Forum: Wirtschaft
Ärger über Kita-Streik: Wütende Eltern stürmen Mainzer Rathaus
DPA

Der Tarifstreit der Erzieher in Kindertagesstätten bringt Eltern auf die Barrikaden: Rund 200 Eltern stürmten mit ihren Kindern das Mainzer Rathaus und forderten eine Erstattung ihrer Betreuungskosten. Ein Ende des Streiks ist indes nicht in Sicht.

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partey 20.05.2015, 20:26
10. Endlich!

Es gibt noch genug Rathäuser und Gründe jene zu besetzen. So siehts aus im Lande nach gefühlt ewiger Merkelherrschaft. Sozial ist was Arbeit schafft ???? EBEN NICHT ! Die Arbeitslosenstatistik ist nicht alles, aber die kleingeistigen Konservativen können sich halt nicht vorstellen, dass man ein Land eben NICHT wie ein Unternehmen führen kann. So fängt es hier (Kita) und dort (Bahn,Piloten,Geheimdienste) zu brennen an, bis es zu einem nicht löschbaren Großfeuer kommt. Angela Merkel wird als Totengräberin der sozialen Marktwirtschaft und der persönlichen Freiheitsrechte in die Geschichte eingehen. Unsere Enkel werden uns kopfschüttelnd fragen warum wir diese Staatsführung nicht abgesetzt haben.
Liebe Erzieher, Piloten, Lokführer, liebes Pflegepersonal weiter so! Streikt bis die Hütte qualmt, lasst euch nicht einlullen.
Dank euch könnte man glatt stolz auf das deutsche Volk sein.

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NicksAlleVergeben 20.05.2015, 20:31
11.

Zitat von schwungfeder
Die Arbeit in den Kitas ist enorm wichtig und sollte entsprechend vergütet werden.
Richtig.

Dass es aber auf einmal 10% mehr sein müssen, denke ich nicht. Das ist schlicht - sic! - frech!

Ich bitte Sie, morgen Ihren Chef nach 10% mehr Kohle zu fragen, Auge in Auge. Ihre Arbeit ist ja sicher auch enorm wichtig. Posten Sie Ihre Antwort morgen gleich wieder hier..

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thobar 20.05.2015, 20:33
12. @schwungfeder

Es scheint eher so, als ob die achso sozialen Erzieher nur sich sehen. die Forderungen der GDL sind aus meiner Sicht i.O. aber wieder so eine saftige Gehaltserhöhung ist mMn tatsächlich blanker Hohn für die restlichen Arbeitnehmer und gerade für uns Eltern...

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HighFrequency 20.05.2015, 20:35
13.

Zitat von NicksAlleVergeben
ist beides, aus meiner Arbeitnehmersicht, sehr viel an Forderung. Da ich mit meinen Steuergeldern dieses zu zahlen habe und von solchen Einnahmenssprüngen nur träumen darf (viele sind nicht mehr gewerkschaftlich organisiert), sage ich schlicht Nein zu den Forderungen und hoffe, dass die Kommunen standhaft bleiben. Lohnsprünge für ALLE Trillerpfeifen von 10% (auch für die faulen Eier...) sind ein Hohn für jeden Arbeitnehmer, der sich sein Lohnplus in direkten vis-á-vis-Verhandlungen rausholen muss.
Dafür, dass viele Arbeitnehmer heutzutage nicht mehr gewerkschaftlich organisiert sind, können doch die ErzieherInnen nichts. Wer meint, auf sich selbst sei der beste Verlass, hat diesen Weg bewusst gewählt - und muss dann auch die Konsequenzen tragen.

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dbli 20.05.2015, 20:36
14. Ein Reflex der DGB-Gewerkschaften

Da streikt eine kleine Gewerkschaft zu Recht für
die Interessen ihrer Mitglieder? Die GDL!

Das können sich die DGB-Gewerkschaften nicht bieten lassen. Es entstünde ja glatt der im Übrigen völlig richtige Eindruck, dass auch sie für den Lohnabbau seit Jahrzehnten verantwortlich sind.

Also wird fieberhaft nach einer öffentlichkeitswirksamen Aktion gesucht um die völlig richtige Frage unserer Kollegen, warum seit Jahren nicht für ihre Interessen durch die mit den bürgerlichen Parteien eng vernetzen DGB-Gewerkschaften offensiv für bessere Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne gestritten wurde.

