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AfD und die Krise der Union: Bloß kein Retro-Merz!
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Wolfgang Schäuble orakelt, es würde die Polit-Ränder schwächen, wenn Freund Merz in der Union für klare Kante sorgt. Eine fatale Fehldiagnose der Ursachen für das weltweite Erstarken politischer Extreme.

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beuerlein 14.12.2018, 16:12
10. Ich habe den Eindruck

das Sie es bedauern, dass Merz es nicht geschafft hat. An dem hätte man sich so richtig abarbeiten können. Jedesmal wenn Journalisten versuchen Konservative lächerlich zu machen, stärken sie die AfD. Die Kolumne trifft in einigen Dingen zu, ist aber teilweise auch einfach niveaulos.

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apetri1 14.12.2018, 16:17
11. Gut gebrüllt, Löwe!

Alles ganz richtig und deshalb zutreffend. Nur eins bleibt dabei immer noch unerklärlich: Wenn es stimmt, dass vieles oder gar das meiste der gegenwärtigen Krise westlicher Demokratien auf die Exzesse des Neoliberalimus und der aus dem Ruder gelaufenen Fionanzwirtschaft und Globalisierungzurückzuführen ist (und des stimmt ja wohl auch), weshalb ist das dann kein Wasser auf die Mühlen der Linken?

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ortibumbum 14.12.2018, 16:18
12. Spon' s Realitätsverlust

Was soll die Diskussion, ob Merz der bessere wäre gegen die AfD oder für sonst was???!!!
Es wurde nach den Regeln gewählt, es gibt ein Ergebnis. Es geht doch nur darum, jetzt zusammenzuführen und gemeinsam Stärke zu entwickeln. Ob mit oder irgendjemand, auf jeden Fall mit Kramp-Karrenbauer vorweg. Merz ist noch gar nichts gewesen, oder jetzt in irgendeiner Position!

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spiegerlguckerl 14.12.2018, 16:19
13. Guter Text, danke!

Meine etwas steile These dazu: so wie der Kommunismus an der "organisierten Verantwortungslosigkeit" (Rudolf Bahro) des Real Existierenden Sozialismus zugrunde ging, so ist es heute der kapitalistische Westen, der an der organisierten Verantwortungslosigkeit des derzeit Real Existierenden Kapitalismus zerbricht. Ein Prozess, den die Herren Merz und Schäuble noch schlimmer machen als er ohnehin schon ist. Was nur der AfD zugutekommen wird.

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pgkoenig 14.12.2018, 16:23
14. Sehr polemischer Beitrag

Der Artikel ist sehr polemisch geschrieben und leider journalistisch verbesserungswürdig. Anstatt beispielsweise genauer zu analysieren warum die SPD kriselt folgt zu diesem Punkt als Antwort nur: "Hä? Gaga." Und bei der Frage, warum Grossbritannien und Italien in politischen Schwierigkeiten sind obwohl dort Angela Merkel nicht regiert, wird festgestellt: "Alles Zufall? Quatsch." Der ganze Artikel wimmelt dann auch von Polemiken wie 'tumb-rhetorische Frage' oder 'Religionsbekundungen zur Heiligkeit unternehmerischen Wirkens'. Werden solche Beiträge in der Redaktion nicht gegen gelesen?

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jetbundle 14.12.2018, 16:27
15. Was soll das?

Der SPIEGEL hat doch seine wunsch-CDU-Vorsitzende bekommen. Wieso tritt er jetzt noch nach Merz nach? Un inhaltlich ist der Beitrag doch nur das übliche linke gesülze. Am liebsten wäre dem Autor ein allmächtiger Staat und eine dicke soziale Hängematte. Damit lebt er doch geistig selbst in einer verklärten Vergangenheit aus den angeblich so tollen 60ern und 70ern. Dass Deutschland mit jahrelangem "weiter so" in den 90ern am wirtschaftlichen Abgrund stand, mit über 10% Arbeitslosigkeit und Neuverschuldung jenseits der Maastricht-Kriterien scheint ganz vergessen. Natürlich brauchen wir jemand wie Friedrich Merz, der die Ideen der Marktwitschaft und Eigenverantwortung vertritt. Staatsgläubige haben wir genug in Deutschland. Im übrigen ist AKK die schlimmste Wahl. einerseits erzkonservativ, siehe Abtreibungs-Werbeverbot, andererseits wirtschaftlich in einer Linie mit der - in's prä-Godesberg Zeitalter zurück gerücken - SPD. Natürlich hab ich Aktien, und die laufen recht gut, wenngleich ich mich aufgrund der gegenwärtigen Lage etwas zurück halte.

