Forum: Wirtschaft
Absatzeinbruch: Opel zieht sich aus Russland zurück
REUTERS

Die Verkäufe brechen ein, der Rubel hat enorm an Wert verloren: Nun zieht auch Opel Konsequenzen und verlässt Russland. Im Sankt Petersburger Werk soll das letzte Auto bereits Mitte des Jahres vom Band laufen.

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Das Grauen 19.03.2015, 08:07
10. @vor.morgen Auch rechtlich ein Risiko

Und wenn man mitmacht, steht man mit einem Bein im Knast, wenn es zu einer politischen Wende kommt und eine neue Regierung die Antikorruptionsgesetze wieder konsequent anwendet! Wie es den Siemens-Managern passiert ist, die nur das getan hatten, was alle Unternehmen (darunter auch französische und Amerikanische) gemacht haben, um in Griechenland überhaupt einen Auftrag zu bekommen. Also, aus solchen Korruptokratien hält man sich am besten fern, die Risiken sind zu groß. GM macht das Richtige.

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Immanuel_Goldstein 19.03.2015, 08:38
11. Putins Werk, auch wenn es der Zensor wohl nicht hören will

1300 Arbeitslose Autobauer und 10.000 Arbeitslose in der russischen Zuliefer- und Logistikbranche, das ist allein Putins Werk. Aber die können ja bald als russische Bergleute in den Schächten des Donbas Kohle hauen, oder auf der Krim Genosse Soldat spielen. Putin hat das Vertrauen in Russland nachhaltig zerstört. Er sollte eigentlich zurücktreten.

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susiwolf 19.03.2015, 08:43
12. Sind Sie ein OPEL-Hasser ?

Zitat von warum-du-so?
wundert mich immerwieder - die Modelpalette ist, wie sie immer war - extremst langweilig. Dazu noch die Namen: Adam, demnächst kommt Karl ... Fehlt nur noch Opel Uschi oder Hilde... damit die marke nicht allzu sexistisch rüberkommt... Wäre Opel mal ganz weg, würde die Marke kaum einer vermissen...
Ihre Plattitüden, verehrter @warumduso, würde sicher auch keiner missen wollen.

Entgegen Ihrer Ansicht würde ich sogar Wladimir das letzte Fahrzeug in der dann vergangenen Produktionsreihe schenken.
Als schöne Erinnerung für soziales Engagement, deutsche Wertarbeit und zukunftsorientiertes Handeln.
Mit Siegerkranz - versteht sich ...

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susiwolf 19.03.2015, 08:50
13. Dieser 'mit-mach-Effekt' ...

Zitat von vor.morgen
Wer sich einen Überblick darüber verschaffen will, gebe in You Tube Magnitski und Kusnezow ein. Oder Magnitski und Putin. Kurzfassung: Russsischer Wirtschaftsprüfer deckt 230 Millionen Dollar Diebstahl von hohen Regierungsbeamten auf. Die von ihm Beschuldigten, werden mit der Untersuchung der Anschuldigungen beauftragt. Das heißt die Täter - hohe russische Beamte - ermittelten. Um über ihre Schuld oder Unschuld aufzuklären. Es endete wie es Enden musste: der Wirtschaftsprüfer wurde verhaftet und in der Haft zu Tode gebracht. Und die regierungsnahen Täter bekamen Orden. Wie sagte ein ehemaliger großer ausländischer Steuerzahler in Russland über das System: entweder machst du mit und wirst selber kriminell. Oder du kämpfst gegen die Kriminellen an. Dann aber, verdienst du irgendwann nichts mehr.
Man könnte auch von einem 'Mitläufereffekt' sprechen.

Eine symptomatische Vokabel, die übrigens nicht nur in Russland 'zu Hause' ist, sondern weltweit seine Gültigkeit hat; in/bei internationalen Geschäften ...
Weltweit:
Man kennt sich eben ... Auch über'm geografischen Tellerrand hinaus.

Der 'aufgedeckte %-satz' ist wohl nur die Spitze eines Rieseneisbergs.
Leider ... !

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eisfuchs 19.03.2015, 08:52
14.

Hätte ich nicht noch ein funktionierendes Fahrzeug wäre Opel die erste Stelle, wo ich nach einem neuen nachsehe: cih habe extrem gute und positive Erinnerungen an eminen ersten Wagen (ein Opel Astra) und finde auch den neuen extrem chique.

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moritz1989 19.03.2015, 08:57
15.

