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Abstieg des Modekonzerns: Die Fehler der H&M-Erben
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Seit neun Jahren führt Karl-Johan Persson den Konzern H&M. Jetzt bricht der Gewinn ein, und es zeigt sich: Die ruhige Hand des Gründer-Enkels war einfach viel zu ruhig.

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jules_ 27.03.2018, 19:50
1.

Manager dürfen Fehler machen, ohne gleich gehen zu müssen. Frühere Entscheidungen werden offen als Fehler benannt und nicht vertuscht oder schön geredet und die Antwort auf schlechte Zahlen sind keine kurzfristigen, anlegerfreundlichen Hauruck-Veränderungen, sondern langfristige Strategien. Ganz schlecht geführtes Unternehmen..

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1hage2 27.03.2018, 19:59
2. Noch andere Baustellen

Wenn in einer Filiale am Samstag zur besten Zeit von 3 Kassen eine geöffnet ist und ca. 15-18 Kunden in der Schlange stehen....... dann lege ich meine Ware irgendwo ab und gehe lieber einen Cafe trinken.

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Stäffelesrutscher 27.03.2018, 20:25
3.

H&M hat auch ein Problem damit, deutsche Gesetze einzuhalten. Man google nach den Stichwörtern »Betriebsrat« und »Arbeitszeit«.

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at.engel 27.03.2018, 21:02
4.

Ich bin eigentlich kein H&M-Kunde und kann das in diesem Fall nicht wirklich beurteilen. Ich könnte aber hier problemlos ein Duzend Marken aufzählen, bei denen ich nicht mehr einkaufe... und das Problem ist prinzipiell immer das gleiche.
Sobald da ein Konzept, das im Grunde ganz gut durchdacht ist, halbwegs funktioniert, geht es nur noch um das Eine: mehr Gewinn. Und der Weg ist auch immer der Gleiche: Schrott produzieren, und zum selben Preis wie früher verkaufen.
Das Resultat ist dann auch immer das gleiche: Nach ein paar Enttäuschungen kaufe ich da halt nicht mehr ein. Der Unterschied zwischen H&M und den anderen Marken, an die ich hier denke, ist nur, dass ich bei H&M schon immer das Gefühl hatte, die produzieren nur Müll.

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the_skywalker 27.03.2018, 21:44
5. Nokia der Modebranche....

Keine Marke oder Label kommt ohne Zyklen durch die Jahre. Das gesamte Segment Fast-Fashion ist nicht mehr zeitemäß; es kann ja nicht Strategie sein, TK oder Primark zu unterbieten. Wenn H&M das Nokia der Modebranche wird, wäre es auch nicht tragisch.

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nekeos 28.03.2018, 23:25
6. Marktwirtschaft

Die Zyklen zwischen Aufstieg und Fall gehen immer schneller vonstatten, wobei es sehr wenige Ausnahmen gibt. Was ist aus der Deutschen Bank geworden? Krupp war auch mal wer. Was ist die Commerzbank für eine schwache Nummer geworden? Ing-Diba wächst und wächst. Kaufhof laufen die Kunden weg. Amazon laufen sie zu. Das kann man mit weiteren Beispielen fortsetzen. Die Geschichte hier passt eher in die yellow press.

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ph.latundan 28.03.2018, 01:56
7. falsche investitionen ?

falsche investitionen ?

zum beisiel in sue-ost-asien ? so sind die h&m laeden in manila nicht in den first class shoppingmalls. die laeden sind viel zu gross, die preise fuer die kaufkraft zu hoch, das sortiment in grossen teilen falsch. z.b. schoene (?) warme winter-artikel bei 30 c aussentemparatur. und einiges mehr. wer solche fehler macht darf sich nicht wundern wenn er pleite geht.

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blödbacke 28.03.2018, 07:44
8. Tja

Mittlerweile bin ich für H&H wohl zu alt, aber früher hab ich mich immer geärgert, dass die Herrenabteilung so klein ist, zeitweilig war die Damen Dessous-Abteilung größer.

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frau_m_aus_d_an_der_e 28.03.2018, 08:21
9. Vielleicht eine Frage des Geschmacks

Ich glaube, dass im Textilhandel das Geld mit Geschmack gemacht wird. Und da ist mir schon längere Zeit aufgefallen, dass H&M oft irgendwie daneben liegt. Von skandinavischer Folklore über Bordsteinschwalbenoutfits bis Kleiderspende. Man will im Laden inspiriert und emotionalisiert werden, aber H&M wirkt seltsam kühl - wie ein Ikea-Regal aus Eisen.

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