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Absprachen bei Bier, Kaffee, Zucker: Lebensmittelindustrie zahlt Milliarde an Kartell
DPA

Kungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse.

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crocodil 01.06.2014, 18:20
1. Sollten sie es auch

mal bei den Tankstellen suchen. Dort sind doch Preisabsprachen gang und gebe.

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Creedo! 01.06.2014, 18:30
2. hm ...

Zitat von sysop
Kungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse.
Die Strafen stehen doch sicherlich nicht im Verhältnis zum unredlichen Gewinn. Unterm Strich, also Zusatzertrag minus Strafe, machen die Konzerne doch ein Plus. Daher ist Nix gewonnen und die Konzerne machen munter weiter. Es lohnt sich ja.

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mustafa20 01.06.2014, 18:58
3.

Zitat von sysop
Kungeln kommt teuer: Allein die Lebensmittelindustrie musste nach SPIEGEL-Informationen seit 2004 rund eine Milliarde Euro an Kartellstrafen berappen. Von denen profitiert allerdings nicht der Verbraucher, sondern die Staatskasse.
Leider sind die Kartellämter nichts mehr, als ein weiterer staatlicher Raubzug und Missbrauch des Gewaltmonopols ...
Denn "Preisabsprachen" sind auf dem Markt kontraproduktiv und kein Wettbewerber, der einen Weg gefunden hat die Ware billiger anzubieten und damit eine Dominanz aufzubauen, würde sich diese chance freiwillig nehmen lassen ...

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HerbertVonbun 01.06.2014, 19:02
4. Wen wundert das!?

Märkte sind so eine wundervolle, von Menschen gemachte Göttergabe, dass sie angebeten werden muss, egal wieviel Stuss, Nepperei, Übertölperei, Betrug und Korruption dabei anfällt. Ein Gleichgewicht der Märkte und der dort wirkenden Kräfte ist theoretisch wie praktisch nicht eingeplant und nicht gewollt. "Just american way of life!" Und ein Willkommen im Gruselkabinett des TTIP, dem Orwellschen Auswuchs der neoliberalen Markttheorie!

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spaetzuender 01.06.2014, 19:05
5. Typisch!

Der Verbraucher bezahlt die Nachteile, der Staat kassiert mit der Kartellstrafe die Vorteile. Alles in einem Wertestaat mit freier Marktwirtschaft.

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mickeymania 01.06.2014, 19:10
6. Einkalkuliert

Klar, dass die Hersteller standardmäßig Rücklagen treffen, eben damit solche Bussgelder mal eben aus der Portokasse beglichen werden können. Klar auch, dass die Zeche letztlich vom Endkunden gezahlt wird. Und ja, da kann man sich zu Recht drüber echauffieren.

Was aber gerne übersehen wird: Ein Unternehmer, der nicht für eventuelle Unwägbarkeiten zurücklegt, handelt grob fahrlässig, schlicht unverantwortlich sowohl gegenüber seinen Mitarbeitern als auch den Kunden. Wenngleich genauso grob fahrlässig, wie gezielt durch Preiabsprachen das Kartellrecht zu umschiffen. Man darf aber auch nicht außer Acht lassen, dass genau die gleichen Rücklagen auch anders genutzt werden können: Mal lässt sich der Gesetzgeber in Berlin oder Brüssel was neues einfallen, mal strengt der böse Mitbewerber den Patentanwalt an, oder der Verbraucher verlangt mal eine Innovation. Dagegen sind Preismauscheleien doch eher Kleinkram.

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joker2013 01.06.2014, 19:15
7. Man sollte mal davon ausgehen

dass auch das von den "erwischten" Unternehmen bereits in den Verkaufspreisen eingerechnet ist. Also bleibt der Verbraucher -wie so oft- der Dumme. Es freut sich weiterhin der Staat.

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js92 01.06.2014, 19:17
8. Wir sind doch der Staat!

Wie kann man behaupten, der Bürger Habe nichts von den Einnahmen aus den kartellstrafen? Wenn dadurch Löcher in der Staatskasse gestopft werden können, können wir wenigstens hoffen, dass die am Ende nicht vom Bürger gestopft werden müssen. Insofern profitiert natürlich die Staatskasse, aber das ist doch unsere Kasse. Nur weil der Bürger da nicht direkt drauf zugreifen kann, freut man sich doch über die ein oder andere Baustelle auf Autobahnen die damit finanziert werden kann oder?

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aufgeweckter_bürger 01.06.2014, 19:28
9.

Die Unternehmen haben dadurch weniger, zu versteuernder, Gewinn. Dies führt in Zeiten der Gewinnmaximierung nicht nur zu höheren Verbraucherpreisen. Der Staat bekommt ja auch wieder weniger Steuern !? Also, Strafen werden zum Teil von der geminderten Steuerlast wieder aufgefangen ....

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