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Abstieg des Modekonzerns: Die Fehler der H&M-Erben
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Seit neun Jahren führt Karl-Johan Persson den Konzern H&M. Jetzt bricht der Gewinn ein, und es zeigt sich: Die ruhige Hand des Gründer-Enkels war einfach viel zu ruhig.

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vienna99 24.12.2018, 16:43
40. Seit Jahren der selbe Einheitsbrei

Seit Jahren gibt es dort immer dieselben Klamotten. Wer braucht im Herbst schon die 20.te Hunterjacke, immer dieselbe Winterjacke, ewig den gleichen Strickpulli? Selten sind alle Größen im Laden verfügbar und ein Waren- Wirtschaftssystem wie bei Zara und Mango kennt man dort auch nicht. Onlinebestellungen brauchen schon mal 3 Wochen. Die Qualität der Kleidung zu 90% Polyester. Kompetentes Personal ist in den Läden selten auffindbar. Was bitte, macht H&M noch attraktiv?

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Fuxx2000 24.12.2018, 16:58
41. Verquere Logik

Ich bin kein HM Kunde, allerdings klingt der Artikel nach gesundem Menschenverstand eher so, als sollte man dort Kunde werden. Keine kurzfristigen hektischen Reaktion, Familienunternehmen, keine Pseudo-Bauernopfer nach Fehlern, Nachhaltigkeit. Das sind doch alles eher Pros statt Contras.

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andiwe 24.12.2018, 17:11
42. Nur kleine Größen...

H&M hat für mich ein ganz anderes Problem: Ich gehöre längen- und gewichtsmäßig zu den oberen 10-20% der männlichen Bevölkerung. H&M bietet aber grundsätzlich nur Mode für magersüchtige oder gerade eben noch normalgewichtige Menschen. Schon etwas darüber, und damit meine ich noch nicht einmal Bauchgrößen, hört es auf. T-Shirts enden bei XL, ein paar Alibi-Shirts in XXL sind vielleicht noch vorhanden. Ich habe H&M deswegen seit langem aufgegeben, schaue alle Jahre mal wieder herein und finde es eher noch schlechter als vorher.

Wenn H&M nur Kleidung für ihr Idealbild eines schlanken Model-Körpers anbietet, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie auch nur an diese verkaufen. Statistisch machen diese bei Männern vielleicht 30-40% der Bevölkerung aus, wenn überhaupt so viel. Die übrigen können sich den Weg zu H&M sparen und tun das auch. Und von 1/3 der Bevölkerung lebt man nicht so gut.

Ich habe mich darüber mal mit einem Einkäufer eines großen Modehauses in München unterhalten. Er argumentierte "Übergewichtige Leute geben weniger Geld für ihre Kleidung aus." Auf meine Gegenfrage, wie sie es ausgeben sollten wenn sie keine hochwertige Kleiding angeboten bekommen, hatte er dann keine Antwort....

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Susi64 24.12.2018, 18:21
43. Es ist schwer ein gutgehendes Unternehmen zu gründen,

es ist aber noch schwerer es am Markt zu halten. Der Markt ändert sich ständig. Junge Menschen fragen nach anderer Mode als die jungen Menschen von vor 10 Jahren, die Jungen, die nun älter geworden sind würden aber auch gern bei der Marke bleiben, wenn sie eben etwas für sie zu bieten hat.
Der Preis spielt auch eine Rolle. Suchen aber junge Menschen eher nach billiger Ware, die nicht so oft getragen wird, kann es für die Älteren durchaus teurer und gediegener sein.
Die Frage ist, was will H&M und wieviel verschiedene Zielgruppen kann sich H&M leisten.
Ich bin zwar kein Kunde von H&M, aber auch ich habe Marken nicht mehr gekauft, wenn die Kleidung mir nicht mehr zusagte, der Preis war dabei nicht das Entscheidende, wohl aber das Preis-Leistungsverhältnis.

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shardan 24.12.2018, 20:02
44. Saisonmode...

In Anbetracht der Tatsache, das ein deutlicher Anteil des Plastikmülls in unseren Weltmeeren eben aus solcher Wegwerfkleidung resultiert, können Marken wie H&M und einige andere gern vom Markt verschwinden und durch nachhaltigere Bekleidung ersetzt werden. Aber dann werden einige Modepüppchen und- bübchen laut weinen.... Sei es drum.

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