Forum: Wirtschaft
Abzocke im Internet: Als Herr Ortmann 300.000 Euro einsetzte - und verlor
Michael Herdlein

Kriminelle Banden zocken mit dubiosen Aktiengeschäften arglose Bürger ab. Das BKA warnt vor den Maschen der Betrüger. Der Fall eines Rentners aus Bayern zeigt, wie perfide die Verbrecher vorgehen.

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Referendumm 25.09.2018, 14:24
230.

Zitat von DerBlicker
Zu solchen Menschen fällt mir nichts mehr ein. Aber ich habe auch so jemand in der weiteren Familie, erzählt mir seit Jahren, Kryptowährungen wären der letzte Schrei. Seit dem Niedergang vom Bitcoin habe ich nichts mehr von ihm gehört.
Von SPON gibts darüber auch einen netten Beitrag:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/bitcoin-iota-und-co-diese-betrugsmaschen-gibt-es-a-1190296.html

Zitat daraus: "Als Thomas Neumann Mitte Januar aus dem Urlaub zurückkam, war da auf einmal nur noch eine Null. Zehn sogenannte GIOTA waren aus seiner elektronischen Geldbörse verschwunden, Guthaben in der gerade angesagten Kryptowährung Iota. ... Thomas Neumann, 59, passt nicht ins typische Nerd-Klischee: Er war Vorstand eines börsennotierten Unternehmens, mittlerweile lebt er als Privatier in Süddeutschland, wo er die Muße hat, seiner Tech-Leidenschaft zu frönen. Vor geraumer Zeit kaufte er sich einen Tesla, Modell X, das mit den Flügeltüren, nachdem er 30 Jahre lang BMW gefahren war. Und im Dezember schließlich investierte er in Kryptowährungen."

Auch in diesem Falle wars wohl eher die Kombination aus purer Langeweile und Gier plus die Überzeugung "Ich bin hochintelligent, mir kann das nicht passieren". Aber wer sich schon einen Tesla kauft, der hat weniger Verstand als gedacht - imho.

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Zeitwesen 25.09.2018, 14:24
231. Neusprech

Dubiosen Aktiengeschäfte mit denen arglose Bürger abgezockt werden:
Bei kleineren Gruppierungen spricht man von "kriminellen Banden"

Bei größeren Gruppierungen spricht man von "ehrenwerten Banken"

Erstere kommen in den Knast, letztere werden gerettet.

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thombable 25.09.2018, 14:29
232. Selten so ein Geschwurbel gelesen...

Zitat von Alias_aka_InCognito
Finanzgeschäfte sind eine Wissenschaft für sich und brauchen jahre und jahrzehntelange Erfahrung und Expertise, damit die Arbeit Früchte trägt. Es käme niemand auf die Idee, dass er Chirurg, Ingenieur, Anwalt oder einfach nur Maurer, Schreiner oder Schmied sei. Aber bei Spekulationen am Finanzmarkten halten sich einige für abgezockte Profis und glauben, den großen Reibach machen zu können. Dabei übersehen viele, dass es äußerst komplizierte technische Vorgänge sind, die überhaupt einen Gewinn mit einiger Wahrscheinlichkeit ermöglichen, wenn ein kalkuliertes Risiko eingegangen wird. Oder man betrügt und nimmt den ahnungslosen, unbedarften kleinen Mann aus, der sich auf leicht "verdientes" Geld freut. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass dieses technische Wissen, das Finanzfachleute haben, eben sehr abstrakt ist und die Prozeduren immateriell sind, um die Börsenvorgänge für einen Gewinn nutzbar zu machen. Es ist auch nicht klar, wer hier der "Handwerker", wer der "Kunde" und wer der "Rohstoff" ist, aus dem der Gewinn herausextrahiert wird. Schon allein durch dieses schwammige Bild sieht man, dass Börsengeschäfte für die meisten Bürger nicht geeignet sind.
Einfach einen breitgestreuten MSCI World kaufen und liegenlassen. Da ist nix kompliziertes dran. Ist nur halt zielmlich langweilig und unsexy.

