Forum: Wirtschaft
Abgasskandal: 19.000 weitere Diesel-Kunden klagen gegen Volkswagen
DPA

An Gerichten in ganz Deutschland ringt VW mit Dieselbesitzern. Nun legt der Rechtsdienstleister MyRight nach. Er klagt nach SPIEGEL-Informationen für weitere Autobesitzer auf rund 500 Millionen Euro Schadensersatz.

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alterknacker54 12.12.2018, 12:08
10. Schaun mer doch erstmal

Regt Euch ab: Endlich wird jetzt hoffentlich auch mal in Deutschland dieser Skandal juristisch abgearbeitet - das ist höchste Zeit, nachdem sich unter dem Schutz der Politik VW jahrelang drumherum gedrückt hat. Das sollten wir sowieso unseren sog. Eliten nie vergessen: Dass sie uns nach Strich und Faden betrogen und beschixxen haben, ohne dafür bis heute mit irgendwelchen Konsequenzen rechnen zu müssen: Michel kauft weiterhin in großem Umfang Produkte dieses betrügerischen Unternehmens (sic!) und wählt weiterhin die Partei dieser grandiosen Verkehrsminister, die bei diesem Betrug zwar nicht unbedingt aktiv mitgewirk haben, aber zumindest ihn durch ihre Unfähigkeit (das möchte ich zu deren Gunsten mal unterstellen...) ermöglicht haben.
Jetzt wird das ganze endlich mal vor die Gerichte kommen - was macht der Deutsche Michel? Er fordert, der DUH ihre Gemeinützigkeit abzuerkennen, er jammert, dass der betrügerische Konzern möglicherweise Schaden nehmen könnte, wenn er zur Rechenschaft gezogen würde - was bis heute nur sehr rudimentär geschehen ist.
Nein, so werden wie nie zu unserem Recht kommen - von Wohlfahrt ganz zu schweigen. Da sind die "Gelben Westen" in Frankreich schon weiter - und sie sind weiter gekommen!

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GMA 12.12.2018, 12:08
11. vertrauensbildende Maßnahme, läuft bei mir bald ab und AGR rasselt...

Das genau ist der Schaden:
- alle 180km röhrt und stinkt jetzt unser Auto vorm Haus - PEINLICH
(DSG schaltet in dieser Zeit extrem bescheiden, 2er Gang von 7 in 30er Zone)
- AGR schon einmal gestorben (86TKM,6TKM nach Update). Das dem vorangehende Rasseln fängt schon wieder an und 2 Jahre nach Softwareupdate bald um. 1200 Euro Kosten ohne Kulanz werden wohl kommen
- die Injektoren werden nun anders angesprochen und verrecken laut Foren jetzt wohl auch häufiger....das würde noch teurer.

Keinen Schaden hätte ich , wenn ich nicht 5x pro Tankfüllung freibrennen müsste und AGR und Injektoren nicht mehr, als ursprünglich designt, belastet würden
Fahrverbot wird mich in FFM auch treffen, kann aber wohl fairerweise nicht komplett VW zugerechnet werden.

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cabeza_cuadrada 12.12.2018, 12:10
12. gefährdet und getötet

Zitat von KaWeGoe
die Vorbereitung eines Terror-Anschlags bedeutet das: Ein Bankräuber wurde gefasst - seine Beute sichergestellt und an die Bank zurückgegeben. Ein Einbrecher wird auf frischer Tat ertappt - der Einbruch wurde ....
das ist einfach nur populistisches Geschwurbel. Jeder der einen Gasherd (geschlossen Raum) betreibt oder gerne mal eine Kerze anzündet setzt sich dem Vielfachen NOx-Wert aus. Aber diese Wahrheit passt sicher nicht zu ihrer Ideologie, also wird jedes mal von Neuem dieser Unfug behauptet.

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alterknacker54 12.12.2018, 12:13
13. Zumindest

Zitat von ich2010
super, so langsam haben wir amerikanische Verhältnisse. Dubiose Kanzleien oder "Rechtsdienstleister" kassieren ab. Die Argumentation des Rechtsdienstleisters ist sehr dünn.
ist VW in den USA gezwungen worden, die betrogenen Kunden zu entschädigen - DIESE amerikanischen Verhältnisse hätte ich auch sehr gerne hier! Hier aber zeigt sich der Troll, der gegen "dubiose Kanzleien" hetzt. Was soll das? Es wird Zeit, die Gelben Westen aus dem Kofferaum zu holen...