Richtig so, dann können die Russen bald wieder ihren sowjetischen Autoschrott aufleben lassen, wenn sich dann der letzte richtige Autohersteller vom Markt verabschiedet hat.

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biesi61 19.03.2015, 08:59
16. Intelligente Manager

würden einen Produktionsstandort, der sich derart verbilligt hat, zur günstigen Belieferung anderer Märkte nutzen. Aber von GM Intelligenz zu erwarten ......

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Kimmerier 19.03.2015, 09:08
17. Die Russen fahren weiterhin Auto

Zitat von ichsagsja
Wenn Europa von den USA zu Sanktionen gegen Russland gezwungen werden, dann würde ich als Russe auch keine Amiprodukte mehr kaufen. Die Bevölkerung in Europa muss noch lernen, mit Ihren Kaufentscheidungen politische Prozesse zu steuern. Die Mehrheitsmeinung muss sich durchsetzen und nicht die "Qualitätsmedien" mit ihrer Hofberichterstattung. Die russische Bevölkerung ist uns da meilenweit voraus. Und die Russen fahren weiterhin Auto, nur nicht die Ami-Karossen. Deutsche Produzenten müssen sich da sehr vorsehen. Die Wirtschaftsbosse insbes. der deutschen Automobilindustrie sind ja erklärtermaßen für Handelsaustausch mit Russland. Ich empfehle das Video mit George Friedman, Chef vom sogen. 'Think Tank' Stratfor zur Globalstrategie der USA - bei Youtube. Sinngemäßes Zitat: Das Hauptziel der USA ist seit 100 Jahren ein Zusammengehen von Deutschland mit Russland zu verhindern, denn eine solche Kooperation ist für die USA mit ihrer weltweiten Machtpolitik gefährlich. Klar: Deutschland hat die Technologie, Russland die Rohstoffe. Zusammen sind sie eine Macht. Zusammen mit Europa ist die Macht noch größer. Aber Deutschland da rausbrechen (Zitat: Deutschland ist in der Zwickmühle, sich ständig entscheiden zu müssen. Meint: nach Osten oder nach Westen, politisch und beim Warenabsatz) ist der strategische Hebel der USA.
Ja - die Russen werden auch weiterhin Autos fahren. Wer es sich trotz der verschlechterten Wirtschaftslage leisten kann, wird auch weiterhin Mercedes, BMW, AUDI oder Porsche fahren. Wer weniger Geld hat wird sich überlegen, ob er sich die Anschaffung eines deutschen Fahrzeuges leisten kann. Wer jemals in Ländern Osteuropas war wird wissen, dass OPEL dort eben nicht als amerikanische Marke angesehen wird. Außer in Deutschland dürfte wohl in jedem anderen Land die Ansicht vorherrschen, dass OPEL eine deutsche Auto-Marke sei. Gerade der Vorstoß von GM nach Russland mit OPEL zeigte, dass auch die Amerikaner zuweilen gerne die deutsche Karte ausspielen wollen.
Was das Zusammengehen von Deutschland und Russland angeht, ist die letzte erfolgreiche Aktion wohl die Beteiligung an der Völkerschlacht von Leipzig - die Franzosen dürften das aber wohl anders sehen. Beim nächsten und bislang letzten gemeinsamen Bündnis kam dabei der Überfall auf Polen heraus ...

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spiegelschaf 19.03.2015, 09:13
18. Ami-Werk

Die auf Drängen der Amis beschlossenen Sanktionen + die dann verständliche Abneigung gegen westliche insbesondere im amerikanischen Besitz befindliche Marken, haben das für Opel "erledigt". Toll!

Opel baut übrigens hervorragende Autos, die immer besser werden. Das Umdenken hat längst eingesetzt, Opel hat in Europa seit 2 Jahren jeden Monat Zuwachs!

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Xander 19.03.2015, 09:17
19. Schade um die Arbeitsplätze

Opel wird deswegen nicht pleite gehen. Auch wenn Opel nicht der Gipfel der Ingenieurskunst ist, taugen die Fahrzeuge doch sehr gut besonders für Fahranfänger o.ä.
Nennenswerter finde ich jedoch, dass in Russland nun massenweise Arbeitspläzte wegfallen. 1000 in St. Petersburg, 300 in Moskau. Es ist nur eine Frage der Zeit bis weitere Firmen sich aus Russland zurückziehen und damit noch mehr Arbeitslosigkeit schaffen. Dies wird nicht gerade zur Heiterkeit des russischen Volkes beitragen. Auf die weitere Entwicklung bin ich gespannt.

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