Forum: Wirtschaft
Ärger um Tarifvertrag: Jetzt droht die andere Bahn-Gewerkschaft mit Streik
DPA

Lokführer und Bahn wollen verhandeln - trotzdem droht der nächste Streik. Die konkurrierende Gewerkschaft EVG befürchtet eine Einigung auf ihre Kosten. Und spricht schon mal vom Arbeitskampf.

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wp40548 16.11.2014, 11:02
1. Da kann ja lustig werden

Hoffentlich kommt es so weit.
Einfach nur um mal zu sehen ob sich die deutsche Medienlandschaft dann genauso einseitig wieder an die Seite der Bahn, sprich deren Chefs, die Regierung, stellt.

Und genauso reisserisch und mit gleicher Wortwahl über den Vorsitzenden der EVG herzieht wie über den Vorsitzenden der GDL.

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rkinfo 16.11.2014, 11:02
2. 'Die spinnen die Bahnbeschäftigten'

Schon der GDL - Streik hat mehr gekostet als die Gewerkschaften an Erhöhung fordern.
Und dass Gewerkschaften sich gegenseitig bekämpfen ist der Anfang vom Ende der Gewerkschaftsbewegung.

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Conny44 16.11.2014, 11:07
3. Es ist also so weit,

dass der Dackel Grubes wegen der Angst um den eigenen Futtertrog dem Herrchen in die Hand beißen will. Wie putzig. Ob er noch Zähne hat oder die Mitglieder durch Abwanderung ihm die Zähne ziehen? .-)

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clus 16.11.2014, 11:15
4. Schööön!

Wie wäre es, wenn in Zukunft Streiks nur nach einer Volksbefragung zulässig wären? Wäre doch demokratisch, oder? Mal im Ernst, was soll das? Pluralität ist ja gut, aber ein Konkurenzkampf weniger auf dem Rücken vieler? Nicht so toll.

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joemcbro 16.11.2014, 11:18
5.

Also ich bin ja kein religiöser Mensch, aber wenn jetzt jemand daher käme und die Lokführer in vernunftbegabte Arbeitnehmer verwandeln würde, würde ich diesen jemand sofort als keinen Messias annehmen, denn das wäre ein tatsächliches Wunder.

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Pizza72 16.11.2014, 11:19
6. Streik zulässig ?

Ich bin mir nicht sicher, ob ein solcher Streik der EVG zulässig wäre. Die GDL durfte dafür streiken ihre Mitglieder vertreten zu wollen, aber darf die EVG dafür streiken Personal zu vertreten, das nicht Mitglied in der EVG, sondern in der GDL ist? Das wage ich zu bezweifeln. Ein solcher Streik könnte vom Gericht kassiert werden. Eine Einigung zwischen der GDL und der Bahn würde auch nicht auf Kosten der EVG geschlossen. Jede Gewerkschaft verhandelt für ihre eigenen Mitglieder, die EVG wäre in ihren Rechten also nicht beschnitten. Ich bin gespannt auf die Reaktionen der Medien, wenn es wirklich zum Streik kommt. Wird diesmal der Hintergrund richtig erklärt oder wieder nur dumpfe Stimmungsmache betrieben?

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CobCom 16.11.2014, 11:22
7.

Zitat von rkinfo
Schon der GDL - Streik hat mehr gekostet als die Gewerkschaften an Erhöhung fordern. Und dass Gewerkschaften sich gegenseitig bekämpfen ist der Anfang vom Ende der Gewerkschaftsbewegung.
Ist mir zu pessimistisch... Die Bahn mit ihrer Gemengelage aus altem Beamtenstatus, bestechlichen Gefälligkeitsgewerschaften (Causa Hansen) und der daraus resultierten Spaltung ist ziemlich speziell.
Der Versuch, auch Weselsky zu bestechen, spricht darüber Bände.

Aber eigentlich wird die Bahn hier nur die Geister, die sie rief, nicht mehr los...

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kdshp 16.11.2014, 11:23
8.

Der wettbewerb der gewerkschaften funktioniert und das ist auch gut so. Mehr wettbewerb ist immer gut für den kunden und am ende für alle. Die liberalisierung des gewerkschaft "marktes" war richtig.

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skygirl 16.11.2014, 11:24
9. k. T.

da beschleicht mich doch der Verdacht, dass man hier der Politik am "lebenden Objekt" vorführen möchte, was die Tarifpluralität bedeuten könnte.

Klingt sehr nach einem abgekarteten Spiel um mit so einer Drohkulisse den Gesetzentwurf von Nahles - trotz aller verfassungsrechtlicher Vorbehalte - durchzudrücken.

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