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GMA 12.12.2018, 12:18
14. Nachtrag zum Freibrennen alle 180 statt 900km

Wieviel Intelligenz (Ironie) in der Software steckt, kann man gut an den DPF Freibrennzeitpunkten ablesen. Laut Foren (und so ist es auch bei mir) beginnt der Prozess nämlich auch bei kaltem Motor.
Sicherlich für Haltbarkeit und Umweltschutz ganz ganz toll. Es wundert mich, warum das ADAC und Co. noch nicht aufgegriffen haben.

In meinem Fall (ich wohne in 30er Gebiet) startet das Freibrennen auf der 1km Fahrt bergab zum Kindergarten. Wenn ich regelmäßig 4x die Woche auf AB fahre, warum nicht dann, wenn der Motor warm ist?
Und ja, ich habe das genau so moniert. Es hat sich nach Updates aber nichts geändert.

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thorsten35037 12.12.2018, 12:23
15.

Ich bin absolut dagegen, dass sich Dieselfahrer jetzt als Opfer stilisieren können. Der Dieselantrieb steht seit sehr langem in der Kritik wegen seiner Schadstoffemissionen und die Leute, die sich jetzt "betrogen" fühlen kann ich nicht mehr ernst nehmen. Sie haben Jahre; wenn nicht Jahrzehnte Fahrzeuge bewegt, die buchstäblich "stinken" und dennoch steuerbegünstigt sind, und führen sich jetzt als Gutgläubige auf, die einem bösen Konzern auf den Leim gegangen sind. Der ADAC und andere Auto-Zeitschriften haben seit vielen Jahren darauf hingewiesen, dass sowohl etwas mit den Normverbräuchen als auch dem Abgasverhalten etwas nicht stimmt. Die Stimmen wurden leider von der Politik nicht ernstgenommen, solange bis uns die Amerikaner vorführen mussten. Dennoch bin ich absolut dagegen, dass VW (ich bin weder Mitarbeiter noch Aktieninhaber) jetzt durch absurde Schadenersatzforderungen in die Krise geklagt wird. VW ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und ein Aushängeschild der deutschen Industrie, und ich möchte nicht, dass der Konzern durch die Egomanie bestimmter Dieselfahrer in Existenznöte gerät. Dann zahlen nämlich alle Bürger die Zeche.

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panzerknacker 51 12.12.2018, 12:27
16. Noch eins draufgesetzt

Zitat von ich2010
super, so langsam haben wir amerikanische Verhältnisse. Dubiose Kanzleien oder "Rechtsdienstleister" kassieren ab. Die Argumentation des Rechtsdienstleisters ist sehr dünn. Wenn man in der Lage ist objektiv und sachlich zu denken fällt es schwer einen "Schaden" zu beziffern. Fakt ist, es wurde ein Stück Software installiert, dass die Abgasreinigung illegalerweise abgeschaltet hat. Dieses Stück Software wurde entfernt und somit entspricht der Wagen den zum Zeitpunkt der Typzulassung geltenden Vorschriften (das hat mit den heutigen Grenzwerten NICHTS zu tun! Das ist eine andere Baustelle). Nach dem Update ist der Wert des Fahrzeugs eben nicht Null. Wo liegt der Schaden, wenn die Software entfernt wurde? Wenn dem Besitzer nach Entfernen der Software ein nachweislicher Schaden entsteht, z.B. verfrühter Verschleiss, höherer Verbrauch, der eindeutig dem Entfernen des Updates zuzurechnen ist. Ob man hier einen Wertverlust geltend machen kann ist imho sehr schwierig, da ja alle Diesel betroffen sind. Und zwar nicht nur aufgrund der VW Problematik sondern wegen der Fahrverbote und strengen Grenzwerte. Man müsste dazu erstmal zweifelsfrei nachweisen, dass der Wertverlust bei den Betrugsdieseln höher ist als bei allen anderen, die keine Betrugssoftware installiert haben. Das dürfte schwierig werden. Aber jaja, ich weiss - jeder schaut beim Kauf des Autos nur auf die Abgaswerte und ist natürlich der Betrogene. Hätte ich einen VW Diesel würde ich wahrscheinlich auch klagen. Aber nicht weil ich mich betrogen fühle, sondern weil's evtl. Kohle gibt.
Ich wohne im Randgebiet von Köln. Wenn ich in die Stadt will, nutze ich regelmäßig den ÖNV. Da jetzt gerade ein Autokauf ansteht, gucke ich nach einem der vielen Dieselfahrzeuge, die jetzt wie Sauerbier angeboten werden. Es gibt also auch Vorteile bei dem ganzen Vorgang.

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schnubbeldu 12.12.2018, 12:29
17. Ihren Einwand in allen Ehren, ...

