Forum: Wirtschaft
Abgasvorschriften: Fiat zahlt Tesla offenbar Hunderte Millionen für CO2-Ablasshandel
JAKUB KACZMARCZYK/EPA-EFE/REX

Zum Portfolio von Fiat Chrysler gehören viele spritdurstige Autos. Die Emissionsvorschriften der EU haben den Hersteller einem Bericht zufolge veranlasst, einen teuren Deal mit Tesla einzugehen.

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Msc 07.04.2019, 13:57
1.

Falls jemand noch einen Beweis bräuchte, dass die EU nicht in der Lage ist, sinnvolle Gesetze zu erlassen: bitte sehr. Jetzt fließen hunderte Millionen an Kapital aus der EU ab in die USA, damit wir uns die Luft verpesten können ohne den Wortlaut des Gesetzestextes zu verletzen. Bravissimo!

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xbpv060 07.04.2019, 14:07
2. CO2 und Umweltschutz

Hin oder her, da kann jeder seine Meinung dazu haben. Aber hier den Hellcat anzuführen von dem vielleicht 1000 Stück gebaut werden, ist schon lächerlich. Ich bin froh, daß es noch so etwas gibt. Auch bei diesem Thema sollte man aufhören schwarz weiß zu denken und auch andere Ansichten akzeptieren. So ist es für mich eine tolle Sache, dass man momentan einen Chevy Camaro mit V8 in Deutschland für unter 50.000? bekommt. Dir paar Autos tun dem Planeten nichts und wenn Tesla für seine Spielzeugautos dafür bisschen Geld bekommt, ist mir das Recht.

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dirkwerner 07.04.2019, 14:07
3. Einfach nur KRANK

ich hoffe das irgendwelchen Eu Politikern gerade ein licht aufgeht und diese da aktiv werden. Nicht nur das die uns weiter die Luft verpesten nein sie umgehen auch mal wieder Gesetzte durch Schlumpflöcher

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SPONNY7 07.04.2019, 14:13
4. So wird das nichts mit der CO2-Reduktion

Die bestehenden Regeln sind offenbar falsch und nicht zielführend bezüglich einer CO2-Emissionsreduzierung im Verkehrsbereich.
Beim derzeitigen Strommix in D (und EU) stoßen E-Fahrzeuge ohnehin schon mehr CO2/100km aus als sparsame Fahrzeuge mit Verbrennngsmotor und als Fahrzeuge mit CNG-Antrieb unter Berücksichtigung der Bio-Methan-Anteile sowieso.
Und obendrein ermöglichen sie auch noch den Weitervertrieb von Fahrzeugen mit ausgesprochen ineffizientem oder überdimensionierten Verbrennungsmotoren, weil der Eigenverbrauch der E-Fahrzeuge einfach mit "0" angesetzt wird.
Was ein Schmarr'n!
Tja - Ihr Tesla- und übrigen E-Fahrzeug-Fahrer: das gute Öko-Gewissen könnt Ihr vergessen. Indirekt fahrt Ihr genauso schmutzig wie alle anderen auch.
Da hilft auch das eigene Solardach nicht viel, denn so lange dieser Solarstrom zeitgleich nicht überschüssiger regenerativer Strom ist, also mehr als 100% regenerativer Strom im Netz ist, muss der Reststrom eben doch konventionell erzeugt werden.
Und jetzt, Ihr tempus-fugit, SchwäbischeHausfrauen und sonstige Emobil-Haudraufs: fetzt Euch!

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erkelenzer 07.04.2019, 14:14
5. Teslas nicht mehr emissionsfrei

Somit fährt jeder neue Tesla also nicht mehr völlig emissionsfrei, selbst wenn er mit Ökostrom betrieben wird. Sondern läd sich virtuell den Flottenmehrverbrauch von z.B. Jeep Geländewagen oben dauf. Tesla muss es ganz schön schlecht gehen...

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ray8 07.04.2019, 14:16
6. absurd

So werden sich alle freikaufen, die es sich leisten können. Oligarchen mit ihren Megayachten und Privatjets voran. Der Normalo-Bürger darf es zahlen. Genau wie beim Strom. By the way...well done Mr Musk! Was für ein schmutziger Deal!

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Mikle 07.04.2019, 14:23
7. E-Mobilität emissionsfrei

Und unsere Politiker wundern sich über zunehmenden Frust und Ablehnung der brüsseler Politik. Es ist doch geradezu absurd uns erklären zu wollen, dass Autos ohne Auspuffrohr emissionsfrei seien. Die Auspuffrohre der E-Autos kann man quasi massiv gebündelt in den Kohlekraftwerken bewundern.

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vox veritas 07.04.2019, 14:29
8.

Wenn ein solcher Ablasshandel für Politiker der Grünen und deren Flugreisen in den Urlaub in Ordnung sind, warum sollte das nicht auch für die Automobil-Industrie in Ordnung sein?

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zynischereuropäer 07.04.2019, 14:49
9. @Msc

Sie sollten sich lieber niemals mit Handel und Banking beschäftigen, denn da kriegen Sie gleich einen Herzkasper, bei den Summen die aus Europa täglich abfließen...
Wo ist da jetzt das Problem? Das System funktioniert - Co2 ist ein handelbares gut geworden, welches Fiat teuer bezahlen muss. Können die Amerikaner ja nichts für, dass manche Europäer die Entwicklung ein wenig verschlafen haben. Das ist ja ohnehin nur eine Notfallmaßnahme, denn so viele Autos verkauft Tesla gar nicht, als dass Fiat sich daran umweltpolitisch gesundstoßen kann. Also alles im Lot.
Und an alle Kritiker des E-Autos: natürlich ist auch ein E-Auto nicht völlig emissionsfrei, das liegt auf der Hand. Aber a) es ist um Welten effizienter als ein Verbrenner und das immer, im Gegensatz zum Verbrenner der nur in einem kleinen Lastbereich die höchste Effizienz hat (und der nur billig ist, weil die Umweltschäden der Erzeugung und Verbrennung von fossilen Kraftstoffen nicht eingepreist ist), b) ist es viel einfacher im gleichmäßig laufenden Kraftwerk die Emissionen zu vermeiden bzw zu reinigen, nicht wie in tausenden kleinen, mobilen Stationen mit ständig wechselnden Lastzuständen und c) werden E-Autos mit zunehmendem Ausbau der EE täglich sauberer. Kein Verbrenner der Welt schafft das.
Man kann über E-Autos gerne diskutieren, aber man sollte schon bei der Wahrheit bleiben.

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