Forum: Wirtschaft
Abkommen zwischen EU und Mercosur: Warum Jair Bolsonaro plötzlich für den Freihandel
Charly Triballeau / AFP

Die EU und das südamerikanische Staatenbündnis Mercosur haben sich geeinigt - sie schaffen Handelshemmnisse ab und richten eine gigantische Freihandelszone ein. Möglich gemacht hat den Deal eine erstaunliche Kehrtwende.

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heutemalich 29.06.2019, 11:30
40. Verlierer überall

Verlierer sind die Bauern in Südamerika - und auch bei uns. Verlierer ist wie immer die Natur.
Wer gewinnt? Wir? Weil das Schnitzel dann noch ein paar Cent billiger wird?
Wacht auf!

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andrehe 29.06.2019, 11:32
41. Umweltstandards

Zitat von undog
und dann auch noch gleich politische Kröten mit rein in den Vertrag wie z.B. Personenfreizügigkeit? So wird das nichts mit wirtschaftlichen Vereinbarungen. Südamerika wird einen Teufel tun, sich für Freihandel gleichzeitig sonstige Bedingungen von der EU aufdrücken zu lassen, wie die EU es mit UK durchzieht.
Es geht, indem wir unsere Zölle entsprechend justieren, ganz ohne Freihandelsabkommen. Zölle für umwelt- und klimaschädlich erzeugte Produkte rauf, andere Zölle runter. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wir brauchen kein Abkommen. Palmöl muss hoch bezollt werden. Genmanipulierter Soja sollte auch nicht als Tierfutter importiert werden dürfen. Kühe müssen kein Soja fressen, nur hat man das in der intensiven Tierhaltung bisher so gemacht.

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LondoMollari 29.06.2019, 11:40
42. Sie haben ja Recht ABER ...

Zitat von -nip-
Globalisierungskritikern empfehle ich ein paar Semester Volkswirtschaft zu belegen. Schadet nicht. Ein Gewinn an Wohlfahrt kann Antreiber des Umweltschutzes sein.... Aber das passt wohl nicht in ein linkes Weltbild.
... diesen Ignoranten Jubel-Persern empfehle ich ein paar Semester Sozioökonomie zu belegen. schadet nicht. Ein Gewinn an Wohlstand kann Antreiber des Umweltschutzes sein ... WENN er denn breit verteilt wird und nicht in den Taschen weniger, weniger Reicher landet.
Aber das passt wohl nicht in ein neoliberales Weltbild.

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normalversiffter 29.06.2019, 11:42
43. Desiformierende EU-Basher unterwegs

Wer sich die Mühe macht, die bekannten Informationen zu eruieren, der muss eingestehen, das europäische und deutsche Verbraucherschutz- und Lebensmittelrechte nicht unterlaufen werden können, auch nicht durch Schiedsgerichte. Gegen Umwelt- und Klimaschädliche Transport- und Produktionenwege hilft nur die CO2-Monetarisierung. Bezüglich der Fleisch-Problematik hilft nur ein anderes Konsumieren von uns allen. Der große Vorteil, insbesondere für Deutschland, ist, dass genau die Produkte, die Deutschland herstellt, einen noch größeren Markt bekommen. ... Man merkt also, das es ein guter Vertrag ist, der zusätzlich Trump mit seinen Allmachtsfantasien in seine Grenzen verwiesen, denn bzgl. der Wirtschaft hat er sich und die USA jetzt endgültig ins Aus befördert und kann Europa und somit Deutschland noch weniger bedrohen..... Entsprechend enlarven sich all die bei der AfD anzutreffenden und anderen Anti-EU-Hetzer eindeutig als Schädiger aller Bürger, und ganz besonders als Schädiger von Deutschland und seinen Bürgern.

