Forum: Wirtschaft
Abspaltung der Kraftwerkssparte: Siemens trennt sich vom früheren Kerngeschäft
Siemens

Siemens-Chef Joe Kaeser entkernt seinen Konzern. Ausgerechnet das Kraftwerksgeschäft, jahrzehntelang das Herz des Konzerns, soll nun ausgelagert und an die Börse gebracht werden.

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hausfeen 07.05.2019, 18:08
1. Na ja, was heißt gratis. Dem Siemensaktionär gehören sie ja.

Ich vermute mal, das Siemensklopapier landet in chinesischer Hand und verwandelt sich in Gold.

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olivk 07.05.2019, 18:12
2.

Als Mitarbeiter von Siemens und auch bei Energy tätig, kann ich nur sagen, selber schuld liebe Politik. Warum läuft denn das Kraftwerksgeschäft nicht? - Weil für die Betreiber in Deutschland keine Investitionssicherheit besteht, was seit der plötzlichen Abschaltung der KKW für alle offensichtlich zu sehen war. Dazu kommen weitere planwirtschaftliche Massnahmen, die am Ende dazu führen, dass heute kein Kraftwerksbetreiber sagen kann, ob sich für ihn ein Kraftwerksbau noch lohnt oder ob nicht in ein paar Jahren alle Gesetze und Richtlinien hinfällig sind. Das ganze ist ein wunderbares Beispiel für Eingriffe der Politik in die Wirtschaft, die nicht nur nichts bringen, nebenbei extrem teuer sind, sondern auch Wirtschaftszweige und damit am Ende Arbeitsplätze zerstören.

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drogitobi 07.05.2019, 18:13
3. Wenn Konzerne anfangen, ihre Sparten anzustoßen...

ist das meist kurz vor dem endgültigen Ende. Irgendwann wird dann der Name an einen chinesischen Investor verscherbelt, um Fernost-Produkte hier teurer verkaufen zu können.

Es ist mir ein Rätsel, wieso der Kerl diesen Abverkaufskurs fahren kann und Aufsichtsrat und co machen alle mit...

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dieter77 07.05.2019, 18:14
4. Ignorant

Der Autor sollte seine Hausaufgaben machen oder einen Experten hinzuziehen. Spin-offs sind nicht aussergewoehnlich in diesen Situationen, sondern die Norm. Die Aktien werden auch nicht verschenkt, sondern das Eigenkapital des Unternehmens wird aufgeteilt und die existierenden Aktionaeren halten statt einer eben zwei Aktien -- was es wesentlich leichter macht, die Aktien in die Haende jener zu bringen, die tatsaechlich am Wachstum des respektiven Unternehmens interessiert sind. Mit Verzweiflung hat dies in keinster Weise etwas zu tun: es ist der richtig (und gemeinhin auch der steuerlich effizienteste Schritt), um eine Separation anzustreben.

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Nonvaio01 07.05.2019, 18:17
5. hmmm

was bleibt dann eigentlich noch uebrig bei Simens..

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keksguru 07.05.2019, 18:20
6. Kopf oder Kropf abschneiden?

Das Geschäft mit Großturbinen schwächelt nicht nur ein wenig, sondern es ist - wenn man die Auslastung in Görlitz anschaut - zu drei Vierteln eingebrochen. Das ist mehr als "ein wenig schwächeln". Leider mangelt es an vielen Stellen im Konzern an Weitsicht oder er ist schlichtweg zu behäbig, ich mein der Energiemarkt entwickelt sich nicht erst seit gestern in Richtung Green Energy.... da hat schon der Typ vorm Kaeser geschlafen.

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moeh1 07.05.2019, 18:21
7. Kraftwerke

Energieerzeugung allein mit alternativen Energieträgern ist eine Illusion an die ausserhalb der Regierung niemand glaubt. Spätestens wenn unser Stromnetz zusammenbricht sind Gasturbinen wieder gefragt, und das passiert schneller als uns lieb ist.

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Annalu 07.05.2019, 18:22
8. Allmählich geht Deutschland die Grossindustrie aus.

Keine Bestechung - keine Geschäfte.

Dann machen das eben die Chinesen.

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chilischweiz 07.05.2019, 18:30
9. der Beitrag versäumt es...

... das neue Wesen von Siemens jenseits seiner hohen Profitabilität anschaulich zu charakterisieren. Solche hohen Renditen werden nicht durch zufällig unübersichtlich organisierte Einheiten erzielt

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