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Abkühlende Wirtschaft: Chinas Exporte brechen überraschend ein
REUTERS

Die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt hat erhebliche Probleme: Im Juni sind Chinas Exporte um drei Prozent eingebrochen - statt wie erwartet zu wachsen. Auch die Einfuhren gingen zurück.

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frozen 10.07.2013, 11:33
40. naja ....

Zitat von bartholomew_simpson
Sehe es ähnlich. Angesichts sinkender Einkommen überlegen sich Verbraucher, ob ihr Geld für viel Schrott wie 200-teilige Werkzeugsätze für 30 € ausgeben, oder sich nur das Nötige in guter Qualität kaufen. Ein Handy muß nicht alle zwei Jahre ausgetauscht werden, ebensowenig eine Digi-Knipse oder ein Notebook.
Auch vorher gab und gibt es weiterhin die Wahl, ob man für ein Teil nur einen Bruchteil des normalen Wertes zu bezahlen bereit ist, oder sich auf Qualität verlassen will.
Das Schwert hat an dieser Stelle, wie so oft, zwei Seiten ... Der Verbraucher, der nach billigen Waren schreit und dieses Verlangen befriedigt haben will. Und die Profitgier ... ähh ... Profitmaximierung der Unternehmen, die so günstig wie möglich produzieren wollen und müssen, um den größt möglichen Gewinn einzufahren.
Schon lange ist nicht mehr alles, was aus "good old Germany" kam, weiterhin von hier ... es wird viel vorgegaukelt und gelogen und die Verbraucher wollen ja auch verschaukelt werden.
Und natürlich geht in einigen Bereichen die Qualität flöten, aber nicht weil die Chinesen nicht wollen, sondern weil die Parameter verändert werden: minderwertiges Material, keine Facharbeiter, hoher Ausschuß wird in kauf genommen.
Wer sich ein wenig in China auskennt bzw. umschaut, kann sehen, dass durchaus eine gute Qualität dort gefertigt werden kann. Das iPhone ist hierbei nur ein Referencebeispiel.

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muellerthomas 10.07.2013, 11:58
41.

Zitat von Fabius Maximus
Die Löhne in China steigen seit Deng Xiaopings berühmtem Satz, das die Farbe der Katze egal ist, solange sie Mäuse fängt. Ein chinesischer Arbeiter verdient in den Fabriken mittlerweile 300€ im Monat, inkl. Kost&Logis. Für einen normalen Bürojob gibt es zwischen 400€ und 600€. Bei wesentlich tieferen Lebenshaltungskosten als in Deutschland, Faktor 2-5x! Dazu kommt das praktisch alle chinesischen Familien Doppelverdiener sind. Mit 1000€ kann man sich in China bereits einiges leisten.
Also liegen Ihrer Meinung nach alle falsch, die das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf im Bereich von Albanien und Tunesien sehen?



Zitat von
Und die Tendenz geht weiter in die richtige Richtung.
Das ja, aber der Weg zu europäischem Niveau ist noch weit.

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pepe_sargnagel 10.07.2013, 12:11
42.

Zitat von Tahlos
hochbezahlt, um dann doch "überrascht" zu werden. Da fragt man sich wirklich wieweit es mit dem "Expertentum" in dieser Branche bestellt ist. Weit kann es nicht mit dem Wissen und Können sein. Irgendwer aus diesem Bereich hat ja immer recht - erinnert mich irgendwie an die Kaffeesatzleserei. Aber Wirtschaftsexperte hört sich seriöser an als Wahrsager.
Vielleicht haben die Journalisten auch nicht bei den richtigen Leuten nachgefragt oder deren Analysen nicht verstanden. Es ist so leicht als Journalist die anderen schlecht aussehen zu lassen. Ich persönlich bin da kritischer.
Aber für einen Journalisten gilt auch, dass er sich bilden sollte und versuchen kann die Zusammenhänge zu beschreiben. Manchmal braucht es eben keinen Experten, der die Lösung auf dem Serviertablett bereitstellt, sondern ein wenig mehr Aufwand des Journalisten. Ja - ich meine damit eine journalistische Eigenleistung und eigene Gedankengänge! Klingt komisch in Zeiten, wo das Denken nur den "Experten" (wer auch immer das ist) überlassen wird. Klar, dass die einen dann schön besch...en können

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pishtakko 10.07.2013, 12:12
43. so ist es ...

Zitat von wennderbenzbremst...
Wenn ich mir so überlege, dass weniger exportiert als auch weniger importiert wird komme ich zu dem Schluss, dass zunehmend Waren für den eigenen Konsum produziert werden. Zumal die Wirtschaft jedes jahr sehr stark wächst. Ganz klare Sache: Die Chinesen sind technologisch mittlerweile so stark entwickelt, dass die ihre eigenen Maschinen, Autos etc bauen können und sich zunehmend vom Konzept der "Werkbank für die Welt" verabschieden.
... Daimler, BMW und klar VW werden schon lange hier zusammen- gebaut. Die 3/5/7xx"LI" .. und C/E200"L" ... Modelle die sehr gefragt sind... Irgendwann kommt Porsche.... vieleicht dann bald den Pan"d"amera '-)

A320 (ueber 900 Muster flattern hier herum) kommen schon seit
Langem in Tianjin vom Band. Denoch ist es sicher ein bisschen hin
bis die "Werkbank" stillgelegt wird. Auch fast alle Kraftwerke Fossil, Nuklear werden von Chinesischen Firmen geplant und gebaut. Deutsche Firmen machen milliarden Umsaetze und Gewinne und Ich moechte nicht wissen wieviele Jobs in D davon abhaengen. Handelskrieg is purer Saebelrasseln davon redet hier keiner.