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go-west 14.12.2018, 16:30
16. Es gibt keine Wahloption

mehr rechts der Mitte, mit Ausnahme der für viele nicht wählbaren AFD (die FDP lasse ich als liberale Partei mal außen vor). Links gibt es 3 bzw. 4 Optionen, wenn man die merkel‘sche CDU mit hinzurechnet. Diese Situation kann für eine Demokratie nur ungesund sein, da braucht man gar nicht weiter ins Detail zu gehen.

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postmaterialist2011 14.12.2018, 16:35
17. Dem kann man nur zustimmen !

Merz und der von ihm propagierte Neoliberalismus ( Leistung muss sich wieder lohnen, wir belohnen die Fleissigen und der Rest soll sehen wo er bleibt) sind der Hauptgrund für die politischen Verwerfungen. Anstatt in Bildung, Wissenschaft, Forschung, Umwelt, Infrastruktur und Digitalisierung zu investieren wurden nach der Finanzkrise ( ausgelöst durch solch "Fleissigen" wie Merz) die Banken mit Unsummen gestüzt und derjenige der durch Erbschaft oder die Gnade der wohlhabenden Geburt sowieso schon mehr hatte, wurde fast verlustfrei gerettet. Als Wirtschaftswissenschaftler erschliesst sich mir auch noch immer nicht wieso ein Merz als "Wirtschaftsfachmann" vergöttert wird. Hat er eine Firma aufgebaut, mal eine echte Firma gemanaged ? Nö er war ein kleiner Richter vor seiner politischen Karriere und danach hat er die politischen Kontakte durch Aufsichtsratsmandate versilbert. In wieweit uns ein Ewiggestriger wie Merz in die Zukunft führen soll wundert mich immer wieder.

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Indiana.Jones 14.12.2018, 16:43
18. Was für ein Blödsinn

Hallo Herr Fricke,

nach Ihren Aussagen zur schwarzen Null und zum Soli habe ich aufgehört zu lesen. Eine schwarze Null heißt, dass man genau so viel Geld ausgibt, wie eingenommen wird. Wenn darüber hinaus Geld ausgegeben wird, nennt man das Schulden. Für Sie und ihresgleichen mag das OK sein, für mich nicht. Nicht umsonst heißt es "Haushalt". Das Wort kommt übrigens von "haushalten", also sparsam wirtschaften. Übrigens u.a. mit meinen Steuergeldern.

Und Ihre Aussage zum Soli ist an Naivität nicht zu überbieten. Die, die von der Abschaffung "profitieren" haben vorher auch am meisten bezahlt. Das sollte Ihnen bewusst sein.

Kommen Sie einfach mal raus aus Ihrer Filterblase.

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Emderfriese 14.12.2018, 16:53
19. Weshalb

Zitat von apetri1
Alles ganz richtig und deshalb zutreffend. Nur eins bleibt dabei immer noch unerklärlich: Wenn es stimmt, dass vieles oder gar das meiste der gegenwärtigen Krise westlicher Demokratien auf die Exzesse des Neoliberalimus und der aus dem Ruder gelaufenen Fionanzwirtschaft und Globalisierungzurückzuführen ist (und des stimmt ja wohl auch), weshalb ist das dann kein Wasser auf die Mühlen der Linken?
"...weshalb ist das dann kein Wasser auf die Mühlen der Linken?"

Das ist tatsächlich die große Frage. Sie lässt sich wahrscheinlich nur vor dem Hintergrund geschichtlicher Erfahrung beantworten, die die Wahlbürger mit der Linken selbst, aber auch mit der Propaganda der Rechten machten und noch machen. Die Linke als gescheiterte staatspolitische Organisationsform in den Ländern des Ostblocks hat zunächst einmal alle Voraussagen und Warnungen der Rechten - also der Vertreter des "Kapitalismus" - erfüllt. Der "Sozialismus" hat versagt.
So stellt es sich in den Köpfen dar und der "Erfolg" des Westens bestätigte das noch. Dieses Denken ist ja auch nicht völlig falsch: tatsächlich unterlag der Ostblock dem wirtschaftlich zu starken Westen.
Es ist aber auch nicht richtig, weil dieses Denken nur eine historische Periode widerspiegelt, kein allgemeines Dogma vom besseren System "Kapitalismus" bestätigt. Bis allerdings im Denken der Menschen sich die Erkenntnis breitmacht, dass das jetzige System unweigerlich in eine neoliberale Oligarchen-Diktatur führt und damit auch der demokratisch soziale Lebensstandart zumindest eines sehr großen Teils der Bevölkerung gefährdet, bis das in den Hirnen ankommt und schließlich doch auch nach linken Alternativen sucht - bis dahin ist es hoffentlich nicht zu spät.

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