Forum: Wirtschaft
Abhängigkeit von Russland: Europa könnte Gasboykott nur kurz durchhalten
AP

Politiker und Ökonomen behaupten, Europa sei nicht allzu abhängig von russischem Gas. Das könnte sich schnell als Wunschdenken erweisen. Eine Marktanalyse zeigt: Manche EU-Länder würden einen Lieferstopp nur wenige Tage überstehen - auch Deutschland träfe es hart.

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Citizen of Dis 25.03.2014, 19:52
240. Russland soll sich ...

schoen bei deutschen Oekos und anderen AKW-Gegnern bedanken. Der Atomausstieg macht Deutschland noch abhaengiger von Russischem Gas (und deswegen auch von Russland erpressbarer) als sie sonst waere.

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spon-facebook-10000110374 25.03.2014, 19:58
241. Das ist doch alles nicht nötig

Wieso würde Deutschland überhaupt in Erwähgung ziehen auf russische Gaslieferungen zu verzichten? Die überwiegende Mehrheit der Krimbewohner hat sich für einen Beitritt zu Russland ausgesprochen. Denen geht es gut: Die vierfache Rentenerhöhung braucht nur genannt zu werden! Die haben keine Faschisten wie Miroschnitschenko und "Sascha Beliy" auf den Straßen. Wieso würde Deutschland das alles den Leuten wegnehmen wollen und dazu sich in immense finanzielle Schwierigkeiten bringen? Geht das noch? Frau Kanzlerin, Herr Außenminister, Frau Verteidigungsministerin kommen Sie doch endlich zu Vernunft!

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tauernschnee 25.03.2014, 20:02
242. Russland und Deutschland

Deutschland soll sich nicht an der Hetze gegen Russland beteiligen. Schliesslich ist die Wiedervereinigung Deutschlands genau so ein russisches Verdienst wie ein amerikanisches.
Ausserdem könnte Deutschland einmal auf einen starken Partner angewiesen sein, wenn die (falschen) Freunde im Westen weiterhin versuchen sollten, Deutschland auszuquetschen wie eine Zitrone.

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godfather58 25.03.2014, 20:09
243. Oder mal sich einmal ernsthaft

Zitat von divStar
..die Atomkraftwerke wieder anwerfen.
.. ums Energieeinsparen für Heizung und Gewerbe kümmern. Sowohl Erdgas als auch Erdöl sind endlich und was tut die Mehrhei der Bevölkerung. Nichts! Wenn es jetzt tatsächlich schwierig werden sollte, ist das nur ein Vorgeschmack auf kommende Jahre oder spätestens Jahrzehnte.

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heiko1977 25.03.2014, 20:11
244.

Zitat von makromizer
Ach, ist das also so? UNd warum muss Iran sein Öl dann zu Spotpreisen an China verkaufen, wenn es ja so begehrt ist?
http://www.manager-magazin.de/finanz.../a-807010.html

Von 2012

Im übrigen verkauf der Iran sein Öl an China, wie Sie richtig schreiben, aber Sie wissen offenbar nicht, dass der Iran auch Japan, Indien und Südkorea mit Öl beliefert.

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Walther Kempinski 25.03.2014, 20:16
245. Renaissance der Kernenergie

Ich bin für den Bau neuer KKWs. Nichts spricht dagegen.

