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Abgasdebatte: Warum VW-Chef Diess kein Recht hat zu jammern - obwohl er recht hat
AP

Mit flammenden Worten hat Volkswagen-Boss Herbert Diess die zunehmende Autoskepsis in Deutschland beklagt. In einigen Punkten hat er sogar recht - den Anteil der Branche an der Misere verschweigt er jedoch.

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kraus.roland 17.10.2018, 18:37
20. Herr Diess fährt aus der Haut,..

..aber er macht seine Schularbeiten nicht! Sein Konzern bietet die Hybridtechnologie dort an, wo sie sinnlos ist: nämlich im zu grossen und zu schweren Luxussegment mit viel zu starken Motoren und idiotischen Spitzengeschwindigkeiten. Wenn Herr Diess samt Kollegen so weitermachen, werden sie mitsamt ihrer ungezogenen Kundschaft untergehen.

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enoughnow 17.10.2018, 18:38
21. Gestriges laesst grüssen

haben die nich nicht bemerkt, dass die jungen Menschen, insbesondere im urbanen Raum, andere Prioritäten haben? Die Zeit der irrsinnigen Statussymbole ist vorbei.

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drogitobi 17.10.2018, 18:39
22. Der Autor übersieht mal wieder...

Der Autor übersieht mal wieder, dass die strengeren Grenzwerte den Herstellern helfen, konkurrenzfähig zu bleiben. Die deutschen Autohersteller sind Dinosaurier, die ohne Druck durch die Dieselaffäre und die neuen Regelungen noch die nächsten 20 Jahre ausschließlich ihre ihre spritverbrennenden Dickschiffe bauen würden. Danach könnten Sie dann den Laden dichtmachen, weil auch hiesige Kunden nur noch innovative Elektrofahrzeuge von Tesla und aus China kaufen würden.

Viele Jahre haben Sie behauptet, dass eine ordentliche Abgasreinigung gar nicht möglich wäre und kurz nach dem Dieselskandal stellt Bosch dann eine Abgasreinigungsanlage vor, die in allen Fahrsituationen die Grenzwerte einhält.
Ohne Tesla würden VW & Co immer noch behaupten, dass ordentliche Elektrofahrzeuge nicht zu bauen wären. Jetzt auf den öffentlichen Druck hin, und nachdem sie durch den CO2-Flottenverbruch dazu gezwungen werden, können SIe das plötzlich doch so langsam.

Die deutschen Hersteller haben Sie oft genug bewiesen, dass sie sich ohne staatlichen Druck das tote Pferd so lange reiten würden, bis es viel zu spät wäre...

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e-mobiler 17.10.2018, 18:40
23. Dieseltote sind real

Lassen Sie sich doch einmal eine Karte ausdrucken mit den Wohnorten der Menschen, die drei oder mehr Jahre vor Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung an Lungenerkrankungen sterben. Frappierend oft in der Nähe von Kreuzungen von Hauptverkehrsstraßen.
Nicht nur in Innenstädten, sondern auch in Randbereichen mit Berufsverkehrsstau.

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hreisslein 17.10.2018, 18:40
24. VW soll nicht jammern

sondern soll mir auch 10.000 Euro zurückgeben, so wie sie meinen Freunden in USA 10.000 Dollar ohne Aufforderung überwiesen haben. Solange nie wieder ein Auto von VW bzw. VW Konzern. 2007 hat bereits die Politik eine Ende des Verbrenners für 2020 angestrebt ( Söder, CSU). Mehr als 10 Jahre die Entwicklung einfach verpasst. Schadstoffe sind die eine Sache aber die Autos stinken mehr als noch vor 10 Jahren und der Verbrauch wurde auch nicht gesenkt, nur geschönt. Warum sollte irgendjemand auf die dumme Idee kommen noch immer einen Diesel-PKW zu kaufen. Warum hat den VW kein Geld für Infrastruktur ausgegeben? Tesla hat das doch auch gekonnt. Alles Geld den Aktionären zu Lasten der Kunden. Nicht mit mir.

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torben42 17.10.2018, 18:41
25. Diess und das....

Da ruft der Brandstifter selbst am lautesten, dass es brennt. VW und Konsortien haben ihre Dieselkäufer schlichtweg betrogen, etwas mehr Demut wäre da angebracht.