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adal_ 25.09.2018, 14:30
233.

Zitat von Erbi
Das Sie das nicht erkennen können oder wollen, zeigt einfach nur wie neoliberal durchsetz Ihre Denke und Ihr Weltbild ist.. traurig!
Über die Verwerflichkeit des Kapitalismus im allgemeinen, können Sie woanders diskutieren. Hier geht es um eine spezielle Betrugsmasche: Kursmanipulation durch Verkauf einer Schrottaktie mit perfiden Drückermethoden.

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adal_ 25.09.2018, 14:32
234.

Zitat von Erbi
Das Sie das nicht erkennen können oder wollen, zeigt einfach nur wie neoliberal durchsetz Ihre Denke und Ihr Weltbild ist.. traurig!
Über die Verwerflichkeit des Kapitalismus im allgemeinen, können Sie woanders diskutieren. Hier geht es um eine spezielle Betrugsmasche: Verbotene Kursmanipulation durch Verkauf einer Schrottaktie mit perfiden Drückermethoden.

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peer.seus 25.09.2018, 14:32
235.

Zitat von Berliner42
An dem Betrug war kein einziger Banker beteiligt. Ihr beitrag geht genauso in Richtung Unwissenheit wie das Betrugopfer. Das sind zwei Seiten der gleichen Medaille.
So, so: Beim Betrugs-Crash 2008 war also kein Banker beteiligt - kein Banker hat damals vorsätzlich auf "too big to fail" oder "nach mir die Sintflt" gespielt?

Kein Banker hat gewusst, dass 30-80% faule Kredite in Pakete gebündelt und mit utopischen Verzinsungen arglosen Rentnern und von grenz-kriminellen Bank-Verantwortlichen aufgeschwätzt.

Und dieses geballte, angebliche Nicht-Wissen hat dann die Finanzwelt angeblich von heute auf morgen erschüttert - und die Politik dazu gebracht, unser Geld zur Rettung dieser verkommenen Institute und eben verbrecherischen Nicht-Wisser zu missbrauchen - statt in Schulen, Universitäten, Krankenhäuser und zur Finanzierung des Personals all dieser sinnvollen Institutionen: All das Geld, das in HRE, Commerzbank, ikb, und in 0-Zinsen versenkt wurde, gehörte uns!

Da ist dieses Einzelschicksal - zumal letztlich selbt verursacht - irrelevant.

Aber ganz und gar nichts haben sie Verstanden, wenn der Tenor des Artikels gar nicht auf kriminellen Machenschaften von Finanzmaklern geht, sondern wenn es um die Verteufelung des freien Internets geht - in dem angeblich solches Unrecht geschieht, weil es (noch) nicht autoritär geführtu, belauscht und zensiert wird. DAS scheint mir eine viel wichtigere Botschaft des Artikels zu sein!

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Antalyaner 25.09.2018, 14:34
236.

Zitat von joomee
Jetzt kommt bestimmt gleich jemand ums Eck und schreibt, dass er schon immer gesagt hat, dass Aktien nichts für kleine Leute sind. Wetten? ;-)
Damit Sie nach über 230 Forumsbeiträgen Ihre Wette nicht verlieren: Ich habe schon immer gesagt, dass Aktien nichts für kleine Leute sind.

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ex_berliner 25.09.2018, 14:35
237. Alles auf eine rapide fallende Aktie gesetzt?

"...Arthur-Maury-Aktie, acht Stück für insgesamt 20.080 Euro. In den folgenden Monaten löst Ortmann alle Konten auf und steckt immer mehr Geld in die Aktie. Am Ende hat er genau 280.125,72 Euro in 105.500 Aktien investiert..."