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eurorentner 10.07.2013, 12:49
44. Schon überraschend

obwohl sich weltweit Unmengen von "Experten" täglich damit beschäftigen, sind alle überrascht.

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Fabius Maximus 10.07.2013, 13:15
45.

Zitat von muellerthomas
Also liegen Ihrer Meinung nach alle falsch, die das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf im Bereich von Albanien und Tunesien sehen? Das ja, aber der Weg zu europäischem Niveau ist noch weit.
Ja, die Leute welche das tatsächlich noch so sehen, liegen falsch.

Gehen sie in China davon aus, das die Landbevölkerung praktisch nichts verdient. Dann haben sie für die Stadtbevölkerung (China ist mittlerweile ziemlich genau 50:50) fast das doppelte BIP.

Dann sehen sie, das die Stadtbevölkerung vor Russland oder Malaysia liegt, etwa auf einer Stufe mit Polen. Klar ist das noch nicht "viel", aber der Stadtbevölkerung geht es mehrheitlich schon ganz ordentlich, die Mittelschicht wächst rasant, und diese Leute können sich bereits Ferienreisen nach Europa leisten - und geben das Geld auch aus.

Je nach Definition ihres europäischen Niveaus hat es China also entweder bereits erreicht, oder ist kurz davor. "Noch sehr weit" ist es jedenfalls nicht mehr.

Aber den Fehler, ganz China in einen Topf zu werfen, machen westliche "Experten" nur allzu gerne und oft..

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chaoyangman 10.07.2013, 16:01
46. Aha

Zitat von 77b1hts
aber bisher sieht es noch danach aus als ob Merkel mit "Duck n Cover" die nächsten Wahlen übersteht. Danach werden wir wieder ein zwei Jahre mit dem "Alternativlos" überschüttet. Wird richtig teuer für uns :-D Was mich vor allem wundert ist das gerade im heiligen Autofahrerland die meisten CDU/CSU wählen obwohl sie damit die Autobahnmaut als Dankeschön geschenkt bekommen. Oft genug gesagt hat es die CSU ja. Erst fällt China, dann Deutschland und dann der Rest Europas.
Uh, dann lieber die linke Bagage, die mit neuen Spitzensteuersätzen den mittleren Einkommen an die Wolle will und mit Freuden die Schulden der EU sozialiwieren will. Dann zahlen wir richtig, die Autobahnmaut mit sagen wir 100 Euro im Jahr wäre dann billig.

Wieso fällt denn China oder Deutschland? Schonmal in China gewesen? Z.Z. kein Anzeichen, dass da was fällt.

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chaoyangman 10.07.2013, 16:09
47. So

Zitat von spon-facebook-1049022215
Immer mehr ausländische Unternehmen ziehen sich aus China wieder zurück. Auch das führt zu einem Exportrückgang.
Und wo kommen dann die 250 Mrd. in neuen FDI 2012 und ca. 4,000 neu genehmigte Auslandsunternehmen im Jan. bis März 2013 her?

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Illya_Kuryakin 10.07.2013, 16:26
48. optional

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.

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hubertrudnick1 11.07.2013, 08:47
49. Luftblase

Zitat von blurps11
Warum haben sie uns dann bis auf wenige Ausnahmen während der letzten ca. 25 Jahre das genaue Gegenteil erzählt ?
Weil die Luftblase bloß noch nicht geplatzt ist, es ist ein Umdenken notwendig.
Der Bürger des Landes der Exportnation zahlt die Kasse und das konnten sie doch schon zig mal miterleben, sowie zur Zeit es in Deutschland geschied.
Und gerade deshalb muss auch Deutschland einen sehr hohen Preis für die Finanzkrise zahlen.
Wer übermächtig in den Export investiert, der lässt seine Infastruktur, das Lebensneveau und vieles mehr auf der Strecke.
Wir haben bei uns in Deutschland einen Investitionsstau und das in allen Bereichen der Gesellschaft, denn unsere Steuermittel werden zur Absicherung des Exports benötigt, damit Unternehmen gute Geschäfte machen können.
Man zieht nicht mehr das Kapital zur Steuergewinnung mit heran, sonder fast nur noch über die Ausgaben des Konsums.
Der Export boomt doch nur, weil hier die Kosten mit den Steuern und zu Lasten der Arbeitnehmer subventioniert werden, den Wert der exportierten Waren werden doch nicht von Importeu bezahlt, das machen wir alle.
HR

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