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Abschreibungen auf Aktien: RWE-Krise kostet Kommunen Milliarden
DPA

Die Krise bei RWE trifft die Kommunen in NRW. Die Konzernaktie hat massiv an Wert verloren und das Kapital der notorisch klammen Städte und Kreise verringert. Laut einem Bericht haben allein die 20 größten Anteilseigner gut 2,5 Milliarden Euro verloren.

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christian-h 12.04.2014, 15:38
70.

Zitat von knuty
Wie und warum auch, wenn es jetzt schon zuviele Spitzenlast-KW gibt?
Ach echt?
Wo stehen die?

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johnh74 12.04.2014, 15:45
71. Blinde Politik

Tja, liebe Kommunal- und Landespolitiker, beides geht eben nicht: Entweder eure Haushalte auf weiter fließende Dividenden von RWE, E.on, STEAG und Co. ausrichten ODER die erneuerbaren Energien durch politische und wirtschaftliche Bekämpfung der konventionellen Stromerzeugung fördern. Die Henne erst verhungern lassen und dann sich darüber beklagen, dass man keine Eier zum Frühstück mehr hat zeugt nicht gerade von Intelligenz. Und das, obwohl eure (vermutlich besonders begabte) Vertreter in entsprechenden Aufsichtsräten sitzen (siehe Frau Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr) und die Folgen des kopflosen Energiewende seit Jahren hätten absehen müssen.

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whiteelephant1 12.04.2014, 15:45
72. Wundert mich nicht...

Ist doch immer wieder schön zu sehen, was Beamte, die von Wirtschaft keinerlei Ahnung haben, alles so machen. Wenn man in Aktien von Stromversorger investiert, sollte man sich 1. mit der Börse und seinen Gepflogenheiten auskennen. 2. Sollte man dann auch wissen, dass die Börse keine Einbahnstrasse ist und im Zweifelsfall ein Totalverlust resultieren kann. 3. Bevor man investiert, sollte man sich auch überlegen, wie die Zukunftsperspektiven eines Unternehmens sind.

Wann man nur die wenigen Punkte etwas beherrscht, dann hätte man rechtzeitig die Notbremse ziehen können. Mit dem Stilllegen der Atomkraftwerke ist den Versorgern ein riesen Batzen Geld weggebrochen. Was ich persönlich nicht schade finde. Veraltete Energienquellen haben nichts im 21. Jahrhundert zu suchen. Die Gewinne, vor Abschaltung, haben die Energieriesen gerne eingesteckt. An der Endlagerung bzw. Entsorgung des Atommülls haben sie aber nichts mit zu tun. Dafür kommt der Steuerzahler auf. Auch heutzutage wird umweltschädliche Technologie dieser Konzerne steuerlich begünstigt (siehe Braunkohle).

Und alle, die auf sauberen, nachhaltigen Strom setzen, werden ausgebremst und bestraft. Nun müssen auch die Besitzer von Solaranlagen die EEG-Umlage zahlen. Hauptsache die Hauptstromverursacher zahlen nichts.

Ich verstehe nach wie vor nicht, dass die breite Masse von Wählern sich so etwas bieten lässt. Die Politiker brechen ständig ihren Amtseid, betrieben reinen Lobbyismus, belügen das Volk, haben sich per Gesetz Immunität verordnet und rauben das Volk aus. Diese Machenschaften müssen sofort beendet werden! Die Politiker, die so etwas machen, gehören vor Gericht gestellt und müssen hohe Geld- und lange Gefängnistrafen erhalten. Erst wenn dies geschieht, wird auch nicht mehr gegen das Volk regiert.

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thejay 12.04.2014, 15:50
73. Am Rand der Pleite?

Wenn die Abschreibung der RWE Aktien einige Kommunen an den Rand der Pleite bringt, dann würde das ja Bedeuten dass das Eigenkapital der Kommunen fast ausschließlich aus den Aktien (haben ja noch einen Restwert) einer Privatfirma bestehen. Sollte das so sein haben die ganz andere Probleme als diese Abschreibungen!
Das würde nämlich bedeuten dass fast das gesamte andere Anlagevermögen - also Straßen, Häuser, Grundstücke.. - durch Fremdkapital finanziert wurde. Sprich: Kredite
Wenn das stimmt hilft denen auch keine Erholung der RWE-Aktien mehr weiter. Sie wären in spätestens ein Paar Jahren Insolvent. Eigentlich schon jetzt nicht mehr Kreditwürdig, und Pleite.
Man kann nur hoffen dass die Aussagen in dem Artikel auf typisch journalistischer Übertreibung beruhen, oder da wieder nur wieder für mehr Fördermittel trommelt.

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snake-4 12.04.2014, 15:59
74. was wird denn hier rumgejault?

das sind doch die gesetze des heiligen marktes.
wenn man sich nicht behaupten kann, dann geht man halt unter. so will es die heilige kuh der marktwirtschaft.
und wenn dann man jemand zu hart fällt, dann hilft ihm die sozialistische kuh, die verluste auf die kälber verteilt, damit es dem ochse weiterhin gut geht.
also jammert nicht rum, zahlt und haltet die fresse.
und nicht vergessen... beim nächstenmal wieder mutti wählen. :D
oder sozen, ist eh dasselbe :D
zahlt einfach, ihr deppen.

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ramsess 12.04.2014, 16:03
75.

