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Abgasskandal: Stuttgarter Richter zwingt VW, brisante Dokumente offenzulegen
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Im Skandal um manipulierte Dieselautos geht Volkswagen wo immer möglich in Deckung. Nun muss der Autokonzern Briefe vorlegen, die seinen ehemaligen Chef Winterkorn belasten - auf Anordnung eines Richters in Stuttgart.

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samsix 01.03.2018, 00:35
30. Was wäre wenn

VW kämpft hier um das nackte Überleben. Wenn nachgewiesen wird, dass der Vorstand Kenntnis hatte, dann kämpft dieses Unternehmen um sein überleben. Und natürlich hat das Unternehmen in diesem Fall die Regierung auf seiner Seite. Wer braucht schon hundert tausende Arbeitslose. Zumal wohl - wie es aussieht - alle anderen Dieselhersteller ja genauso betrogen haben.

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flaschengaist 01.03.2018, 00:50
31. Ar

die regierung von niedersachsen sitzt dich im aufsichtsrat. na denn hopphopp. dennoch fragwürdig warum die regierung da drin sitzt und nicht wie angekündigt ein nichtregierungsexperte. http://www.sueddeutsche.de/news/politik/regierung---wolfsburg-niedersachsen-entsendet-althusmann-in-den-vw-aufsichtsrat-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171212-99-249175
aber hier erduldet der staat selbst, wie er hinters licht geführt wird bzw. hinter dem dieselauspuff...

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Stefan_G 01.03.2018, 04:38
32. zu #3

Zitat von Newspeak
"VW allerdings besteht auf dem Standpunkt, dass hier nicht nachgewiesen werden könne, dass der ehemalige Chef die Schreiben detailliert angesehen habe. " Ein Vorstand, der fuer ihn bestimmte Unterlagen nicht liest, handelt im Widerspruch zu seinen vertraglich geschuldeten Pflichten. Es sollte dringend gesetzlich verpflichtend werden, dass solche Memos handschriftlich als gelesen unterzeichnet werden muessen, damit gerichtsfeste Nachweisbarkeiten entstehen. Alles andere ist ein Unding.
Keine Sorge, es gibt diese Konstruktion in der Justiz nicht.
Bei jedem nachweislich übermittelten Dokument (auch z.B. behördliche Bescheide) ist es unerheblich, ob der Empfänger es gelesen hat, er wird behandelt, als kenne er den Inhalt.
Ist auch logisch, weil das Gegenteil nicht beweisbar ist.

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p-touch 01.03.2018, 05:39
33. Komisch

würde ich mich als kleiner Bürger gegenüber eines Gerichtes so aufführen, würde zwei Tage später Polizisten meine Wohnung auf der Suche nach diesen Briefen auf denn Kopf stellen. Und die Ausrede, denn Brief zwar erhalten, aber nicht gelesen zu haben würde auch nicht zählen.

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Ulipol 01.03.2018, 07:20
34. Verstaatlichen

Dieser Konzern gehört zwangsverstaatlicht, in zwei, drei Jahren kann dann die Organisation gesäubert werden.

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touri 01.03.2018, 07:25
35.

Mich wundert nur das VW die entsprechenden Unterlagen nicht schon lange vernichtet hat.

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touri 01.03.2018, 07:30
36.

Zitat von mk1964
Das Schreiben der Anwälte ist doch eigentlich sehr klar formuliert: "dass ... nicht nachgewiesen werden könne, dass der ehemalige Chef die Schreiben detailliert angesehen habe ..." Es ist unwahrscheinlich, dass er sie nicht gesehen hat und die Anwälte behaupten das auch gar nicht erst. Aber es gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung. Da wird der Anwalt Tilp noch um einiges tiefer bohren müssen.
Das witzige an der Sache ist, wenn Sie mir z.B. eine Mahnung per Brief schicken würde (vielleicht sogar per Einschreiben) dann könnte ich mich nicht damit herausreden, dass ich den Brief nie bekommen oder gelesen hätte. Nach in der Regel 3 Tagen gilt ein Brief als erhalten und mögliche damit im Zusammenhang stehende Fristen beginnen zu laufen.

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ganzeinfach 01.03.2018, 07:32
37. Pustekuchen

Wi zum VW Motorenchef: "Ihr habt ein NOX-Problem? Iss doch völlig klar! Schaltet das ganzeinfach ab! Aber zügig! Wozu haben wir denn Software? Na los!" Das kommt der Wahrheit wohl näher: Der ganze Betrug wurde doch von ganz oben diktiert. Die Vertuschung wurde von Anfang an ebenso akribisch durchgeführt wie der ganze Software-Zauber-Code. ganzeinfach

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vici46 01.03.2018, 08:03
38. Abgasdebatte

es wäre für unsere Regierung doch recht einfach - wenn man wollte - die Dieselfahrzeuge im Abgastest unter regulären Bedingungen zu prüfen und bei zu hohen Werten den Hersteller zu zwingen die bei Zulassung des Fahrzeuges gültigen Werte herzustellen. Für die Zeit zwischen erster Zulassung und heute wird dabei einer Strafzahlung von Euro X pro Jahr fällig und die Kosten der Nachrüstung müssen vom Hersteller auch getragen werden.
So würden alle Dieselfahrzeuge nachgerüstet auf den gültigen Wertezustand bei Erstzulassung und allen wäre geholfen.
Gleichzeitig würde die Industrie lernen Betrug wird a) bestraft und b) zahlt sich nicht aus.

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issernichsüss 01.03.2018, 08:10
39. Wie könnte es diese Bundesregierung auch tun?

Zitat von sven2016
Es liest sich so, als ob die VW-Spitze immer weiter lügt und nur nachgewiesene Details zugibt, dann aber wieder eine neue Tarngeschichte startet ("hat er erhalten, aber bestimmt nicht gelesen"). Einsicht sollte man dem Konzern nicht unterstellen. Da hilft nur, nachrüstungsmäßig zur Kasse zu zwingen Nur: welche Bundesregierung könnte das tun?
Wenn doch die mit am Entscheidungstisch sitzenden Lobbyisten ständig und stereotyp soufflieren: "Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, ...wollt ihr doch nicht gefährden? Also haltet mal lieber die Füße still!"?

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