Forum: Wirtschaft
Abkommen zu Fördermengen: Der große Bluff mit dem Öl
AFP

Der Ölförderländer versprechen, ihre Produktion nicht mehr auszuweiten - und so den dramatisch gefallenen Preis zu stabilisieren. Doch das ist nur ein Versuch, die Investoren für dumm zu verkaufen.

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dedoors 17.02.2016, 18:57
10.

In - sagen wir mal 100 Jahren wird es wohl keinen neuen Verbrennungsmotor auf Erdölbasis mehr geben. Verbrennungsmotoren die mit Benzin oder Diesel laufen sind heute eigentlich schon Geschichte.
Allein schon vom Rohstoffvorkommen.

Die 100 Jahre sind meiner Meinung nach auch sehr "satt" gerechnet...

Damit ist auch das wirtschaftliche Ende vieler Staaten, die heute nahezu ausschließlich durch ihre Petrodollars existieren, besiegelt.

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townsville 17.02.2016, 19:05
11. Hintergrund

Den wohl wichtigsten Player in dieser Geschichte erwähnt der Analyst nicht mal -die USA.

Deren extrem gesteigerte, innerhalb 5 Jahren fast verdoppelte Fördermenge dank Fracking hat den Preiskampf 2013/2014 ausgelöst. Die OPEC drückt nun massiv den Preis durch hohe Fördermengen ihres Billigöls und damit die vgl. teure Fracking-Konkurrenz Nordamerikas aus dem Geschödt zu drängen.

Die Fördermenge verknappen, in dem man einen Konkurrenten ausblutet, ist nämlich deutet attraktiver, als selbst die eigene Produltion zu reduzieren.

Gegensteuern müsste die USA durch ein Abkommen zur Limitierung ihrer Menge in Rinvernehmen mit der OPEC, aber da fehlt den Fracking-Konsortien die gemeinsame Handlungsebene, das sind alles Einzelkämpfer.

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wotcom 17.02.2016, 19:09
12. Der_markt_der_markt

Ist doch alles Angebot und Nachfrage, oder? Der Ölpreis und die INVESTOREN??? Der Preis von Öl ist völlig losgelöst von irgendwelchen tollen Markttheorien. Der dogmatische Ökonom muss natürlich seine Theorie verteidigen, auch wenn die beobachtete Wirklichkeit immer ganz anders will. Was solls, Logik zählt in unserer alle gegen alle Welt nicht mehr.

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cave68 17.02.2016, 19:34
13. da gebe ich ihnen Recht...

Zitat von dedoors
In - sagen wir mal 100 Jahren wird es wohl keinen neuen Verbrennungsmotor auf Erdölbasis mehr geben. Verbrennungsmotoren die mit Benzin oder Diesel laufen sind heute eigentlich schon Geschichte. Allein schon vom Rohstoffvorkommen. Die 100 Jahre sind meiner Meinung nach auch sehr "satt" gerechnet... Damit ist auch das wirtschaftliche Ende vieler Staaten, die heute nahezu ausschließlich durch ihre Petrodollars existieren, besiegelt.
....nur wird vorher das immer knapper werdende Öl natürlich wieder eine ellenlange Zeit lang schweineteuer,was viele Verbraucher- Länder und die Konsumenten wieder in arge Schwierigkeiten bringt.
Das Problem aus was dann Kunststoffe,Plastik oder andere auf Erdöl basierende Produkte hergestellt werden sollen wird ein viel grösseres Problem werden, als der Antrieb unserer Fortbewegungsmittel.

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KJB 17.02.2016, 19:42
14. Fakt vergessen

Einen wichtigen Fakt haben Sie vollkommen ausser Acht gelassen: alle genannten Länder finanzieren zum überwiegenden Teil ihre überbordenden Staatshaushalte aus Öleinnahmen. Keiner von denen kann es sich erlauben auf Einnahmen daraus zu verzichten und jeder wird fördern was die ölpumpen hergeben solange er break even fördert. Sobald der Preis anzieht wird einer ausscheren und die fördermenge erhöhen, dazu kommen die fracker die ums überleben kämpfen. Die Opec ist schon längst Geschichte und Geschichte wiederholt sich selten.

