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Änderungen zum Jahreswechsel: So bekommen Sie 2019 mehr Geld (ohne etwas dafür tun zu
DPA

Das neue Jahr wird für viele finanziell besser - der Staat spült Millionen Menschen mehr Geld in die Kasse. Der Überblick.

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krautrockfreak 29.12.2018, 11:52
20. Wie wäre es, den Soli mal endlich abzuschaffen? DAS wäre eine echte

Entlastung! Gerechtfertigt ist er schon lange nicht mehr. Die paar Euro, die ich irgendwo nun mehr kriege, nimmt mir der Staat um ein Vielfaches auf diese Weise weg...

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techkritik 29.12.2018, 11:52
21. Mr. Riesterrente gibt Tipps

Irgendwie ist dieser Experte für mich "durch". Früher riet er hunderttausenden zum Riestern, dabei waren die Schwächen des Systems schon von Anfang an bekannt. Ich arbeitete damals in einer Bank und unserer Betriebsrat warnte uns hinsichtlich Riester wegen all der Schwachpunkte, die erst Jahre später auch ihren Weg in die Öffentlichkeit gefunden haben. Dieser Experte hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Schwachpunkte lange Zeit nicht diskutiert wurden.

Weiter: wenn man das Monatsbrutto und dann die jährlichen Vorteile im gleichen Artikel anführt, dann ist da etwas faul! Würden wir alles auf eine monatliche oder jährliche Basis stellen, dann wäre offensichtlich, wie wenig das alles ist - vor allem, wenn man dann auch mal Miete und Strom dagegen hält. :-) …. kurzum: "der Experte" versucht die politischen Erfolge der letzten Monate zu verkaufen, wenn es aber darum geht, ob es den Menschen gesamtheitlich besser gehen wird, muss die Antwort wieder einmal ganz anders ausfallen.
Noch ein Punkt: eine Arbeitslosenversicherung, die mittlerweile auf 2700 Euro gedeckelt ist (in Frankreich wären es 7500 Euro), muss ja auch günstiger werden - man bekommt ja ohnehin nur ein Bruchteil dessen, was in anderen Ländern möglich wäre (und die haben eine höhere Arbeitslosigkeit als wir).

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Pela1961 29.12.2018, 11:57
22.

Zitat von stef_ma
haben nichts von diesen Vergünstigungen. Muss man bei der sonst stattfindenden Neiddebatte hier, ja auch einmal erwähnen.
Beamte profitieren sowohl von dem erhöhten Grundfreibetrag, sie bekommen auch Kindergeld und es steht ihnen ebenso wie jedem anderen frei, sich günstigere Energieversorger zu suchen. Wo sie allerdings leer ausgehen, ist die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags. Das aber auch nur deshalb, weil sie da gar nix bezahlen. Wer nix zahlt, merkt logischerweise auch keine Senkung eines Beitrages. Aber überall da, wo Beamte auch zahlen, werden auch für sie die Beiträge gesenkt.

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wolleh 29.12.2018, 12:01
23. Habe nichts entdeckt

was mir etwas gebracht hätte. Da wird Wind gemacht, obwohl keiner da ist. Da werde ich angeblich bei KV- und PV Beiträgen entlastet. Falsch. Niemand wird entlastet. Im besten Fall bleibt alles gleich. Bei Arbeitnehmern der KV Beitrag 0,5 Punkte runter und bei der PV gleich drauf. Bei Betriebsrenten geht es nach oben. Über Betriebsrenten verfügt der Staat. Ca. 20% davon gehen gleich weg. Dann noch zig Prozent durch Steuern. Reiche dagegen zahlen dagegen so gut wie nichts. Wann kapieren wir, dass der Kapitalismus die falsche Stastsform ist und alle Abgeordneten nur die Reichen vertreten. Ich kaufe mir jetzt eine gelbe Weste.