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robana 29.06.2019, 11:46
44. Die deutsche Wirtschaft ...

kann durch dieses Abkommen - so sagt man - ca 4 Milliarden Euro einsparen.
Das ist ja super!!!
Niemand hat bis jetzt geschrieben, wie viel Arbeitsplätze das, hier wie da, kostet.
Das scheint aber auch nicht sooo wichtig zu sein.h

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marcanton80 29.06.2019, 11:47
45. Unendliches Wachstum

Glauben die Mächtigen dieser Welt wirklich das mit solchen Abkommen die Probleme die wir haben gelöst werden ....die Globalisierung beutet die Natur in unfassbarer Geschwindigkeit aus ,und das Argument das mit ihr die Armut in der Welt bekämpft wurde geschenkt......das hätte man durch gerechteres Teilen des vorhandenen auch haben können ist halt eine Sache des Willens
Und unendliches Wachstum gibt es nicht bei endlichen Ressourcen.....

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Beat Adler 29.06.2019, 11:51
46. Die Bewohner der EU sind reich genug auf Bio-Landwirtschaft umzustelle

Zitat von andrehe
Es geht, indem wir unsere Zölle entsprechend justieren, ganz ohne Freihandelsabkommen. Zölle für umwelt- und klimaschädlich erzeugte Produkte rauf, andere Zölle runter. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wir brauchen kein Abkommen. Palmöl muss hoch bezollt werden. Genmanipulierter Soja sollte auch nicht als Tierfutter importiert werden dürfen. Kühe müssen kein Soja fressen, nur hat man das in der intensiven Tierhaltung bisher so gemacht.
Die Bewohner der EU sind reich genug auf Bio-Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung umzustellen und all das, was zur Grund-Ernaehrung der Einwohner der EU noch zusaetzlich noetig ist, aus Sued -und Nordamerika zu importieren. Die Gaumenkitzler aus den nordafrikanischen Staaten noch dazu.

Wenn allerdings den Exporteuren in Nord -und Suedamerika Vorschriften im Sinne von: Kein Palmoel, keine Gentechnik, keine Pflanzenschutzmittel gemacht werden, dann reicht die Bio-Landwirtschaft in der EU Plus das was dann noch improtiert werden darf, NICHT aus, um die EU Buerger zu ernaehren.
mfG Beat

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matteo51 29.06.2019, 11:52
47.

Zitat von heutemalich
Verlierer sind die Bauern in Südamerika - und auch bei uns. Verlierer ist wie immer die Natur. Wer gewinnt? Wir? Weil das Schnitzel dann noch ein paar Cent billiger wird? Wacht auf!
Das genau sehe ich auch Kommen. Macht mich unruhig: wie sieht es aus mit der Tierhaltung? Werden wir dann die Verantwortung an artgerechte und würdige Haltung und Schlachtung endgültig "delegieren"...das gute, gesunde argentinische Steak, welches dank Marketing ein pralles Image hat, wird dann eifrig nachgefragt. Fleisch aus Deutschland muss noch billiger werden? Horrorvorstellung....

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gersois 29.06.2019, 11:52
48. EU und die Umwelt

Nachdem Norwegen schon seit langem eine Sonderregelung mit der EU, weil der Lachs dort mit verseuchtem Soja aus Südamerika gefüttert wird, dürfen nun die Verbraucher in der EU auch andere Lebensmittel, die in Südamerika mit Gentechnik und/oder hier verbotenen Pestiziden produziert werden, freudig genießen. Freihandel ist ohnehin in Zeiten, in denen über CO2 gejammert wird, ein Unding. Aus Umweltgesichtspunkten ist lokaler Produktion klar der Vorzug zu geben! Aber die EU nimmt es halt nicht so genau, wenn es nicht um den PKW des Bürgers geht.

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Beat Adler 29.06.2019, 11:58
49.

Zitat von LondoMollari
... diesen Ignoranten Jubel-Persern empfehle ich ein paar Semester Sozioökonomie zu belegen. schadet nicht. Ein Gewinn an Wohlstand kann Antreiber des Umweltschutzes sein ... WENN er denn breit verteilt wird und nicht in den Taschen weniger, weniger Reicher landet. Aber das passt wohl nicht in ein neoliberales Weltbild.
Zwei der extrem-super-erz-kapitalistischsten Laender der Welt, Japan und die Schweiz, sind im Umweltschutz und deren Technologien ganz Vorne mit dabei.

Liberalismus heisst die Umwelt schuetzen! Denn Ohne, keine Gewinne!

Ein einziger $ in Umweltschutz investiert, ergibt 100 $ an Profit! Mindestens. Jeder Kapitaliste versteht das.
mfG Beat

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