Zitat von sysop
Die Krise bei RWE trifft die Kommunen in NRW. Die Konzernaktie hat massiv an Wert verloren und das Kapital der notorisch klammen Städte und Kreise verringert. Laut einem Bericht haben allein die 20 größten Anteilseigner gut 2,5 Milliarden Euro verloren.

zum tot lachen
eine Aktie ist so viel wert wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen
zu dem Zeitpunkt wo ich sie verkaufen möchte
das weiß doch nun fast jeder

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heiner.uecker 12.04.2014, 16:03
76. Wer einmal für RWE gearbeitet hat, der....

...versteht die derzeitige Lage voll und ganz. Nie habe ich mehr Inkompetenz und Schlendrian erlebt wie dort und Ende des Jahres wurden gigantische Summen in sinnloses Zeug investiert, damit das Aufsichtsamt nicht mitbekommt dass die Gewinne zu hoch sind und die Preise runter müssten.
Jetzt wo der Goldesel Atomstrom fast tot ist, fällt die Misswirtschaft auf und das ist gut so.

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makuzei 12.04.2014, 16:09
77.

Zitat von heiner.uecker
...versteht die derzeitige Lage voll und ganz. Nie habe ich mehr Inkompetenz und Schlendrian erlebt wie dort und Ende des Jahres wurden gigantische Summen in sinnloses Zeug investiert, damit das Aufsichtsamt nicht mitbekommt dass die Gewinne zu hoch sind und die Preise runter müssten. Jetzt wo der Goldesel Atomstrom fast tot ist, fällt die Misswirtschaft auf und das ist gut so.
Na- ich will Sie ja nicht aus süssen Träumen wecken , aber
die gesamte übrige Welt hat längst die Wende zur Kernkraft hin beschlossen- incl Japan .-

Es geht allein darum , wie können wir die deutsche Tragödie eines
irrwitzigen,in der Welt beispiellosen Sonderwegs beenden.-

Supan Max-Planck-Inst. „ Das gilt insbesondere für die Energiewende, die an Selbstmord grenzt.
Ähnlich harte Worte kommen aus dem Ifo-Institut. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn bezeichnete die Energiewende in dem Blatt als einen „unfassbar teuren Irrweg“.
Marc Tüngler, Hauptgeschäftsführer der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, bezeichnet die Energiewende als „Planwirtschaft ohne Plan mit falschen Anreizen, die die Energiewende für die Wirtschaft und Bürger unnötig unerträglich teuer macht”.

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Tante_Frieda 12.04.2014, 16:10
78. Erinnere

Zitat von sysop
Die Krise bei RWE trifft die Kommunen in NRW. Die Konzernaktie hat massiv an Wert verloren und das Kapital der notorisch klammen Städte und Kreise verringert. Laut einem Bericht haben allein die 20 größten Anteilseigner gut 2,5 Milliarden Euro verloren.
Ich erinnere mich noch an zahlreiche Empfehlungen in Tageszeitungen und Wirtschaftszeitungen.Dort wurde die RWE-Aktie vor etlichen Jahren als eine Art Versicherungspolice angepriesen.Nach dem Motto "Strom braucht man immer" sei dies ein Wertpapier,das man unbesorgt in sein Portefeuille nehmen könne.Wie so viele andere,angeblich bombensichere Tipps auch,etwa die Nokia-Aktie (von Microsoft vor der Pleite gerettet) undundund.Eine treffliche Art der Altersvorsorge :-)

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Aquifex 12.04.2014, 16:10
79.

Zitat von knuty
Sie sagen es. EE-Strom ist kostenlos? Für wen?
OK, dann für Sie ganz langsam:

Die Preisgestaltung an der Strombörse funktioniert so: Es wird eine für die nächste Stunde benötigte Energiemenge definiert, die gedeckt werden muß. Die Anbieter bieten ihren Strom nach Preisen gestaffelt an. Normalerweise kommt als erstes Atomstrom mit 2,4 ct/kWh, dann Kohle mit 3-4 ct/kWh, dann Öl, Gas etc.
Das letzte was in das Energiepaket der nächsten Stunde kommt, bestimmt den Preis für die Gesamtmenge; das heißt, auch Atomstrom wird nach Gas-Strompreis abgerechnet, wenn das die Letzte Energieform des Paktes war.
Über diese Mischkalkulation machen die Anbieter ihre Preise.

EE-Strom wird jetzt "kostenlos befohlen", schiebt also die anderen Energieformen preislich "nach hinten", so daß an der Börse der Gesamtstrompreis fällt. Kostenlos ist dieser Strom aber ganz und gar nicht, was über die EEG-Umlage ausgeglichen werden muß.

Also: Der Geasmtstrompreis steigt ins unermessliche, während die Erzeuger für ihren Strom nichts mehr kriegen.
Gaskraftwerke, die sowieso kaum noch abgefragt werden, weil sie eben zu teuer sind, werden abgeschaltet oder gar nicht mehr gebaut.
Kohlekraftwerke wollen die Versorger abschalten, dürfen das aber nicht, weil die Bundesnetzagentur alarm schlägt: Sie sind Netzimmanent und unverzichtbar. Ohne sie kann die Netzstabilität nicht garantiert werden.

Diese Stabilitätsreserve, die eigentlich untrennbar zu denn EEs gehört, wird einfach verschwiegen und als Probloem der konventionellen Kraftwerke hingestellt. Das ist nicht nur eine zweite EEG-Umlage, sondern auch ganz dreist ein Schönlügen der tatsachen.

Zitat von knuty
Das hat da auch nicht gestanden. Am besten wischen Sie sich den Schaum vom Mund und lesen ganz ruhig noch ein Mal.
..und jetzt werden Sie auch verstehen, daß das sehr wohl da gestanden hat...

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