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Absprachen zu Technik, Kosten, Zulieferern: Das geheime Kartell der deutschen Autobau
DPA

Die deutsche Autoindustrie unter Kartellverdacht: Nach SPIEGEL-Informationen haben sich VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler in geheimen Arbeitskreisen abgesprochen - und so die Basis für den Dieselskandal gelegt.

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hero77 21.07.2017, 13:36
30. Es leben die deutschen Autobauer...

Wer seinen Mitarbeitern Jahr für Jahr 6000.- - 8000.- Prämie zählt und ein Gehalt, das doppelt so hoch ist wie das einer Altenpflegerin, braucht kein Mitleid zu erwarten. Drakonische Strafen wären angebracht, um der Auto-Mafia endlich mal die Grenzen aufzuzeigen. Wetten, dass nichts passiert?

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GSYBE 21.07.2017, 13:37
31.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Die Arbeitskreise waren völlig offen, die Ergebnisse waren einsehbar und es sind übliche Lobbyisten-Arbeitskreise zusammen mit dem Gesetzgeber gewesen, um technisch sinnvolle Lösungen zu definieren. Schlägt der Arbeitkreis z.B. Grenzwerte im Temperaturbereich von 10-30°C vor und der Gesetzgeber akzeptiert das und setzt es in Gesetzen um, dann liegt das Versäumnis beim Gesetzgeber. Anstatt einen sinnvollen Temperaturbereich der Außenludt (z.B. -30°C bis + 40°C) wie er für alle internen Tests von Bauteilen genommen wird, zu definieren und in den Randbereichen z.B. etwas höhere Grenzwerte zu erlauben war es ein schlichtes Versäumnis, unter 10°C keine Messungen zu machen. Warum sollten Autobauer solche offenen Lücken nicht kollektiv nutzen?
Und Ihr Arbeitgeber heisst...?

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Henk-van-Dijk 21.07.2017, 13:37
32. Das rächt sich - schon bald!

Ich verstehe diese hochbezahlten Top-Manager einfach nicht: Hätte die deutsche Autoindustrie & -lobby mal nur einen Teil dieser Energie, welche sie in Absprachen und Software-Schummeleien steckten, in die Entwicklung neuer, umweltfreundlicher Motoren und Technologien gesteckt...Dann wären sie jetzt ganz vorn dran. Stattdessen wurde alles dran gesetzt, die Dreckschleudern möglichst lang zu verkaufen. Das wird sich rächen, wenn andere Hersteller mit E-Motoren links und rechts überholen.

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prophet46 21.07.2017, 13:37
33. Heiße Luft?

Bin gespannt, ob von den als Sensation aufgemachten Anschuldigungen etwas übrig bleibt oder ob es sich nicht wieder um umgedeuteten links-grünen heiße Luft handelt, die die Kampagne gegen den Diesel befeuern soll. Und um eine beinharte Kampagne handelt es sich zweifellos.
Wer sich etwas auskennt in der Branche weiß, dass die Automobilfirmen bei der Definition der Leistungskomponenten von Basistechnologien in (geheimen? lächerlich!) Arbeitsgruppen zusammenarbeitet. Macht ja kein Sinn, dass jeder vor sich hin definiert, da es um die Schnittstellen von Zulieferern geht.
Das heißt allerdings nicht, dass alle das gleiche machen, was man daran sieht, dass die AdBlue Tanks von BMW m.W. größer sind als die von Audi und Mercedes. Auch ist das System das Abgasreinigung abhängig vom Motorentyp z.T. völlig unterschiedlich. Die Abgasreinigung eines BMW Reihensechszylinder ist erheblich anders, als die bei unterschiedlichen Motorenkonzepten der Mietbewerber.

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phileas fogg 21.07.2017, 13:37
34. Verhältnis Gewinn aus Absprache/Strafe

....sollten tatsächlich strafbewährte Kartellabsprachen gtroffen worden sein, interessiert mich nur: (Gewinn aus Absprache) - (Höhe der Strafzahlung) = ?. Für alle ? > 0 wäre das ein politischer Skandal bzw. man fragt sich als Bürger weshalb für Kartellämter Geld ausgegeben wird. (Verarschen kann ich mich selber).
MfG

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geraldwinkeler 21.07.2017, 13:38
35.