Frank Bsirske macht das! Mitglied der Grünen, Aufsichtsratsmitglied u.a. der Deutschen Bank.

10 % mehr für alle über Höhergruppierung, Qualifikationsnachweis .... keiner.
Radikal, so kommt man wieder in die Schlagzeilen.

Tatsächlich verkommen aufgrund von schlecht ausgebildeten Mitarbeitern die Kitas zu reinen Verwahranstalten. 10% ja ... aber in bessere Ausbildung
der Kollegen investiert.

Dann kann man auch über angemessen Löhne verhandeln.

MfG

dbli

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BRVOX 20.05.2015, 20:38
15. DAS ist genau die richtige Reaktion

Den ErzieherInnen und den Kindern, die sie betreuen wurde in den letzten 20 Jahren Stück für Stück genommen.
In voller Berechtigung sagen die ErzieherInnen STOP! und fordern eine Umkehr in der Einstellung gegenüber den Kindern und ihrer Arbeit.
Kinder müssen Wertschätzung erfahren.
Das können ErzieherInnen, die als der letzte Dreck behandelt werden nicht leisten.
Deshalb ist eine Umkehr zwingend erforderlich. Eine bessere Eingruppierung ist ein erster Schritt. Verbesserung der Bedingungen für Kinder und ErzieherInnen müssen folgen.
Die kommunalen Arbeitgeber können mit einem angemessenen Angebot zeigen, dass sie bereit sind, eine Umkehr herbeizuführen.

Anderenfalls können sich die Arbeitgeber auf lang andauernde Streiks einstellen, denn die ErzieherInnen sind nicht mehr bereit, sich und die Kinder weiter abwerten zu lassen.
GENUG ist GENUG sagen die ErzieherInnen, die Lokführer, die Fahrer von Geldtransporten, Krankenschwestern, Pflegepersonal und viele viele Andere.
Wenn der Bundestag das Tarifeinheitsgesetz beschließt, ist der Generalstreik nahezu unausweichlich.

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Bakturs 20.05.2015, 20:38
16. Geld für keine Leistung

Wieso soll ich für eine Dienstleistung bezahlen, wenn ich dafür keine Gegenleistung erhalte. Der Vertrag besteht mit den Gemeinden und nicht direkt mit dem Personal.

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maxhennings 20.05.2015, 20:38
17. Richtig so...

... dass die Eltern hier die Streikenden unterstützen. Sollte mehr davon geben, die hier Solidarität zeigen sollten. Seit 25 Jahren hat sich nichts an der Bezahlung von Erziehern getan. Das Aufgabenspektrum hat sich erweitert, das muss dann auch bezahlt werden. Eltern die hier nur billig billig wollen, sollten sich mal fragen, was ihn die Betreuung ihrer Kinder wert ist. Eltern die gegen die Erzieher handeln, freu ich mich schon auf die nächste Gebührenerhöhung. Bin Papa von zwei Kindern in Betreuung und Vollzeitjob bei beiden Elternteilen.

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HighFrequency 20.05.2015, 20:39
18.

Zitat von partey
Angela Merkel wird als Totengräberin der sozialen Marktwirtschaft und der persönlichen Freiheitsrechte in die Geschichte eingehen.
Was die "persönlichen Freiheitsrechte" anbelangt, haben Sie recht.
Der "Totengräber der sozialen Marktwirtschaft" ist jedoch Schröder, und nicht Merkel.
Schröder hat aus dieser Republik ein Niedriglohn-Land gemacht und viele in die Verelendung getrieben.

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ZeroQ 20.05.2015, 20:41
19. ...

Ich kann die Eltern verstehen und streiken ist mE nicht nur ein Grundrecht eines jeden einzelnen Arbeitnehmers, sondern auch seine Pficht. Wir Menschen müssen uns nun mal hin und wieder immer gegenseitig die Grenzen aufzeigen, weil sonst alles unverschämt und dekaten ausharrtet.
Der Streik bzw. das was die Gdl zur Zeit macht, dass spielt hier keine Rolle, oder sind mittlerweile die Kitas an der Pünktlichkeit der DB schuld?
Was mich allerdings wirklich stuzug gemacht hat, ist dass die Eltern die bezahlte Entgelt für die Kita nicht erstattet bekommen, d. h. die Eltern bezahlen und bekommen hierfür keine Gegenleistung. Geht´s noch? Wie unverschämt und dreist ist das denn? Aber ich hoffe, ich habe mich nur verhört zw. falsch verstanden.

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