... allerdings, und dies können Sie nicht abstreiten, hat die Motorvariante EA189 des VW-Konzerns einen erheblichen Imageschaden erlitten, der den Wiederverkaufswert erheblich, schätzungsweise ca. 20% vom Neuwagenpreis, gesenkt hat. Als Besitzer und zukünftiger Verkäufer wird man genau mit dieser Thematik immer wieder beim Verkauf konfrontiert und letztendlich kann man Fahrzeuge, auch wenn die Software geändert wurde, nur mit Preisabschlag veräußern. Von den blöden Bemerkungen im Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis ganz zu schweigen. Verachtende Blicke und Kommentare haben die Besitzer dieser Modelle ungewollt erhalten.

Was die anderen Foristen im Bezug auf Strafverfolgung von Einbrechern, Bankräubern, Dieben, etc. schreiben ist ebenso vollkommend richtig. VW hat sich hier der Verantwortung zu stellen und teilweise auch Entschädigung aufzubringen. Vom eigenen Imageschaden abgesehen, aber da kann man nur sagen "selber schuld".

Was Sie aufgreifen im Bezug auf die Diesel- und Stickoxidproblematik kommt dank VW und der Haltung der Regierung onTop dazu, ist aber in diesem Fall nicht VW anzulasten, aber auch nicht entlastend.

Wer "legale" Mittel einsetzt, wie es natürlich andere Hersteller im Bezug auf Thermofenster etc., kann natürlich nicht geahndet werden weil hier die gesetzliche Lage dies ermöglicht. Ist genauso wie bei der Steuer, wer es sich leisten kann entsprechende Finanz- und Rechtsberater zu bezahlen, findet in diesem Wulst entsprechende Schlupflöcher. Da ist die Gesetzgebung gefordert, aber bei der "Strafverfolgung" wie für Bankräuber, Diebe, Einbrecher, etc. ist nun mal die Justiz zuständig und am Ende steht ein Urteil, dass der Rechtssprechung für oder wieder VW entspricht.

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benmartin70 12.12.2018, 12:40
18.

Zitat von cabeza_cuadrada
das ist einfach nur populistisches Geschwurbel. Jeder der einen Gasherd (geschlossen Raum) betreibt oder gerne mal eine Kerze anzündet setzt sich dem Vielfachen NOx-Wert aus. Aber diese Wahrheit passt sicher nicht zu ihrer Ideologie, also wird jedes mal von Neuem dieser Unfug behauptet.
Es ist doch aber auch vollkommen wurscht - solange aus dem Auspuff nicht nur reine Luft oder Wasserdampf rauskommt wird ein potentieller Schaden verursacht.
Es gibt Gesetzte und Richtwerte, da s ist erstmal gut.
Verstösst man gegen diese UND betrügt die Kunden hat man unterm Strich nichts besseres verdient als bestraft zu werden.

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benmartin70 12.12.2018, 12:42
19.

Zitat von thorsten35037
Ich bin absolut dagegen, dass sich Dieselfahrer jetzt als Opfer stilisieren können. Der Dieselantrieb steht seit sehr langem in der Kritik wegen seiner Schadstoffemissionen und die Leute, die sich jetzt "betrogen" fühlen kann ich nicht mehr ernst nehmen. Sie haben Jahre; wenn nicht Jahrzehnte Fahrzeuge bewegt, die buchstäblich "stinken" und dennoch steuerbegünstigt sind, und führen sich jetzt als Gutgläubige auf, die einem bösen Konzern auf den Leim gegangen sind. Der ADAC und andere Auto-Zeitschriften haben seit vielen Jahren darauf hingewiesen, dass sowohl etwas mit den Normverbräuchen als auch dem Abgasverhalten etwas nicht stimmt. Die Stimmen wurden leider von der Politik nicht ernstgenommen, solange bis uns die Amerikaner vorführen mussten. Dennoch bin ich absolut dagegen, dass VW (ich bin weder Mitarbeiter noch Aktieninhaber) jetzt durch absurde Schadenersatzforderungen in die Krise geklagt wird. VW ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und ein Aushängeschild der deutschen Industrie, und ich möchte nicht, dass der Konzern durch die Egomanie bestimmter Dieselfahrer in Existenznöte gerät. Dann zahlen nämlich alle Bürger die Zeche.
Kurz, dann hätte VW nicht betrügen dürfen. Größter Arbeitgeber und "Aushängeschild" wäre ansonsten ein Freifahrtschein für alles?
Und wie war das mit dem Verkauf der Nichtserienfahrzeuge?

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