Forum: Wirtschaft
Abgelehnte Anträge: Ergo soll ausländische Kunden diskriminiert haben

Egal ob Italiener, Polen oder Russen: Eine Tochter des Versicherungskonzerns Ergo soll Ausländern nach SPIEGEL-Informationen jahrelang Autoversicherungen verweigert haben. "Türken waren als Kunden besonders unerwünscht", berichten ehemalige Vertreter.

Seite 7 von 12
georgia guidestones 24.07.2011, 13:53
60. Die ERGO...

ist ein absoluter Härtefall in der Versicherungsbranche. Ich musste mich 1 1/2 Jahre wegen einer einfachen, berechtigten Zahlung nach einem unverschuldeten PKW Unfall durch vier verschiedene Instanzen streiten. Die persönlichen Frechheiten die ich auf diesem Wege erlebt habe, spotten jeder Beschreibung.

Erst Koks und Nutten, jetzt das. Ein ganz feiner Laden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rockaxe 24.07.2011, 13:53
61. Nur ein Skandal

das ist die tendenziöse Überschrift des Artikels,
den Herr David Böcking (dab) verfasst hat.
Einfach da er sachlich und inhaltlich nicht korrekt ist.
Bekannt war seit Jahren, dass verschiedenste Versicherungen - gerade im KFZ-Bereich - Kunden die aus anderen Länder stammten gerne versuchten abzulehnen.
Dies jetzt der ERGO in die Schuhe zu schieben, nur da diese Gruppe seit einiger Zeit die Dachorganisation einiger dieser schwarzen Schafe ist, sieht eher nach (gesteuerter) Meinungsbildung aus.
Ebenso die Geschichte der "ERGO" und der Sexparty in Ungarn.
Da kann schon eher die Frage aufkommen, wo ist der unabhängige, kritische Journalismus hin entschwunden?
In die Geldbörsen der schreibenden Zunft, nach dem Motto, wer zahlt bestimmt was ich schreibe?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muchacho 24.07.2011, 13:54
62. Tarife

Zitat von württemberger
hier spricht der Versicherungsexperte: Da die Kfz-Haftpflichtversicherung eine gesetzliche pflichtversicherung ist Fahrzeuge in D zuzulassen, sind alle, egal welches Risiko sie darstellen versichert. Und Sie und ich und jeder andere, der ein in D zugelassenes Auto bewegt, zahlt immer mit seiner Prämie auch die anderen Risiken mit. Das ist ja gerade der Sinn einer Versicherung. Also egal ob der von Ihnen unterstellte "hitzige Fahrstil der Süd- Osteuropäer", der jugendliche Leichtsinn und die mangelnde Erfahrung der Fahranfänger, die Autobahn- und Landstrasasenraser, die Vielfahrer, manchmal auch senile Ältere, alle diese sind KFZ-Haftpflichtversichert und Sie tragen alle diese Risiken mit, und zwar un abhängig davon, ob Sie das Wollen oder Nichtwollen. Zitat: "Man kann mit völliger Sicherheit davon ausgehen, das Versicherungen aufgrund ihrer unternehmerischen Tätigkeit gerne JEDEN versichern würden, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist." Das gilt für alle Versicherungssparten mit Ausnahme derer, in denen eine Pflichtversicherung besteht. Sie können ja auch nicht die gesetzliche Rentenversicherung (wenn Sie denn Rentenversicherungspflichtig sind) verlassen nur weil Sie z.B. als Kaufmann den gleichen Beitragssatz zahlen wie sagen wir mal ein Dachdecker, dessen Risiko, vorzeitig in Renten gehen zu müssen, wesentlich höher zu veranschlagen sein dürfte als das Risiko des Kaufmannes. Und Sie zahlen das ja mit Ihrem Beitrag auch mit.
Also bei meiner Versicherung fließen Faktoren wie Alter, Fahrleistung usw. in den Tarif mit ein. Insofern subventioniere ich z.B. keine Fahranfänger mit, diese subventionieren sich über den höheren Tarif selbst.

Bei einem eventuellen Risikofaktor Nationalität ist das natürlich wegen AGB und >>political correctness<< nicht möglich. Also werden solche Kandidaten gar nicht erst aufgenommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GM64 24.07.2011, 13:54
63. Vielleicht war es ja auch ein Segen

Die Humbug Mannheimer hatte doch eh einen schlechten Ruf. Also war es vielleicht ja gut, da nicht versichert zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
württemberger 24.07.2011, 13:54
64. Bei der Sache bleiben

