Forum: Wirtschaft
Abkommen zwischen USA und EU: Scharfe Kritik an Rindfleisch-Deal
Joe Marquette/DPA

Europäer sollen mehr amerikanisches Rindfleisch essen - darauf zielt ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA ab. Doch der Deal ist hochumstritten.

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WolfThieme 03.08.2019, 21:55
110. Veggieday für alle...

...aber gönnt mir doch mein Porterhouse-Steak. Ich verzehre es auch hinter zugezogenen Gardinen, versprochen.

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5b- 03.08.2019, 21:55
111. Allgemein gilt US Rindfleisch als minderwertig

Es gibt sehr hochwertiges Rindfleisch in den USA. Jenes ist aber auch sehr teuer.

Wie kommt aber folgendes Zitat zustande?
„Experten zufolge ist das amerikanische Rindfleisch aber in Bezug auf Qualität und Preis sehr konkurrenzfähig, weshalb eine Ausschöpfung der zollfreien Exportquote als wahrscheinlich erscheint.“ War der Experte ein Händler der sein Fleisch verkaufen will?

Das gewöhnliche Rindfleisch, also jenes was preisbewusste Menschen kaufen und das welches Fastfoodketten verwenden, ist nicht skandalfrei. Nicht nur geht es um die Obszönität Hormone zu verwenden. Nein, es geht auch um Hygiene. Gerade Hackfleisch hat schon mehrfach zu Toden geführt.

Wer sich YouTube Videos von Amerikanern, die in Deutschland leben, ansieht in denen es um Fleisch geht, kann man dort definitiv die Meinung finden, dass US Fleisch nicht einmal gut schmeckt. Jede Fastfoodkette in Kanada wirbt damit kanadisches Fleisch zu verarbeiten. Günstiges US Fleisch hat keinen guten Ruf.

Wenn lediglich Premiumfleisch importiert wird, kann es zwar durchaus gut sein. Es wird dann aber auch recht teuer und umweltschädlich. So wie teures argentinisches Fleisch, wird US Fleisch nicht viele Kunden finden. Der Import von Billigfleisch macht keinen Sinn, da das US Fleisch in Sachen Preis-/Leistungsverhältnis nicht mit europäischem mithalten kann.

US Fleisch wird zentral an sehr wenigen Standorten in Megafabriken geschlachtet. Das ist nicht nur unappetitlich, es ist auch potentiell gesundheitsgefährdend da Verunreinigungen mit viel Fleisch in Kontakt kommen können. Darüberhinaus ist es sehr umweltschädlich.

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wassolldasdenn52 03.08.2019, 21:56
112. Trumps Zwangsmassnahmen

Man muss es nicht kaufen, aber jeder kann sich denken, dass es einem dennoch untergejubelt wird. Da muss man nur an den Skandal mit dem Pferdefleisch im Rinderhack denken. Und - wegwerfen, werden die das importierte Fleisch garantiert nicht. Folglich wird es, wenn es keiner oder zu wenige kauft/kaufen, breit in diversen Produkten beigemischt, ohne dass es mengenmässig erwähnt werden muss! So ist das Spiel und keiner hat's gemerkt! Schon heute wird gerade in der Lebensmittelversorgung gemauschelt, was die Sohle hält. Und vieles passiert völlig im Hintergrund, ohne dass die Verbraucher es überhaupt mitbekommen. Da wird man sich schon jetzt sicher sein können, ob man will oder nicht!

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ingo.adlung 03.08.2019, 21:56
113. Verfehlte Politik

Einerseits ist es ja OK US Fleisch zuzulassen, wenn es dafür einen Markt gibt. Andererseits sollten wir lieber Staaten aus Südamerika oder anderen Schwellenländern ihre Landwirtschaftlichen Produkte abnehmen, wollen wir denn insgesamt das Kontingent beschränken. Dem weltweiten Migrationsdruck begegnet man am Besten indem man diese Staaten unterstützt- und nicht per Almosen, sondern ihre Produkte kauft.

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ctrader62 03.08.2019, 21:58
114. Realpolitik übergeht alle Umweltfloskeln ?

