflüchte mit der moralischen Verantwortung und den Schuldzuweisungen an die Industrie. Den Durcheinander hat die Politik verursacht, nicht die Industrie. Da darf man Ursache und Wirkung nicht verwechseln.

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btwesten 17.10.2018, 18:30
12. HimmelDonnerWetterNochmal

Dringt das irgendwie nicht durch, ist da Blockade in den Köpfen, oder bin ich der einzige Schmalspurdriver?

Wer, zum Teufel, braucht ein SUV-Hybrid mit 300+ PS?

Genügt nicht ein wesentlich schmaler leistungsversorgtes Fahrzeug für Mutti um die Kleinen in die KiTa oder die Grundschule zu karren?

Und wenn nicht dafür, wer zum dreifach geschwänzten Teufel muß sein Ding in der Kiesgrube vorführen?

Und zum Letzten, warum müssen wir (als einziges Land der Welt) auf den Autobahnen rasen können wie die tanzenden Derwische?

Geht's auch behutsamer, langsamer, der Umwelt angepaßter?

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fjodormichailowitsch 17.10.2018, 18:32
13. Da kommen doch einem die Tränen

sollen doch die Herren Betrüger von VW, Daimler, Opel, BMW usw. doch auf Ihre Boni verzichten, wäre doch mal ein Anfang.
Erstmale einen Wirtschaftlichen Schaden selber anrichten, geschweige vom Volksschaden und den Umweltschäden durch ihre Betrügerei , und dann hier rummaulen weil keiner mehr ein D Auto kaufen will.
Und die Politik deckelt das alles noch statt für die längst fällige Regulierung im Sinne von amerikanischer Wiedergutmachung zu agieren.
Auch die können sich trotten, genau wie die Manager.
Wer das noch nicht kapiert hat, der kann einem Leid tun, nein, nicht wirklich. es gibt ja Alternativen, bezahlbare.
nur nicht bei D Autobauern.

Weiter so, ihr schafft euch selber ab. Gut so.

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rathat 17.10.2018, 18:33
14. Volkswagen sollte ganz ruhig sein.

Eine angemessene Reaktion auf den Diesel Betrug in Europa wären Strafzahlungen gegenüber allen europäischen Staaten, Schadenersatzzahlungen gegenüber den Kunden und Nachrüstungen an den Fahrzeugen, welche der (vor zwei Jahren) aktuellen Abgasnorm Euro 6 und keine Nachbesserung auf Euro 5, gewesen. Allein für Europa hätte Volkswagen mind. 50 Mrd. Euro locker machen müssen. Stattdessen lässt man diesen mafiösen Konzern mit seinen Betrugsmachenschaften immer noch weiter agieren. Selbst die Paten von Comorra und Cosa-nostra ziehen sich aus der Öffentlichkeit zurück.

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Seltenstschreiber 17.10.2018, 18:34
15. CO2, nicht SO2

Wo bitte schön soll denn der Schwefel herkommen? Wenn, dann reden wir über CO2. Hat der Autor da in der Schule nicht aufgepasst oder will da jemand mit Gewalt eine neue Sau durchs Dorf treiben?
Ach übrigens; wo ist eigentlich der Friedhof mit den Opfern der Giftgasmörder? Die vermeintliche Anzahl der Opfer ist doch wohl eher eine statistische Kalkulation.

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besorgtervater 17.10.2018, 18:34
16. Kohlestromquatsch

"Ein hoher E-Fahrzeug-Anteil würde die Umweltbilanz zunächst eher verschlechtern, weil Strom derzeit noch zu wesentlichen Teilen aus Kohle erzeugt wird." Das ist einfach nicht wahr, denn 2017 betrug der CO2-Ausstoß 489g/kWh, Tendenz stark fallend. Es ist auch nicht zu wenig Strom da: Allein mit dem Stromexport aus Deutschland in umliegende EU-Länder könnte man 20 Millionen Elektroautos jeweils 15.000km fahren lassen, dafür muss kein einziges Kraftwerk gebaut werden. (Daten: www.energy-charts.de).

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digitalriver 17.10.2018, 18:36
17. Selbstgerechter Diessel

Jahrelang hat man sich gegen die Übernahme von Verantwortung gesträubt und dabei den Ruf des Dieselantriebs nachhaltig ruiniert. Nebenbei hat man verschlafen, die Abgasreinigung bei diesem rechtzeitig auf den neusten Stand zu bringen. So finde ich immer noch nicht einen Ersatz für meinen Turan Baujahr 2011 mit der Abgasnorm 6d temp. Das Lamento des Herrn Diess kann ich nur als extrem selbstgerecht bezeichnen. Ich fordere die Politik dazu auf, dafür zu sorgen, dass man hierzulande das im EU-Recht seit 2007 verankerte Verbot des Einbaus von Abschaltautomatiken in angemessener Höhe bestraft, hier sind bis 5.000 EUR Bußgeld pro PKW möglich. Davon kann man anschließend locker die Hardwarenachrüstung finanzieren. Die Chefetagen sollten nicht länger mit Samthandschuhen angefasst werden... man sieht wohin das führt. Die Wettbewerbsfähigkeit profitierte davon jedenfalls nicht, das Vertrauen in dieHeimische Autoindustrie ist zerstört.

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exHotelmanager 17.10.2018, 18:37
18.

Demut geht anders. Vielleicht sollte er mal mit seinem nun insolventen Händler Tiedtke in Hamburg reden, der an den nicht werthaltigen Leasingrückläufern und dem wegen fehlender Lieferfähigkeit schleppenden Neuwagengeschäft aufgeben muss.

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sarido 17.10.2018, 18:37
19. Minus 35%

Das wird doch einfach zu schaffen sein, weil der WLTP, wie auch zuvor der NEFZ, eine bestimmte Strecke abfährt. Wird nun eine weitere Reduzierung gefordert wird bei Hybridfahrzeugen der elektrische gefahrene Anteil erhöht. Und somit auch das Gewicht, welches herumgeschleppt werden muss, wenn es doch mal längere Strecken zu fahren gibt, aber auch bei jedem Beschleunigen.

Mein Arbeitgeber hat A3 Hybrid, Prius, i3 und e-Golf als Dienstwagen. Bei den Hybriden liegt der reale Benzinkonsum bei gleicher Fahrweise über dem meines A2 Benziner und zwar erheblich (>0,7l)! Vom Diesel A2 will ich garnicht reden.

Also nur die Reduktion ist meines erachtens nur ein Feigenblatt. Andere Verkehrkonzepte müssen her. Aber solange Umweltverbände auch gegen den Neubau von Bahngleisen kämpfen wird sich die Leistungsfähigkeit, der von mir präferierten Bahn nicht viel tun.

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