Forum: Wirtschaft
Absturz der Währung: Die fatale Rubel-Strategie des Kreml
REUTERS

Ihr Versuch, den freien Fall des Rubels zu bremsen, misslang. Nun droht auch Russlands Zentralbankchefin Nabiullina der Sturz. Hardliner werfen der Wirtschaftsliberalen gar Landesverrat vor. Doch die Ursachen der Krise liegen woanders.

Seite 1 von 12
Epikurus 16.12.2014, 20:32
1. Russland hat in den letzten 20 Jahren viele Währungs- und Wirtschaftskrisen

überstanden. Es gibt viele im Westen, die darauf hoffen, dass Putin und andere entmachtet werden. Wie naiv muss man aber sein, dass der Wirtschaftskrieg gegen Russland zu Jubel führen würde, wenn eine neue Regierung kommen würde? Die Atmosphäre ist nun in Europa ziemlich vergiftet. Es wird auch in ganz Europa einen Riss durch die Bevölkerung geben. Man wird Putin nicht das EU-Chaos anhängen können, dass mit dem Expansionswahnsinn aus Brüssel begann.

Beitrag melden
joann 16.12.2014, 20:34
2. Mal sehen, ob wir die Russen schnell genug

kaputtgeschrieben und kaputtsanktioniert kriegen - dann sind wir die Sorge los, dass die BRICS vielleicht erfolgreich etwas tun, um sich von der Dollarmonopolstellung zu befreien.

Das darf nicht passieren, denn es ist das Eine, was dem Westen seine wirtschaftliche Vormachtstellung und Kontrolle uber den Planeten verschafft, und die Erste Welt zu dem macht, was sie ist :
the West is the Best.

Alles, aber auch wirklich Alles andere (Terrorismus, Ebola, Konjunktur etc) ist daneben beinahe ebenso irrelevant wie der Klimawandel

Beitrag melden
nofreemen 16.12.2014, 20:43
3. Pleite na und

Japan, die USA, Argentinien, Italien alle waren sie schon Pleite, einige schon mehrere male. Es gibt noch mehr davon und es werden immer mehr. Alle Stsaten sind hoffnungslos überschuldet trotz MBA, Unis etc. Neu bei Russland ist, dass man ein Staat Mutwillig in den Ruin treibt. Einer der wenigen Staaten der nicht verschuldet ist. Aus purem Neid und Intolleranz will man die Russen auf Linie bringen, gleichschalten. Das Finanzsystem entbehrt jeder Logik und unterliegt den Regeln des Schneeball Systems. Man spricht aber von Finanzökonomie und setzt eine Geldmenge ein das um ein zigfaches der benötigten Menge entspricht. Das alles nur um die Börsenpapiere und Aktien dem gemeinen Handwerk zu bevorteilen. Die Bürger merken das etwas nicht stimmt und werden zu Wutbürgern. Die regierungswillfährigen Journalisten reiben sich die Augen und versuchen mit abstrusen Theorien die Lage zu erklären. Im Zeitalter der social Media wird es immer schwieriger die Leute in den Griff zu bekommen. Man lässt sich nicht mehr so leicht verarschen von Leuten die keine Begabungen haben aussen Börsenzahlen zu jonglieten. Akte Werte sind wieder gefragt und dami tun sich die Politikerwendehälse sehr schwer. Die Demokratie und ihr Rechtssysten sind auf dem Prüfstand. Resultat : ab in die Wetstatt und später wieder kommen.

Beitrag melden
petitbonhomme 16.12.2014, 20:44
4. Aktuell

Ich habe gerade gelesen der Kongress hat Obama ein Gesetz vorgelegt das er nächste Woche Unterschreiben wird. Neue Sanktionen gegen Russland obwohl eine Waffenruhe zurzeit anhält. Der Krieg den die USA wollen kommt schleichend und er wird kommen. Gott stehe uns bei, es wird sehr ernst, ich glaube den Europäer ist das noch garnicht so recht bewusst.

Beitrag melden
TS_Alien 16.12.2014, 20:47
5.

Russland ist marode, in allen Bereichen. Den Fall des Rubels halten Stützungsgeschäfte nicht auf, zumindest nicht auf Dauer. Auf die Stützung spekulieren nur etliche Spekulanten. Russland hätte vor 20 Jahren seine Wirtschaft sanieren müssen und Geld in zukunftsträchtige Industriebereiche stecken sollen. Dabei hätten sicher viele ausländische Investoren geholfen, wenn die nicht um ihr Geld und um ihr Leben hätten fürchten müssen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Die aktuelle russische Wirtschaftskrise hat sich angekündigt. Mit den lächerlich geringen Sanktionen des Westens hat sie kaum etwas zu tun. Das Land geht nun etwas schneller den Bach herunter, den Bach herunter gegangen wäre das Land sowieso.

Beitrag melden
thg 16.12.2014, 20:54
6. Russland

nun. ich fühle mich im westen ganz wohl und freue mich für jeden staat, der es ebenso schafft wirtschaftlich stark zu werden. nein, hier ist nicht alles nur gut. aber viel mehr ist besser als in anderen systemen. russland hat eigentlich alles: rohstoffe, intelligente ingenieure, ideen. warum klappt es also nicht? weil der westen schuld ist? wäre schön einfach. wenn russland aufhört sich selbst im weg zu stehen wird es vielleicht noch etwas. mich würde es freuen.

Beitrag melden
stefan taschkent 16.12.2014, 20:55
7. Ganz nah dran

Wir sitzen in Europa selbst auf einem wirtschaftlichen Pulverfass, aber können das Zündeln nicht lassen. In einer globalen Welt ist es mit der Wirtschaft wie mit dem Klima - die physischen Grenzen verschwimmen zunehmend. Insgesamt wird die ganze Übung zu einer Abkühlung der globalen Wirtschaft führen, die wir Deutschen schneller spüren werden, als uns lieb sein kann. Dann hilft es wenig, dass es dem "bösen Russen" ja noch schlechter geht. In der Zwischenzeit sind die Spanier und Italiener übrigens noch lange nicht aus dem Schneider und die Chinesen und Amerikaner gehen auf Einkaufstour. Rock'n Roll!

Beitrag melden
Liberalitärer 16.12.2014, 20:55
8. Ölmarkt

Zitat von TS_Alien
Russland ist marode, in allen Bereichen. Den Fall des Rubels halten Stützungsgeschäfte nicht auf, zumindest nicht auf Dauer. Auf die Stützung spekulieren nur etliche Spekulanten. Russland hätte vor 20 Jahren seine Wirtschaft sanieren müssen und Geld in zukunftsträchtige Industriebereiche stecken sollen. Dabei hätten sicher viele ausländische Investoren geholfen, wenn die nicht um ihr Geld und um ihr Leben hätten.
Das stimmt, nur werden die Russen den Kurs besser über den Ölpreis stützen können und das können sie (leider) auch machen. Ich denke, dass sie die Währungsreserven eher in den Commoditybereich stecken.

Beitrag melden
roflem 16.12.2014, 21:03
9. Abwarten

Auch vom Spiegel herbeigeschriebene Untergangs Szenarien müssen sich nicht bewahrheiten. Bis jezt sind die Preise an den Tankstellen noch nicht so drastisch gefallen und Gas aus Russland läuft immernoch durch die Pipelines. Ok die Apfelbauern und andere leiden unter den Sanktionen, aber Wirtschaftskriege führt die EU schon seit 50 Jahren...

Beitrag melden
Seite 1 von 12
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!