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leradin 17.10.2018, 18:42
26. Konzeptfreie Manager

Auch wenn einzelne Aussagen von Herrn Diess in der aktuellen Gegenwart wohl korrekt sind, so lässt sich der gesamten Industrie um den individuellen Verkehr doch vor allem eines vorwerfen: Konzeptfreies auslutschen eines bis dato erfolgreichen Geschäftsmodells inkl. der aktiven Behinderung von alternativen Verkehrskonzepten. Dabei ist es erst mal zweitrangig, ob hier dann mit Verbrennungs- oder Elektroantrieben gearbeitet wird. Alleine die Verhinderung von einem flächendeckenden Tempolimit (ja, ja, die Raser der Nation werden aufheulen) ist so ein Ansatz.
Auch ich denke, dass die Verwerfungen in der Autoindustrie unschöne Auswirkungen haben wird. Nur das wird keiner mehr aufhalten. Die Frage ist dann nur, wer hier vorne mit dabei sein kann. Die Kutschenhersteller des 19 Jahrhunderts waren es nun mal nicht, die mit dabei waren.
Vielleicht dann doch eher die die Deutsche Post, wenn sie nicht zu früh abspringt und mutig genug ist, mit anderen Zustellern bei der Logistik zu kooperieren. Weniger Fahrzeuge bei der Zustellung und dann noch selbst hergestellt mit Elektroantrieb. Da schauen dann alle anderen wir Mercedes und VW in die Röhre ...
Den künstlichen Hype um die Elektro-Dickschiffe wie eTron und Co. ist echt ermüdend. Sowas braucht man nicht und sieht eher aus wie eine Kutsche mit aufgeschnalltem Dampfkessel.

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pitt68 17.10.2018, 18:44
27. NOx, SO2, NO2 oder was denn nun?

Im Kern ein guter Kommentare. Nur geht es mit den chemischen Kürzeln etwas durcheinander. Warum nicht einfach mal sagen wie es ist: 20 Jahre war das Ziel den Verbrauch (CO2) zu senken. Nun sollen die Emissionen (u.a NOx) runter. Weniger Verbrauch bedeutet aber mehr Emissionen, da der Sprit unsauberer verbrennt. Emissionen runter bedeutet aber mehr Verbrauch, da man den Sprit wieder „sauberer“ verbrennen muss. Vergleichbar (technisch nicht ganz korrekt) mit einem Kamin: Bei wenig Luftzufuhr brennt das Holz langsamer, es rust aber dafür massiv. Luftzufuhr hoch, und schon verbrennt das Holz „sauberer“, aber eben auch schneller. Das ist mit Diesel und Benzin ganz ähnlich. Was will man also? Beides parallel wird nicht gelingen. Das nennt man Physik.

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qjhg 17.10.2018, 18:44
28. Herr Diess hat Recht.

Die Medien mit ihren undifferenzierten Beklagen der Autoindustrie Schäden nicht nur der Branche, sondern dem wirtschaftlichen Standort Deutschland, mit den negativen Folgen hoher Arbeitslosigkeit sowohl in der Autobranche als auch allen davon abhängigen Wirtschaftszweigen! Augenmerk sollte daher mehr den Kriminellen Elementen in den einzelne Firmen gewidmet werden, damit sie für Ihre Taten auch schnellstmöglich dafür gerichtlich belangt werden . Seit Aufdeckung des Dieselbetruges wird es Zeit für entsprechende Anklageerhebungen. Es kann nicht sein, dass wegen dieser Kriminellen alle bänderten Beschäftigten in Unruhe versetzt werden.

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rfriedfe 17.10.2018, 18:45
29. Na ja, ganz so ist es nun auch wieder nicht

Also, dass die armen Automobilhersteller einen Teil ihrer Rekordgewinne investieren müssen ist klar,
das muss jeder Unternehmer, der auch in der Zukunft wettbewerbsfähig sein möchte. Weiterhin kann man ja auch von einem Investitionsstau reden, da man in der Vergangenheit ja lieber das gebaut - und damit gut verdient hat, was bereits da war. Die Investitionen in immer weitere Leistungs- und Gewichtssteigerungen waren relativ gering.
Die CO2 Ziele wären sehr wohl zu erreichen, jedoch nicht auf dem aktuellen Wege.
Gerade haben Mercedes und Audi stolz ihre ersten E-Mobile vorgestellt, die kleinste Kiste hatte knapp über 400PS und weit über 2 Tonnen Gewicht hatten alle. Na ja, auf jeden Fall werden sie ja jetzt steuerlich gefördert,
da kann man sich das leisten.
Bei den neuen Modellen mit Verbrennungsmotoren die vorgestellt werden, gehen die Leistungen ja mittlerweile bis weit über die 500PS.
Gebraucht werden kleine leichte Fahrzeuge mit geringeren Leistungen und hohem Elektrifizierungsgrad (48V)
die erschwinglich sind und somit die Masse erreichen.

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