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meiner_meinung_nach 29.12.2018, 12:01
24. Trugschluss und Fakten

@Ronja2009: ich halte Ihre pauschalen Ausführungen für falsch. Wenn Sie GeringverdienerIn sind, dann zahlen Sie doch ohnehin so gut wie keine Steuern (der Grundfreibetrag wurde gerade um 168€ angehoben, was Ihnen sogar direkt zugute kommt). Wieso behaupten Sie dann, Sie subventionierten Familien?
Im Gegenteil zahlen Sie als vorgeblicher Geringverdiener nur einen sehr geringen Krankenversicherungssatz, sind als Geringverdiener lt. Statistik aber häufiger krank als der Durchschnitt und verursachen somit statistisch sogar mehr Krankheitskosten. D.h. also, dass die Mittelschicht Sie mit deren Krankenversicherungsbeiträgen subventioniert.
Zusätzlich werden Sie, falls Sie im Alter wg. geringer Rentenhöhe unter die Grundsicherung fallen, durch die Steuereinnahmen der Kinder der Familien mit Kindern, die nun 10€ mehr Kindergeld/ Kind bekommen, unterstützt. Übrigens beträgt die Erhöhung des Kindergeldes seit 2010 gerade mal 5,4%. Das liegt unterhalb der Inflationsrate.
Weiterer Punkt: da Sie sehr wenig Steuern zahlen, subventioniert die Allgemeinheit Sie zusätzlich über die öffentliche Infrastruktur (Straßen, ÖPNV, Parks, Kultur etc.) und Vergünstigungen wie z.B. den Berlinpass (Vergünstigung bei ÖPNV und Kulturangeboten) oder vergünstigten Wohnraum des sozialen Wohnungsbaus, der zuvor öffentlich gefördert wurde. Ihre Lösung ist nun offenbar die Verweigerung der Arbeit. Das ist kindisch, damit schaden Sie sich nur selber.
Wie daher also Sie auf die Idee kommen, eine Erhöhung des Kindergeldes zu kritisieren, erschließt sich mir nicht. Sie sollten froh sein, dass Kinder aufgezogen werden, die auch Ihnen ein Auskommen im Alter ermöglichen werden.
Vllt hilft Ihnen das ja weiter: es gibt kaum ein Land der Erde, in dem die berufliche Förderung so leicht in Anspruch zu nehmen ist wie in Deutschland. Es steht Ihnen frei, sich fortzubilden, das Abitur nachzuholen, sich für besser bezahlte Tätigkeiten zu qualifizieren und dann besser bezahlt zu werden.

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MarkusW77 29.12.2018, 12:08
25. @pierrotlalune

Lesen hilft. Zum Pflegebeitrag steht was drin, Stromkosten senken durch Vergleich steht drin, hypothetische Sachen, was vielleicht irgendwann mal teurer wird steht nicht drin. Zu Recht.

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meiner_meinung_nach 29.12.2018, 12:17
26. @Ronja2009 - Trugschluss und Fakten

@Ronja2009: ich halte Ihre pauschalen Ausführungen für falsch. Wenn Sie GeringverdienerIn sind, dann zahlen Sie doch ohnehin so gut wie keine Steuern (der Grundfreibetrag wurde gerade um 168€ angehoben, was Ihnen sogar direkt zugute kommt). Wieso behaupten Sie dann also, Sie subventionierten Familien?

Im Gegenteil zahlen Sie als vorgeblicher Geringverdiener nur einen sehr geringen Krankenversicherungssatz, sind aber nicht seltener krank als Mitglieder höherer Einkommensstufen. D.h. also, dass die Mittelschicht Sie mit höheren Krankenversicherungsbeiträgen subventioniert.

Zusätzlich werden Sie, falls Sie im Alter wg. geringer Rentenhöhe unter die Grundsicherung fallen, durch die Steuereinnahmen der Kinder der Familien mit Kindern, die nun 10EUR mehr Kindergeld/ Kind bekommen, unterstützt. Übrigens beträgt die Erhöhung des Kindergeldes seit 2010 gerade mal 5,4%. Das liegt unterhalb der Inflationsrate, s. https://www.finanz-tools.de/inflation/inflationsraten-deutschland

Weiterer Punkt: da Sie sehr wenig Steuern zahlen, subventioniert die Allgemeinheit Sie zusätzlich über die öffentliche Infrastruktur (Straßen, ÖPNV, Parks, Kultur etc.) und Vergünstigungen wie z.B. den Berlinpass (Vergünstigung bei ÖPNV und Kulturangeboten) oder vergünstigten Wohnraum des sozialen Wohnungsbaus, der zuvor öffentlich gefördert wurde.