1) Fukushima und Tschernobyl. Sind keine geeigneten Maßstäbe. Tschernobyl war eine hundsgefährliche russische Fehlkonstruktion die schlichtweg explodieren musste. Tschernobly war doch nur ein großer Swimmingpool angefüllt mit Graffit, Uran und einem Dach drüber. Kein Containment, keine Betonschutzhülle, also eine kranke Konstruktion von Irren. Ein Wunder, dass nur eins dieser Fehlkonstruktionen explodiert ist.
Fukushima hingegen war gut konstruiert, aber es war auch uralt. Dafür dass Fukshima so alt war, hat sie zu 90% ihren Inhalt nicht in die Außenwelt abgegeben und das vor dem Hintergrund der größten Naturkatastrophe der letzten 100 Jahre! Fukushima ist also eher ein Pro anstatt ein Contra, denn es zeigt, was man mit einem ausgereiften aktuelleren Meiler der Jetztzeit noch alles abfedern könnte. Die modernen KKWs wie zB der im Bau befindliche Block III – des Europäischer Druckwasserreaktors (EPR) sind ohnehin auf Kernschmelzen hin ausgelegt (Auffangbecken aus Keramik unter dem Containment). Selbst beim Zusammenkommen der größten Zufälle und größten Katastrophen, würde der EPR wenig bis gar keine radioaktiven Stoffe in die Umwelt abgeben.

2) Autarkie. Nun merken wir erneut, weshalb man ab den 60ern so viele KKWs gebaut hat. Man wollte autark sein und sicher vor den Ölscheichs. Heute sinds eben die Russen. Das Argument liegt klar auf der Hand. Selbstständigkeit ist ein hohes Gut und beinahe unbezahlbar. Uran gibt es für 100 Jahre, wenn man Wiederaufbereitung betreibt eher 150 Jahre. Bis dahin ist längst die Kernfusion erfunden.

3) Ökostrom ist teuer, Kernenergie ist billig. Wer mal auf die Stromrechnung schaut und mal früher mit heute vergleicht, der merkt schnell, wie falsch die Berechnungen von Greenpeace und Co. sind. Kernenergie wird dabei immer teuer gerechnet und Ökostrom immer spottbillig. Fakt ist, es ist genau umgekehrt. Aber im Prinzip weiß das auch jeder. Die Folgekosten für ein atomares Endlanger kann die EU in einem großen Gemeinschaftsprojekt stemmen. Ein großes Endlanger für ganz Europa an dem dafür geologisch am besten geeigneten Standort. Das wäre kein Problem.

4) Das atomare Endlanger was aktuell in der Diskussion ist, muss so oder so gebaut werden. Dieses Argument zählt also am wenigstens, wenn man für oder wider Kernenergie streitet. Egal was wir nun hier und heute tun, das Endlanger wird gebaut. Ob dieses Endlanger nun 3 Stockwerke hat oder 5 oder aber 50 Meter länger oder kürzer ist, spielt nun wirklich keine Rolle.

5) Umwelt. Atomstrom zieht keine co2-Belastung nach sich. Umweltschützer aus Australien, die die vernichtende Wirkung und Folgen der dortigen Kohleausbeutung kennen, sind pro Kernenergie! (dafür natürlich verfemt von den übrigen "Umweltschützern" wie Greenpeace, aber ich denke das sagt was aus). Fakt ist, auf die co2-Bedrohung hat niemand eine realpolitische Antwort. Man tut so als könne man co2 reduzieren, dabei treten immer mehr Staaten aus Kyoto aus und dabei ist Kyoto noch nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein. 0,01% Reduktion, das ist Kyoto und nicht mal das tragen alle mit.

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kneumi 25.03.2014, 20:20
246. Wirklich am längeren Hebel?

Was im Artikel völlig fehlt ist die Frage, wie lange Russland einen Lieferstopp wirtschaftlich verkraften würde? Das wäre die entscheidende Frage gewesen, um zu beurteilen, wer am längeren Hebel sitzt. Abgesehen davon ist jetzt erstmal Sommer. ;)

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heiko1977 25.03.2014, 20:24
247.

Zitat von makromizer
300.000 Barrel? Was war nochmal die tägliche Fördermenge Russlands? 10 Millionen Barrel? Und es geht auch überhaupt nicht darum, dass die Chinesen Russland nichts abnehmen würden, aber wenn hier echt Sanktionen ins Spiel kommen, sitzt China bei den Preisverhandlungen am sehr viel längeren Hebel, und die sind kaum so blöd, als dass sie das nicht wissen würden.
Nun immerhin sind dies täglich 4,71 Mill. Tonnen Erdöl die Täglich nach China gepumpt werden. (1 Barrel=158,987 l). 10 Mill Barrel wären 1,5 Mrd l soviel produziert kein Ölförderland.
Russland verkauft nicht nur an China da ist noch Südkorea, Indien usw.