Diesen Zahlen zufolge, hat der Herr 8 Aktien zum Stueckpreis von ca. 2.500,00 Euro erworben und dann ueber einen gewissen Zeitraum weitere 260.000,00 Euro in dieselbe Aktie investiert - zu einem durchschnittlichen Stueckpreis von etwa 2,50 Euro. Hat der Mann wirklich sein ganzes Geld in eine rapide abschmierende Aktie gesteckt oder liegt hier ein Druckfehler vor?

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cabeza_cuadrada 25.09.2018, 14:42
238. nichts verstanden...

Zitat von Erbi
Gehen wir mal davon aus, das der Angesprochene die Pommesbude besitz UND betreibt. Also jeden Tag selbst dort seinen Mann steht und Pommes verkauft (sonst wäre er ja selber schon ein Ausbeuter). Dann sind Sie, wenn Sie Ihm ein solches Angebot unterbreiten, der Ausbeutende und er, wenn er es annimmt, der Ausgebeutete. Bleibt ja auch die Frage wie lange die Laufzeit ist. Nehmen wir mal 1 Jahr an. (dauerhaft wäre schon mehr als dreist) Eine Beispielrechnung zu Ihren Bedingungen: Nehmen wir an er verkauft derzeit pro Monat 2500 Portionen Pommes a 2€ also 5000€ im Monat Umsatz und könnte mit einer zweiten Fritteuse plattgerechnet tatsächlich doppelt so viele Kunden bedienen also 5000 und hätte dann 10000€ im Monat Umsatz. Sie geben Ihm 1000€ und würden dafür bei 0,01% vom monatlichen Umsatz 100€ von ihm bekommen (ja es ist sein verdientes Geld!) und dazu noch 0,01€ von jeder Portion macht nochmal 50€ also 150€ im Monat für Sie und damit insgesamt 1800€ und eine Rendite von 80%. Klar verdient er dabei auch das doppelte als zuvor. Aber davon muss er ja deutlich mehr an Sie zurückzahlen als er von Ihnen bekommen hat. Sie beuten Ihn also damit aus, dass Sie ihn aus "Nettigkeit" abzocken anstatt das Geld einfach zu leihen und vlt mit einem kleinen Dankeschön zurückgezahlt zu bekommen. Für mich ist das ein Paradebeispiel für Ausbeutung. Das Sie das nicht erkennen können oder wollen, zeigt einfach nur wie neoliberal durchsetz Ihre Denke und Ihr Weltbild ist.. traurig!
dann sage ich es mal so. Dann bleiben sie doch bei ihrer einen Fritteuse und den 5000 Euro Umsatz. Abzüglich Kosten kommen sie damit gerade so über die Runden und landen im Alter, wenn sie einfach zu alt sind um täglich in ihrer Bude zu stehen, in der Grundsicherung. Ich hätte an ihrer Stelle lieber den Investor beteiligt und könnte über kurz oder lang sogar jemanden einstellen um nicht mehr jeden Tag selbst an der Fritte stehen zu müssen. Ihre Kalkulation basiert übrigens auf meinen fiktiven Beispieldaten aber trotzdem ist rechnen nicht ihre Stärke. Bei 0,01% (nicht 1%!!!) vom Umsatz bekomme ich gerade mal 1 Euro von den 10000 Euro Umsatz ab. Das sind 12 Euro im Jahr für meine 1000 Euro Investition. Also die fiktive Beteiligung pro Portion mal raus genommen da in der Praxis unüblich habe ich eine "Dividende" von 12 Euro pro Jahr für mein 1000 Euro Invest. Wissen sie was? Vergessen Sie es, dass sind gerade mal 1,2 %. Da investiere ich lieber woanders wo ich das 3-4 fache bekomme. Schönen Tag noch!

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dannyinabox 25.09.2018, 14:45
239. Wie heisst es so schön?

Wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen. Die 300k hat er sich wahrscheinlich mühsam angespart und ein paar Telefonate später ist er alles los. Wenigstens seine Kinder haben noch gerettet was zu retten war. Die Überschreibung des Hauses ist ein guter Ansatz. So kann das gehen. Trotzdem alles gute Herr Ortmann.

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