Forum: Wirtschaft
Abstimmung in Athen: Reformbegeisterung ist jetzt erste Griechenpflicht
AP

Griechenlands Gläubiger haben ein neues Lieblingswort. Sie fordern "Ownership": Die Regierung in Athen soll das erzwungene neue Reformprogramm auch wirklich wollen. Damit nimmt die Rettungspolitik endgültig orwellsche Züge an.

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makeup 15.07.2015, 05:25
1. ..was soll sich ändern ?

es müßte auch mal ein Ruck durch die Bevölkerung gehen. Jedem müßte klar sein, dass nur ein kompletter Neuanfang den Weg zeichnet, aber "never change a running system" ist zu tief verwurzelt.

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rolforolfo 15.07.2015, 05:30
2. ich denke....

.....es ist nach wie vor falsch, Geld nach Athen zu pumpen.
Es versickert einfach.
Laß die Griechen auf eigene Beine kommen. Mit der Drachme als Währung kann man dann über Schuldenkürzungen reden. Was jetzt abläuft wird immer noch teurer für alle...

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robert daney 15.07.2015, 05:31
3. Die stille Revolution des Marktes

Niemand hat eine Antwort darauf womit Griechenland sein Geld verdienen soll. Was für ein Geschäftsmodell soll hier entwickelt werden, außer das, was bisher bestand, nämlich Konsument von deutschen Überschüssen. Gibst du Deutschland 300 Milliarden produziert es noch mehr Überschüsse, gibst du Griechenland 300 Milliarden konsumiert es noch mehr Überschüsse. Nun dass ein rückständiges Agrarland industrialisiert werden kann, hat Bayern vorgemacht. Soll jetzt ganz Europa das Deutsche Überschussmodel übernehmen wie Bayern? Aber was ist, wenn die asiatischen Defizitländer zusammenbrechen? Helfen wir diesen Ländern auch Überschussländer zu werden? Dann verkauft die Erde ihre Überschüsse dem Marsmännchen?
Viele beschweren sich, dass es Demokratieabbau zugunsten des Marktes gibt. Aber der Markt ist zutiefst demokratisch, so demokratisch, dass es den Marktverfechtern schwindlig wird. Zu niedrige Löhne werden sofort bestraft, ungerechte Vermögensverteilung wird bestraft, Spekulation auf Kosten der Allgemeinheit wird bestraft. Die Sprengkraft des demokratischen Marktes ist noch nicht erkannt worden und gründet darauf, dass sich die bisherige Mangelwirtschaft sehr schnell in Überflusswirtschaft wandelt. Damit wandert die Macht zu Produzieren in die Macht zu Konsumieren. Bisher haben die Produzenten immer die Oberhand behalten, das zeigt auch Griechenland. Zwischen Harz IV und Schuldenkrise ist relativ viel Zeit vergangen, so dass die Bestrafung des Marktes geleugnet werden kann. In Zukunft werden die Krisen immer schneller kommen, da der Markt auf Ungerechtigkeiten immer schneller reagieren wird, weil die Produzenten immer abhänginger vom Markt sind, was in der bisherigen Mangelwirtschaft noch nie der Fall war. Der gesamte Aufschwung von Asien ist diesem Umstand geschuldet. Der Markt ist weltweit gesättigt und weitere Absatzmärkte sind nur noch durch Marktgerechtigkeit zu haben und jede Ungerechtigkeit wird vom Markt immer schneller und immer gnadenloser bestraft. Überschüsse, Überproduktion, Vorteilnahme, Lobbyismus, Spekulation, Lohndumping, Korruption, Machtausübung jeglicher Art wird bestraft und der Politik und den Marktteilnehmern bleibt nichts anderes übrig als sich der demokratischen Gerechtigkeit des Marktes zu beugen. Der Markt nivelliert gnadenlos alle Versuche sich Ungerecht Vorteile zu erschleichen. Der Weg zurück ins Mangelparadies der Machteliten die über den Mangel und die Mehrheit geherrscht hat, ist versperrt.

