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Abgasskandal: Privatanleger fordern von VW 8,2 Milliarden Euro
REUTERS

1400 Schadensersatzklagen gegen VW sind beim Landgericht Braunschweig eingereicht worden. Streitwert: 8,2 Milliarden Euro. Um die Akten abzuarbeiten, stockt das Landgericht das Personal auf.

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hapebo 21.09.2016, 13:10
1. Pleite?

Wenn die Forderungen so weiter gehen,ist es nur noch eine Frage von Zeit wann VW Insolvenz anmeldet,was im übrigen nicht der schlechteste Weg wäre, um allen geldgeilen Parasiten eines auszuwischen,den diese Brüder haben nur ihre Dollarzeichen in den Augen.Im übrigen ist dies ein Beispiel was uns mit TTIP blüht, da werden von den Amis ganze Volkswirtschaften vernichtet und das ist das eigentliche Ziel dieses Abkommens und es erstaunt ,wer für dieses ist,na wer wohl?

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Kometenhafte_Knalltüte 21.09.2016, 13:33
2. Witzig!

Schon irgendwie witzig.

Dank des Wertpapierhandelsgesetz kann ein Aktionär hier nun klagen, obwohl ihm das Risiko eines Totalverlustes seiner Geldanlage bewusst sein sollte (er ist schließlich Teilhaber eines Unternehmens, was auch bankrott gehen kann).

Ein deutscher Käufer (nicht die amerikanischen), welcher aufgrund des Abgasbetruges eine Wertminderung auf seinen gekauften VW erfährt, wird lediglich mit einer Nachbesserung des Motors abgefertigt. Eine Klage auf Schadensersatz wird hier abgewiesen und mangels Erfolgsaussichten auch von keinem Rechtsschutzversicherer getragen. Und das trotz Verbraucherschutzgesetz.

Komische Welt.

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warlock2 21.09.2016, 13:34
3. Nur einmal so nebenbei!

Könnte mal jemand ausrechnen wie viele Menschen im Jahr durch Schusswaffen sterben und könnte man das nicht der Waffenindustrie zu lasten legen? Wenn ich mir am Feuerzeug die Finger verbrenne, kann ich dann den Hersteller verklagen? ... Ist Aktienkauf ein Glücksspiel?

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Lesenkönner 21.09.2016, 13:56
4. Ziemlich viel Unfug...

...der hier direkt zu Anfang schon geschrieben wird. TTIP hat nun mal gar nichts mit den vorliegenden Klagen zu tun. Die Klagen wurden nach geltndem Recht bei einem staatlichen Gericht erhoben. Das gab's schon immer ...ob mit oder ohne TTIP und wird es immer geben. Und Aktienkäufe sind genausowenig Glücksspiel wie der Kauf eines Hauses oder eines Handwerksbetriebes. Man erwirbt einen Anteil am Unternehmen und tut dies nach vorheriger Beurteilung der Werthaltigkeit. Wenn da wertrelevante Umstände verschwiegen werden, kann dies selbstverständlich Schadensersatzansprüche auslösen. Oder würde jemand es klaglos hinnehmen, wenn der Verkäufer des Hauses verschweigt, dass die Baugenehmigung fehlt oder zurückgezogen wurde? Na also...

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ptb29 21.09.2016, 14:00
5. Die Gewinne trotz Betrugs haben die Aktionäre gerne mitgenommen

Jetzt jammern sie rum, dass sie Verluste haben. Schon interessant, dass die Aktionäre klagen können, während der betroffene VW-Fahrer auf seinem Wertverlust sitzen bleibt.

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apfelmännchen 21.09.2016, 14:09
6.

Zitat von Kometenhafte_Knalltüte
Schon irgendwie witzig. Dank des Wertpapierhandelsgesetz kann ein Aktionär hier nun klagen, obwohl ihm das Risiko eines Totalverlustes seiner Geldanlage bewusst sein sollte (er ist schließlich Teilhaber eines Unternehmens, was auch bankrott gehen kann). Ein deutscher Käufer (nicht die amerikanischen), welcher aufgrund des Abgasbetruges eine Wertminderung auf seinen gekauften VW erfährt, wird lediglich mit einer Nachbesserung des Motors abgefertigt. Eine Klage auf Schadensersatz wird hier abgewiesen und mangels Erfolgsaussichten auch von keinem Rechtsschutzversicherer getragen. Und das trotz Verbraucherschutzgesetz. Komische Welt.
Die Frage ist: wofür sollen die Halter von schmutzigen Dieselfahrzeugen aus dem Hause VW überhaupt entschädigt werden? Und die Aktionäre - die den Dieselskandal durchaus hätten voraussehen können?

Bis heute ist doch in DE überhaupt nichts zu ihrem Nachteil passiert - keine Fahrverbote, keine Nachrüstungen, die irgendeinen Nachteil für die Halter bringen würden - zB. höherer Verbrauch oder häufigere Wartunsgintervalle - nichts.

Für die wirklich von dem Abgasskandal betroffenen - nämlich die Bürger, die an den vielbefahrenen Straßen leben und den ganzem Dreck einatmen müssen - und die das mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen, interessiert sich bei diesem Schmierentheater niemand.

Konsequent wäre doch: den Stinkedieseln die offensichtlich zu Unrecht erteilte Umwelt-Plakette entziehen, Fahrverbote für die Umweltzonen - und dann können die betrogenen VW-Dieselfahrzeughalter VW auf Schadenersatz verklagen.

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scxy 21.09.2016, 14:10
7. Das ist nicht nebenbei, sondern daneben:

Zitat von warlock2
Könnte mal jemand ausrechnen wie viele Menschen im Jahr durch Schusswaffen sterben und könnte man das nicht der Waffenindustrie zu lasten legen? Wenn ich mir am Feuerzeug die Finger verbrenne, kann ich dann den Hersteller verklagen? ... Ist Aktienkauf ein Glücksspiel?
was erwartet die Autorin/der Autor dieser Zeilen denn für Antworten? Sicherlich kann jemand ausrechnen, wie viele Menschen durch Schusswaffen sterben. Das kann der Waffenindustrie zur Last gelegt werden, aber warum? Verantwortlich ist ja die Person, welche die Schusswaffe bedient. Feuerzeughersteller verklagen geht - wie in allen anderen Fällen - ebenfalls. Die Erfolgsaussichten solcher Klagen sind jedoch unterschiedlich zu beurteilen. Neben einigen formalen Voraussetzungen sollte in materieller Hinsicht geklärt werden, was Ursache fürs Finger-Verbrennen war. Aktienkauf lässt sich als Glückspiel darstellen, wenn man will. Und nun?

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Sixpack, Joe 21.09.2016, 14:14
8. VW Bankrott?

Wäre eigentlich gar nicht schlecht. Dann werden die Konzernchefs sich vielleicht mal hinter den Ohren kratzen bevor Sie auskramen dass Sie unbedingt weltgrösster Hersteller werden wollen.
Und oh ja: bald wird auch Bosch dran sein (zurecht!).

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hru 21.09.2016, 14:21
9. Dennoch...

stellt sich die Frage, wer da gegen wen klagt. Aktionäre gegen ihr Eigentum? Wo soll das Geld den herkommen was sie an Schadenersatz erhalten? Am Ende klagen da große Aktionäre (die es sich erlauben können) gegen kleine (für die es der Mühe nicht wert ist). Ich hoffe das Gericht sieht den Unsinn dieses Vorhabens.
Was anderes ist es gegen die verantwortlichen Manager zu klagen, aber darum geht es ja nicht.

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