Zitat von richman2
Über das Risiko von Juden im Straßenverkehr weiß ich nichts. Wäre es höher, würde ich eine höhere Prämie verlangen. Wäre es niedriger, würde ich versuchen so viele Juden wie möglich in meine Versicherung zu bekommen. Wo ist das Problem? Kein vernünftiger Mensch sagt (leider wird das selten getrennt) dass jemand mehr Unfälle baut WEIL (mono-kausal verursacht) er Jude oder Moselm oder Christ ist oder WEIL er weiße Haut hat oder WEIL er Türke ist. Es lässt sich aber eine Gruppe identifizieren die sich signifikant vom Durchschnitt unterscheiden und die weisen das Merkmal auf Moslem (beispielsweise) zu sein. Das ist nicht gleichbedeutend mit der Aussage WEIL jemand Moslem ist, fährt er schlechter Auto. WENN das so wäre, müsste jemand ab morgen schlechter Autofahren, wenn er sich als Jude dem Islam zuwendet. Das ist schwer vorstellbar. Nähme ich die türkische Staatsbürgerschaft an, führe ich morgen schlechter Auto. Unsinn. Richtig ist allerdings, dass -- obwohl sich nichts geändert hat -- ich benachteiligt würde. Deswegen ist eine Statistik auch nur eine Statistik. Wenn etwas signifikant ist, ist die Aussage mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht immer richtig. Aber sie ist hinreichend gesichert um dem Gewinn zu steigern. Lange Rede kurzer Sinn: Es geht um kulturelle Ausprägungen verschiedener Kulturräume, die sich in Verhaltensweisen manifestieren und in der Umwelt verschiedene Auswirkungen haben. Wer mal in südeuropäischen Großstädten Autogefahren ist, weiß was ich meine. Warum sollte sich das sofort damit erledigen, dass jemand hier aufwächst? Ich weiß nicht warum -- ich weiß es wirklich nicht -- aber Hartz IV Karrieren und Bildungswege setzen sich in Deutschland auch über Generationen fort. Sprachbarrieren werden (bei einigen nationalitäten mehr, bei anderen weniger bis gar nicht) ebenfalls über Generationen weitergegegen -- warum sollten diese Phänomene vor Aggressivität bei Jugendlichen oder dem (damit eng verbundenen) Fahrverhalten aufhören? In Deutschlands Dunkelsten Tagen hätte man im Übrigen nicht so einfach in einem öffentlichen Medium hierüber streiten können. P.s. Wenn Sie mich auffordern "ein Mensch zu sein", haben Sie mich wohl als nicht-menschlich eingestuft. Also bin ich ein Tier in Ihren Augen, also besitze ich keine Menschenwürde in Ihren Augen. Wenn ich jetzt ein Gutmensch linker Prägung wäre, würde ich da jetzt aber ein Fass aufmachen! Denken Sie an Deutschlands dunkelsten Tage, als Menschen die Menschenwürde abgesprochen wurde!! Schämen Sie sich. Nein, nicht ernst gemeint, ist Ihre Sache -- wollte nur kurz zeigen wie der Reflex der linken Gutmenschen funktioniert. Einfach mal schnell beleidigt sein.

Nein - es geht um § 5 Pflichtversicherungsgesetz.

Über dessen Inhalt kann man sich gerne streiten, nicht jedoch darüber, dass er gilt.

Und was das mit links, rechts, oben oder unten zu tun hat, können die Ideologen ja am besten unter sich klären!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dent42 24.07.2011, 13:55
65. re

Zitat von pirx64
Mich würde ja mal interessieren wie die, die jetzt sagen ist ok so, argumentieren, wenn sie keine Krankenkasse finden die sie versichert weil sie einer Risikogruppe angehören (Raucher, Alkoholiker, Extremsportler, ....)

Vergleichen sie nicht gesetzliche mit privaten Versicherungen, das ist ein großer Unterschied.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeh1985 24.07.2011, 13:59
66. mein lieber Gott,

warum sich die Menschen so aufregen ist doch klar, sie scheinen sich diskriminiert zu fühlen.
Die andere Frage ist aber: Warum sollte eine Versicherung keinen Kunden ablehnen dürfen? Versicherungen handeln ja profitorientiert, sonst würden sie untergehen.
Es gibt ja Versicherungen wie Sand am Meer! Nun gut, angenommen es gäbe ein Gesetz gegen die Ablehung (was ja irrational wäre), dann müsste es eine Risikoklausel geben (wie bei Fahranfängern). Wenn die Versicherung zu teuer für den Kunden wird, dann wechselt er sowieso irgendwann.
Dann wären ja auch deutsche Fahranfänger diskrimiert, da sie in einer höhere Risikoklasse rein fallen....

An die Kritiker: bitte argumentiert nun nicht mit Krankenverischerungen. Das ist eine andere Baustelle- dort gibt es Gesetze.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sappelkopp 24.07.2011, 14:00
67. Ja, machen Sie das Fass ruhig auf...

Zitat von pirx64
Mich würde ja mal interessieren wie die, die jetzt sagen ist ok so, argumentieren, wenn sie keine Krankenkasse finden die sie versichert weil sie einer Risikogruppe angehören (Raucher, Alkoholiker, Extremsportler, ....)
...ich persönlich bin schon lange dafür, dass Risikogruppen mehr zahlen, als der Durchschnitt. Problem ist sicherlich die Bewertung.
Warum soll ich die Risiken von Rauchern, Motorradfahrern, Freizeitsportlern, Bergsteigern oder Coach-Potatos tragen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
akser 24.07.2011, 14:06
68. Victoria auch...

Mein Vater wurde nach 12 Jahren Mitgliedschaft bei der Victoria Vers. einfach ohne Angabe von Gründen gekündigt (nie ein Unfall gehabt1). Der Vertreter antwortete auf die Frage warum: Türken sind nicht mehr erwünscht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Simpso 24.07.2011, 14:17
69. ..

Zitat von Sonnenschein2004
Das ist unverschämten Rassismus und erinnert an die schlectesten Tagen Deutschlands. Was hat eine Nationalität mit einem Risiko zu tun? Was glauben Sie von Risiko der Juden? Bitte seien Sie Mensch!
Das passiert doch, weil Menschen denken.

Versicherungen sind grundsätzlich, wie andere Unternehmen auch, daran interessiert möglichst viel Umsatz zu generieren. Das ist ein valides Ansinnen. Das geht u.a. dadurch, dass man viele Kunden gewinnen. Potentielle Kunden auszuschließen wird daher sicher nur dann praktiziert, wenn es rationale Gründe gibt das zu tun. Irgendwelche moralischen Gedanken und Bedenken sind kein Argument.

Wenn gewisse Bevölkerungsanteile überproportionale Schäden und damit Kosten verursachen oder aus anderen Gründen nicht erstrebenswert sind, dann ist das so und es ist richtig entsprechend zu reagieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 12