Ich habe mich schon immer gewundert, dass die deutschen Autobauer nicht die geringste Neigung zeigten, ihren Konkurrenzkampf mit Umweltgesichtspunkten auszutragen. Die jetzt bekanntgewordenen Absprachen lassen viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen. Ich hoffe, dass Herr Zetsche jetzt nicht mehr monatlich im Kanzleramt vorgelassen wird. Schon vor geraumer Zeit habe ich gesagt, dass unsere hochpopuläre Kanzlerin aus der Causa Ackermann nichts gelernt hat und wahrscheinlich wird sie auch diesmal nicht grundsätzlich klüger werden. Sie ist halt solange Büttel der Konzerne, solange ihre Macht nicht gefährdet ist, wie im Falle Fukushima. Und auch unsere SPD ist so mit der Autoindustrie verbandelt, dass harte Konsequenzen der Absprachen mit dem Totschlagsargument Arbeitsplätze wohl verhindert werden können. In Wirklichkeit gefährdet jedoch das trutzige "weiter so" alter Industrien die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands mehr als alles Andere.

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paula_f 21.07.2017, 13:39
36. Quatsch

Zitat von Phil2302
Hängen am seidenen Faden, weil die EU Vorgaben macht, die nicht einzuhalten sind. Wenn man die deutsche Industrie nicht durch Grenzwerte zerstören konnte, so schafft man es als Wettbewerber vielleicht so. Die Lebensbedingungen des kleinen Mannes sind dabei egal, deshalb ist die Presse ganz vorne dabei. Immer drauf auf die bösen Konzerne. Ich bin froh, dass mein Vater bald in Rente geht und dann von einer Massenentlassung nicht mehr betroffen ist. Und dann reiben sich die Grünen die Hände.
schon in den 80 er hatte Audi den Duo mit elektrisch angetriebener Hinterachse. Auch die Batterietechnik war in einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und VW weit vorne. Schremp der Nichttechniker und Piech haben den Laden dicht gemacht. Ein Toyota Prius oder ein Lexus LS 600h haben die Probleme nicht, und Tesla schon gar nicht. In China wurden übrigens in den letzten Jahren 35.000.000 Elektroroller für ca 400$ US verkauft, billige Elektroautos für die Stadt und den Pendelverkehr als Zweitwagen sind ein riesiger Markt in den USA und Europa. Preise von 5000 bis 8000 € kann kein deutscher Hersteller halten. Zusammengefasst - wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und nur immer Boni haben will versaut die ganze Branche.

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topsykrett 21.07.2017, 13:41
37. Wieder Material zum Draufschlagen..

Los geht's. Ihr dürft wieder draufschlagen auf die Firmen. Insbesondere diejenigen, die am wenigsten Ahnung davon haben ;-) So, und jetzt noch was sachliches: Arbeitskreise zur Abstimmung von OEM-übergreifenden technischen Lösungen sind vollkommen normal und sinnvoll, sonst würden bestimmte Technologien nie eingeführt werden können. Z.B. die Entwicklung von Fahrzeugbussystemen, Steckern, Normteilen etc. werden Herstellerübergreifend durchgeführt. GRUNDSÄTZLICH ist an Arbeitskreisen zw. den Herstellern also überhaupt nichts verwerflich. Jetzt muss eben genau hingeschaut werden, was die Inhalte waren..

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marinero7 21.07.2017, 13:41
38. Erfahrungsaustausch

Zunächst ist es ganz normal innerhalb der Branchenverbände sei es Automobil, Maschinenbau, Chemie, Stahl, Elektro usw. in Arbeitskreisen Geschäftsprozesse, technische Lösungen oder Anforderungen vorzustellen und zu diskutieren. Während meiner Zeit im Stahlbereich waren z. B. auch Kollegen aus Österreich, Luxemburg und den Niederlanden dabei. Also, ganz normal. Kritisch wird es sicher wenn man Beschlüsse zu einem bestimmten Verhalten gegenüber dem Staat fasst. Aber die Grenzen dürften fließend sein. Da haben es die Betriebswirte einfacher. Da werden überall die Geschäftsprozesse der SAP-Software eingesetzt.

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blumenstrauss 21.07.2017, 13:41
39. Es geht jetzt um alles ...

... und am 24.09. kann der Merkel-Dobrindt-Regierung, die diese Mafia-Methoden der Autokonzerne jahrelang protegiert haben, die Rote Karte gezeigt werden.

Für genau so einen Fall haben die Griechen Wahlen erfunden.

In welcher Partei ist nochmal der Ober-Lobbyist der Automobil-Industrie? Genau - Wissmann (CDU), Ex-Forschungsminister

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