Es wird von Nachhaltigkeit gepredigt, wenig Transporte, wenig Hormone, keinen Urwald vernichten für Soja-Hühnerfutter, weniger Fleisch essen und weniger transportieren. Das würde die Welt vor einem großen Teil der erwarteten Klimakatastrophe retten.
Was passiert ? "Der größte Deal in der Geschichte der EU" wurde in Japan verkündet, ein umfassendes Freihandelsabkommen mit großen Teilen Südamerikas, vor allem drastisch mehr Importmöglichkeiten von Lebensmitteln und vor allem Fleisch und Tierfutter. Jetzt das auch noch in großen Mengen aus den USA.
Dass sich beides diametral widerspricht, dürfte keine totale Fehlinterpretation von mir sein.
Ergo - Realpolitik siegt über Floskeln, die fast alle Minister im Moment sich gegenseitig überbietend fast täglich verkünden. Die Welt ist so und sie war es schon immer so. Man sollte das aber auch nicht verheimlichen, sonst bekommen die ehemaligen Volksparteien fast keine Stimmen mehr und die restlichen Wähler wenden sich an Heilsbringer aller Art, die dann zum großen Teil wohl auch nicht anders handeln werden oder können.

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kai.friedrich 03.08.2019, 22:01
115. Europa First

Es muss nicht Deutschland First, sondern Europa First heißen, es wird Zeit den Amis Tschüss zu sagen. Europa ist stark genug sich gegen die dummen Amis durchzusetzen, raus aus der NATO, Europa kann sich selbst schützen, vor wem überhaupt, der Ami macht eh was er will! Nähert euch dem Russen wieder an, der ist uns eh näher als die Trump Amis...sollen die Amerikaner doch ihren eigenen Scheiß essen und ihre Autos selbst fahren, bald wird es Bummmm machen und keiner ist mehr da! Die Erde schafft sich ab, lasst uns die 80 Jahre bis zum Knall doch noch genießen...

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poseidon111 03.08.2019, 22:06
116. qualitativ mithalten Brasilien oder Paraguay

.... die US Amerikaner sind nicht als die Gourmets bzw. für Kulinarischen Ansprüche bekannt. Aber für ihre große Klappe insbesondere ihr aktueller VorTänzer.
Und kaufen muss das Fleisch ja keiner ....

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Quetzal2012 03.08.2019, 22:09
117. Jetzt ist es Fleisch ...

..., vielleicht auch noch Gen Fleisch zugunsten der amerikanischen Bauern und zum nachteil der Europäischen Baueren und Verbrauchern. Und dann hängt man an den bestehenden Vertrag noch ein paar Zusätze dran und dann wir haben wir ein TTIP durch die Hintertür. Und weshalb macht man das Abkommen? Damit die Automobil Industrie weiter von den Sonderzöllen der USA verschont bleiben. Erbärmlich.

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wernerz 03.08.2019, 22:11
118. Vión wegen Kompromiss!

Zitat von liany
Zwangsquote für Hormonfleisch. Na super. Die EU macht mal wieder einen Kniefall vor den USA.
Angesichts unserer derzeitigen lobbygesteuerten massgeblichen Volksverteter wird dies mit Sicherheit keine Ausnahme in bezug auf einen Knieefall vor den Amis darstellen. Natürlich muss wohl wie in den meisten Fällen die dümmliche Ausrede vom drohenden Verlust von Arbeitsplätzen herhalten. Man kann jedoch mit Sicherheit davon ausgehen, dass Zugeständnisse jeglicher Art an die momentane amerikanische Seite grundsätzlich als Schwäche der Deutschen (und Europäer) gedeutet und zu einer Verschärfung der Forderungen
führen werden.

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james16 03.08.2019, 22:12
119. Die glauben das

Zitat von pd1954
Bauern dass sie sich keinem Wertbewerb stellen müssen ? W andere Unternehmen muss mit ausländischen Formen konkurrieren, warum nicht die Landwirtschaft? Dass sofort gejammert wird ist der übliche Reflex dieses Wirtschaftszweigs, deg sm liebsten in einer Planwirtschaft leben will, mit 100% Subvention. Im übrigen wird gar nicht mehr Fleisch importiert, es kommt nur von woanders - trotzdem ein Grund für die Landwirtschaft, sofort wieder zu jammern...
wenigstens zum Teil zu Recht. Dass wir Landwirtschaft im grossen Stil subventionieren liegt m.E mindestens an zwei Gruenden:
1. Wir wollen so viel wie moeglich unserer Nahrung selbst produzieren,
um nicht erpressbar zu sein. Oelboykott waere schlimm genug, aber nichts zu essen waere eine andere Qualitaet.
2. Wir verlangen von unseren Bauern eine andere Art von Qualitaet und Umweltbewusstsein. Das geht nur, wenn wir sie dafuer auch dem Wettbewerb mit anderen entziehen, die solche Auflagen nicht haben.

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