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wb3 15.07.2015, 05:42
4. Falsche Frage

Die Fragestellung ist falsch. Weder ein Schuldenschnitt, noch kein Schuldenschnitt hilft. Die Griechen zahlen doch jetzt schon fast keine Zinsen und die Schulden sind bzw. werden auf den StNimmerleinstag verschoben, was letztlich bedeutet : von zukünftigen Generationen wird gezahlt oder eben: nie. Alles nur Augenwischerei. Allerdings ist die Analyse zutreffend, dass hier Unmögliches verlangt wird. Nur sollte man das zuende denken. Es trifft bei dieser Situation die griechisch-südliche Mentalität auf die nordeuropäische (bzw. speziell deutsche) Mentalität . Diese Mentaltäten beinhalten ein grundsätzlich anderes Verhältnis zum Geld (und zum Leben). Was hier versucht wird , ist eine Vergewaltigung der griechischen Volksseele und die kann nicht gelingen bzw. wird nur Schaden anrichten. Das kommt zur Entwürdigung, dass Griechenland nicht mehr über sich selbst bestimmen darf, hinzu und wird den inneren Widerstand hervorrufen. Das ist letztlich dem Euro zu verdanken, der einfach eine Fehlkonstruktion ist und nur Unheil bringt. Der Euro gehört abgeschafft bzw. grundlegend verändert.

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ichbinmalweg 15.07.2015, 05:48
5. Das Schlimme ...

... ist: Orwell ist mittlerweile wirklich Kindergarten.

Trotzdem bin ich die Griechen leid, denn Täuschen und Tarnen gibt es seit Anbeginn.

Ich denke, GR wird nie seinen Beitrag zu einem stärkeren Europa leisten können und wollen. Deshalb ist der Grexit nur aufgeschoben.

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patrthem 15.07.2015, 05:58
6. Historisches Vorbild

Irgendein deutscher Fürst ( die echten Historiker können vielleicht nachtragen, wer es war ? Ein preussischer König ?) prügelte auf seine Untertanen ein und schrie: " Ihr sollt mich nicht hassen,ihr Saubande, ihr sollt mich LIEBEN! LIEBEN!"
Nichts Neues unter der Sonne.

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f-rust 15.07.2015, 06:00
7. endlich einmal wieder ein vernünftiger

kommentar, der den nagel auf den kopf trifft. danke.

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kleinsteminderheit 15.07.2015, 06:24
8. Diktierte Reformgesetze

Warum diktiert uns niemand Reformgesetze?
Vielleicht weil wir uns auch mal Regierungen wählen, die reformieren, bevor alles den Bach runter geht?
Wir hätten an der Wiedervereinigung auch Pleite gehen können. Und es gab im Gesundheits-, Renten-, Sozial- und Steuersystem so manche bittere Pille zu schlucken, die dann aber die Finanzen tragfähig hielt.

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Forumbeitrag 15.07.2015, 06:27
9. Der Artikel ist totaler Quatsch

Natuerlich muessen die Griechen ihr Land aus der Misere holen wollen. Momentan scheint Griechenland keine wirklich funktionierenden Strukturen zu besitzen ( Steuereinnahme, Korruption, Vetternwirtschaft). Die Griechen muessen Strukturaenderungen wollen, um das Land auf einen Kurs zu bringen, der Zukunft hat. Wie schon vorher mal geschrieben denke ich zwar, dass Griechenland eine Kreditstreckung und Umschuldung benoetigt, um Luft zum Atmen und zum Aufbau zu bekommen, aber die Glaebiger werden sich nie dazu aufraffen, wenn sie den festen Willen von Regierung und Bevoelkerung vermissen, auch wirkliche Reformen durchzufuehren. Wenn es nur Lippenbekenntnisse bleiben, wird es wohl der letzte Kredit sein den Griechenland bekommt und dann Europa ade (nicht nur fuer Griechenland). Dabei muss man sagen, dass die Kommunikationspolitik der Griechen gelinde gesagt unter aller Sau ist. Man sollte die Vernhandlungspartner auf beiden Seiten austauschen, da sich viel zu viel Groll aufgebaut hat.

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