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specialsymbol 25.03.2014, 20:26
248. Günther Oettinger muß weg

Fracking? Der hat sie echt nicht mehr alle. Er sollte vielleicht mal jemanden anrufen der sich damit auskennt, wie den CEO von Exxon. Der mag Fracking sehr gerne, aber bitte nicht in der Nähe seiner Ranch... natürlich nur weil ausgerechnet da die Umwelt mal geschützt werden muß. Der Günni sieht das vermutlich ähnlich.

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Bruder Theodor 25.03.2014, 20:27
249. Die Relativitäts-Praxis

Zitat von derbadener
die EU sollte die Chance nutzen hier voran zu kommen und so den Einfluss von aussen deutlich zu reduzieren. Zur Not die AKW Laufzeit aber unter Staatlicher Obhut verlängern bis Power to Gas EU weit den Bedarf deckt!
Sie picken sich gefühlt richtig ein Beispiel heraus, und aber eben dieses Beispiel zeigt das Problem der Energiewende sehr gut auf: Power-to-gas meint, den Strom aus den erneuerbaren Energien gewonnen, Strom aus dem Element Sonne oder Luft oder Wasser oder Erde, dafür zu benutzen, um Wasserstoff respektive Methan herzustellen. Dieses über die Wasserstoff-Elektrolyse hergestellte Gas nennt man dann EE-GAS.

Pauschal und für die Handhabe: Eine Anlage, die heute eine große ist, stellt 20.000 m³ EE-Gas pro Tag her (~ 830 m³ pro Stunde). Diese Anlage kostet in ihrer Herstellung 15-20 Millionen Euro. Deutschland braucht jährlich etwa 100 km³ Erdgas. Das sind 11 Millionen m³ pro Stunde. Die Frage ist, wofür wird das Gas verwendet: Man muß kein EE-Gas herstellen, wenn man mit dem EE-Gas wieder Strom herstellt, wie man es mit dem Erdgas macht, wenn man es macht, man kann den EE-Strom gleich als Strom verwenden; aber, nur um zu verdeutlichen, was es heißt, 11 Millionen m³ Erdgas pro Stunde durch EE-Gas zu ersetzen, so brauchen Sie (11 Millionen m³ / 830 m³ =) ~ 13.250 Power-to-Gas-Anlagen; irgendwie so viele wie Deutschland Tankstellen hat. Das sind Investitionskosten von (13.250 * 20 Millionen Euro pro Stück =) 265 Milliarden Euro. Nur für die Anlagen. Wenn... pauschal und der Einfachheit wegen... 1 m³ Wasserstoff für seine Herstellung 5 kWh Energie braucht, so brauchen Sie entsprechend viele Windräder oder Photovoltaik-Anlagen oder Wellenkraftwerke oder Geothermie-Kraftwerke, um den Strom herzustellen, der das gewünschte EE-Gas in der Menge dann herstellt. Ich überlasse Ihnen die Rechnung, wie viele Terrawattstunden Sie zusammenbekommen müssen, um nur das Gas herzustellen, und wie viele Quadratkilometer PV-Bebauung das meint. Hinzu kommen die noch zu verlegenden Leitungen und zu bauenden Gas-Speicher und Verdichterstationen, um das EE-Gas auch überall an seine gewünschte Stelle zu bekommen respektive abrufbar zu haben. Alle 20 bis 40 bis 60 Jahre müssen die Anlagen wieder ausgetauscht werden, weil sie verschlissen sind. Teuer und viel ist relativ. Sagen wir, es sind in dem Bereich, in dem Segment, alle 40 Jahre ein (= 1) Investitions-Billiönchen, so sind das jedes Jahr 25 Milliarden Euro; dafür aber dann die Energie für umsonst.

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