Wie daher also Sie auf die Idee kommen, eine Erhöhung des Kindergeldes zu kritisieren, erschließt sich mir nicht. Sie sollten es begrüßen, dass Kinder aufgezogen werden, die auch Ihnen ein Auskommen im Alter ermöglichen werden, und dass dies finanziell unterstützt wird. Die paar Euro sind ohnehin kein Ausgleich für die Nerven, die die Aufzucht & Pflege von Kindern kostet.

Ihre angekündigte Lösung für "diese Ungerechtigkeit" soll offenbar die zukünftige Verweigerung der Arbeit sein. Das wäre aber kontraproduktiv, damit schaden Sie sich selber. Vllt hilft Ihnen das ja weiter: es gibt kaum ein Land der Erde, in dem die berufliche Förderung so leicht in Anspruch zu nehmen ist wie in Deutschland. Es steht Ihnen frei, sich fortzubilden, das Abitur nachzuholen, sich für anspruchsvollere Tätigkeiten zu qualifizieren und dann besser bezahlt zu werden.

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nochStudent 29.12.2018, 12:22
27. 20 Beiträge und fast nur Gejammer/Neid

Unglaublich, da werden Vergünstigungen für Familien mit Kindern beschimpft und gejammert, dass der Staat die steigenden Lebenshaltungskosten nicht ausgleicht. Soviel Missgunst hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Einfach mal daran denken, dass diese Kinder, egal ob die eigenen oder nicht, später die eigene Rente/Grundsicherung zahlen werden und der Staat nicht dafür verantwortlich ist Ihnen ein schönes Leben zu verschaffen. Eigenverantwortung heißt das Zauberwort.

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Erythronium2 29.12.2018, 12:30
28.

Zitat von kaltschale
Die paar Kröten... das sind Almosen. Ich muss mir ein neues Auto kaufen (nein, kein Deutsches mehr), weil der Wert meines 80000? Autos, das eigentlich noch sehr gut ist, auf ca. 20000? geschrumpft ist und ich den sowieso nicht mehr los bekomme. Vor der Krise wären es locker 10000? mehr gewesen. Wie wäre es, wenn der Staat mal das kompensiert?
Da haben Sie aber eine wundervolle und einfache Möglichkeit, eine Unmenge Geld zu sparen. Wenn Ihr Auto noch gut ist, dann können Sie es doch sicher weiterhin fahren, eventuell mit Software-Update oder Hardware-Nachrüstung. Nur halt möglicherweise nicht in den Umweltzonen, wo es in der Regel einen sehr guten öffentlichen Personennahverkehr gibt. Parken Sie doch einfach außerhalb und fahren Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter! Und wenn es denn ein anderes Auto sein muss, dann könnte das auch sehr viel billiger ausfallen als 80000 Euro. So ein Auto ist nach einem Jahr nämlich auch ohne Diesel-Abgasprobleme nur noch 60000 Euro wert und nach drei Jahren sogar nur noch 40000. Warum kann es denn nicht ein etwas weniger luxuriöses Auto oder ein Gebrauchtwagen sein? Ein Benziner natürlich, kein Diesel, ganz egal, aus welchem Land der kommt. Bei mir würde sich so ein teures Auto sowieso nie lohnen. Die Jahreskarte für die Fahrt zur Arbeit kostet mich ca. 1500 Euro. Für den Wertverlust eines 80000-Euro-Autos im ersten Jahr könnte ich das ganze Jahr lang täglich mit dem Taxi von und zur Arbeit fahren oder deutlich über 10 Jahre mit dem ÖPNV, trotz der üblichen satten Preissteigerungen.

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alexreil 29.12.2018, 12:50
29.

Zitat von stef_ma
haben nichts von diesen Vergünstigungen. Muss man bei der sonst stattfindenden Neiddebatte hier, ja auch einmal erwähnen.
Soweit Beamte Kinder haben und in die genannten Sozialversicherungen einzahlen müssen, haben sie selbstverständlich die gleichen Ent- und Belastungen. Wo bitte, ist also die von ihnen festgestellte Ungerechtigkeit? Die Arbeitnehmer bekommen vor allem eines - Geld zurück, das man ihnen in Form von Sozialversicherungsbeiträgen aus der Tasche zieht. Sozialversicherungsbeiträge, die Beamte meist gar nicht abführen müssen.

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