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sachse78 17.02.2016, 19:50
15. Das ist prima

für Sie. Investieren Sie und Sie müssen hier nicht mehr seltsame Vermutungen zu Artikeln machen. Oder haben Sie auch noch geringer Kurse gewettet?
Ich bin da eher skeptisch ;-)

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shechinah 17.02.2016, 19:52
16. Quatsch

Zitat von taste-of-ink
Wir alle werden die Rechnung für den niedrigen Ölpreis zahlen. Und dann wird der Schock umso größer ausfallen. Aber stattdessen animiert der niedrige Ölpreis jetzt dazu, wieder die großen Motoren und besonders schweren Autos zu kaufen, anstatt alternative Antriebe in Betracht zu ziehen. Und wenn es dann mal vorbei ist mit dem billigen Öl wird das Geschrei umso größer ausfallen. Leider wird dabei gerade vollends die Chance verspielt, Mobilität schnell zukunftsfähig zu machen und damit den menschlichen Einfluss auf den Zustand unseres Planeten zu verringern.
Niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat, kauft sich jetzt ein größeres Auto, nur weil der Ölpreis mal kurzfristig auf das Niveau von 2002 gefallen ist, und er deshalb für 15 Euro im Monat billiger tanken kann.

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Newspeak 17.02.2016, 19:52
17. ...

Zitat von taste-of-ink
Wir alle werden die Rechnung für den niedrigen Ölpreis zahlen. Und dann wird der Schock umso größer ausfallen. Aber stattdessen animiert der niedrige Ölpreis jetzt dazu, wieder die großen Motoren und besonders schweren Autos zu kaufen, anstatt alternative Antriebe in Betracht zu ziehen. Und wenn es dann mal vorbei ist mit dem billigen Öl wird das Geschrei umso größer ausfallen. Leider wird dabei gerade vollends die Chance verspielt, Mobilität schnell zukunftsfähig zu machen und damit den menschlichen Einfluss auf den Zustand unseres Planeten zu verringern.
Der Zug ist in mehrfacher Hinsicht abgefahren. Zum einen weiß man empirisch, daß Einsparungen von Ressourcen durch steigenden Verbrauch nicht nur aufgehoben sondern konterkariert werden. Zum anderen geht es beim Öl nicht um Logik. Es geht um Geld und Macht und damit vor allem um Gier. Bevor nicht der allerletzte Tropfen weg ist, wird sich daran auch nichts mehr ändern.

Außer natürlich, der Kapitalismus würde vorher verschwinden. Wünschenswert wäre das, aber beliebig unwahrscheinlich ist es auch.

Wenn das Öl alle ist, ist wenigstens auch Saudi-Arabien am Ende.

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shechinah 17.02.2016, 19:56
18. 16$

1998 ht das BArrel 16$ gekostet, also die hälfte des heutigen Preises. Kann mich nicht erinnern, daß das damals größere Probleme gemacht hätte.

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sikasuu 17.02.2016, 20:07
19. Den wenigsten ist klar, dass ein Barell Roh-Öl von der Förderung....

Zitat von TheBlind
Die Perversität an dem Geschäft sieht man schon an den Tankstellen, was bedeutet das ? Denn das was man jetzt besprochen hat liegt noch in der Erde und ist noch unverarbeitet... dennoch ist der Preis an den Tankstellen gut gestiegen... Also saugen die Ölgesellschaften jetzt heftig gut beim Autofahrer ab...
... bis zur Raffinerie durch 17 Hände geht und jeder daran verdienen will. Da sind Derivate/Terminkontrakte usw. noch gar nicht eingerechnet.
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So lange Oel solch ein hochspekulatives Geschäft ist wird sich gar nichts daran "stabilisieren"!
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Das rauf und runter darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Richtung genau so schnell nach OBEN gehen kann.
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Ein etwas stärkerer "Knall" im Nahen Osten, z.B. in SA, das hoch fragile politische Bedingungen hat, kann in Tagen den Preis massiv umdrehen.
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"Und dann Gnade uns das höchere Wesen was wir verehren.!"
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In München beim Un"Sicherheitsgipfel" wird gezündelt, in Irak/Sysrien, Jemen,fast an der gesamten südl. Mittelmeerküste brennt die "Hütte" (im Wortsinn), der Konflikt IRAN/SA ist mehr als "lauwarm".....
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Mal lesen: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/deutschland-ist-gastland-auf-saudi-arabiens-kulturfestival-14069858.html
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Wenn z.B. SA seine Bevölkerung nicht mehr ruhig halten kann, wird wohl "Öl für die Fahrradkette" zur sehr gesuchten Handelsware.

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