Forum: Wirtschaft
Abgehängte Regionen: Was die Politik von der Boomstadt Jena lernen kann
Patrick Pleul / DPA

Tut die Politik zu wenig für strukturschwache Regionen? Der Ökonom Oliver Holtemöller erklärt, warum neue Straßen und Schienen für den Osten keine Lösung sind - und was wirklich helfen könnte.

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uh2012 16.09.2019, 12:54
1. Gutes Interview

Vielleicht hilft es vom Alarmismus wegzukommen hin zu einer realistischen Lageeinschätzung, aus der entsprechende Maßnahmen folgen

Aber die AfD wird dies mit Ihrem underdoggeschwurbel schon zu verhindern wissen

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hausfeen 16.09.2019, 13:04
2. Man kann es mit einem Wort ausdrücken: Bildung.

Da ist viel im Argen. Dort wie hier, überall. Die, die sich qualifizieren wollen, scheitern oft an den bürokratischen Strukturen. Die, die in der Bildung stecken, sind oft lustlos, weil am falschen Platz.
Aber wir brauchen doch so dringend gebildete Fachkräfte. Da können wir doch nicht andere Länder ausbluten, nur um z.b. genug Ärzte zu haben, aber selbst sich am ständischen Numerus Clausus festklammern.

Ja, bringt eine Universität in die Lausitz. Wer sagt denn, dass alle Gebäude und der Campus auf einem Fleck sein müssen?

Macht mal eine fette, neue Uni. Eine GANZ neue. Verteilte Strukturen. Kleine Forschungsabteilungen auf dem Land verteilt. Forschen in natürlicher Umgebung statt in Betonklötzen. Das wäre eine Uni, die natürlich, nachhaltig größer und größer werden kann.

Und wenn die Löcher in der Lausiiz erst einmal mit Wasser gefüllt sind, kommen Urlauber, Rentner, Wochenendler in Scharen dazu.

Das wäre z.B. etwas für ein Gemeinschaftsprojekt der Unis Berlin, Dresden und Leipzig. Und ich prophezeie einen riesigen Erfolg.

Und angesichts der studentischen Vielfalt, von der man prima profitiert, verlieren sich dann auch nach und nach die Xenophobien.

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rememberhistory 16.09.2019, 13:16
3. Bildung, Engagement, Ideen, Toleranz + #keinenmilimeternachrechts

Deshalb der Apell an alle Bürger in Ost- und Westdeutschland: Bildung, Engagement, Ideen und Toleranz für Freiheit und Demokratie in jeder Gemeinde, Stadt und Landkreis! Dann wird es auch mit der Zukunft in Deutschland und #keinenmilimeternachrechts

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pebcak 16.09.2019, 13:18
4. Zeiss

Eventuell sollte man bei der Betrachtung beachten, das Zeiss/Jenoptik mit viel Geld nach der Wende "gerettet" wurde und Jena damit zumindest immer ein Standbein hatte. Das trifft auf die meisten Sädte im Osten nicht zu.

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imlattig 16.09.2019, 13:18
5. da scheint...

ja Bodo Ramelow alles richtig zu machen.

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Flitzpiepe 16.09.2019, 13:19
6. So ein Quatsch

Jena war schon zu DDR Zeiten nicht strukturschwach sondern die ganze Optikindustrie um Carl Zeiss und Schott war gepampert. U.a. auch wegen ihrer militärischen Wichtigkeit.
Nach der Wende hat man dort nicht die großen Betriebe platt gemacht. Jena hatte also einen ganz anderen Start nach der Wende als die ganzen anderen Provinzen.

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muunoy 16.09.2019, 13:20
7. Falsche Geisteshaltung in der Politik

Den Aussagen von Herrn Holtemöller stimme ich weitestgehend zu. Ein Aspekt fehlt jedoch: Eine Politik, die freies Unternehmertum für Teufelszeug hält, die Selbständige insbes. im IT-Bereich massiv bekämpft und jeden wirtschaftlichen Erfolg mit maximaler Steuer- und Abgabenlast bestraft, wird niemals einen erfolgreichen Strukturwandel hin bekommen. Wir brauchen endlich wieder Politiker, die sich darauf besinnen, wie das ganze Geld erwirtschaftet wird, welches sie verballern. Noch besser wären Politiker, die selbst schon einmal als Netto-Steuerzahler in der freien Wirtschaft Erfahrungen gesammelt haben.

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ThinkTwice2011 16.09.2019, 13:20
8. Der wichtigste Faktor

...blieb unerwähnt, und zwar das Wirken und Engagement von Lothar Späth für die Region. Er hat die Saat des Erfolges gesät. Wie immer ist auch hier ist der Faktor Mensch entscheidend, auch wenn das die Wissenschaft und die Politik nicht gerne hört.

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msc75 16.09.2019, 13:28
9. Und wo gehen sie dann hin ...

... die fertig Studierten? Dorthin, wo sie für ihre perfekte Ausbildung die höchste Vergütung bekommen. Und das wird nicht die Lausitz sein.

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