Forum: Wirtschaft
Agrarsubventionen an Finanzinvestoren: So viel Geld fließt an Konzerne, weil sie Land
DPA

Bei den deutschen Empfängern von EU-Agrarsubventionen zeigt sich: Auch landwirtschaftsferne Investoren profitieren - und Betriebe, die durch Mängel bei der Tierhaltung aufgefallen sind.

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kerstinalpers 31.05.2018, 19:53
20. Es ist wie immer,

wer hat, dem wird gegeben. Dank solcher ( Un- ) "Menschen" wie Juncker und dessen konservativer Klientel (CDU/CSU hierzulande) !
Umweltschädlich, Bürgerfeindlich, völlig unnütz teuer, unsozial !
Es geht um Bereicherung auf Kosten der Umwelt, der Bürger und vor allem der Tiere !
Um nichts sonst !
Widerlich, alle Beteiligten !

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Knossos 31.05.2018, 20:20
21. Bitte weiter so!

Erst einmal und vor allem aufrichtige Erbauung an diesem Ende des Internets über diesen Artikel.
Man könnte bald meinen, der SPIEGEL entsönne sich seiner Wurzeln.
-Auch, wenn der alte mit einiger Wahrscheinlichkeit anstelle:"Von dem System profitieren also nicht nur bäuerliche Betriebe, sondern auch Finanzinvestoren, Großgrundbesitzer ..." in der Art von:"Damit kaum dem Vater des Gedanken folgend, kommen nicht in erster Linie bedürftige Kleinbetriebe in den Vorzug der Subventionen, sondern Finanzinvestoren, Großgrundbesitzer ... "
Und durchaus: "Begünstigten Großeignern bis hin zu Präsidiumsmitgliedern dürfte dabei unnötig aufgeblasener Formularwust nicht ungelegen sein, welcher es kleinen Betrieben praxisfern macht, nach bäuerlichem Feierabend, kryptische Bürokratie der Anträge zu bewältigen. Eine Prozedur, die Büros der Großen ein Fingerschnippen ist, wo wiederum aufgebende Höfe angegliedert und zu Megabetrieben aufgereiht werden."

Aber der SPIEGEL verfügte über eine andere Logistik und Ausrichtung, um evtl. Rechtsabteilungen, graue Werte um die Ohren zu hauen.
So also auf jeden Fall: Ein Kompliment an die Autoren!

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wallot10 31.05.2018, 21:31
22.

hier kann die EU ansetzen. Wenn man den Großbetrieben die Förderung kürzt, kann man das Geld woanders investieren. Kleinbetrieben, die hauptsächlich die Region beliefern (und nicht Afrika mit Lebensmitteln überschwemmen) kann ja weiterhin fördern (obwohl man solche Aufgaben eigentlich auch an die Nationalstaaten übergeben könnte, damit die EU sich wichtigeren Themen widmet)

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jkbremen 31.05.2018, 22:25
23. Ein total

beknacktes System, organisierte Bereicherung bereits Bereicherter.
Und die für unsere Gesellschaft ‚nützlichen‘ Landwirte (Bergbauern, Imker, Schafhalter, kleine Ökobauern, Halligbauern und dergl.) gehen leer aus.

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mvaugusta8 01.06.2018, 02:31
24. nicht alle Bauern profitieren von Subventionen

Viele kleine Bauern und Biobauern sehen die Subventionen eher kritisch. Durch die Flächenprämien wird neues Land oft unerschwinglich für diese Bauern. Massentierhalter, Großkonzerne mit hoher Automatisierung und Finanzinvestoren profitieren am meisten vom jetzigen System. Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit oder aber soziale Verantwortung spielen keine Rolle bei dem momentanen System. Leider wird die Bauernlobby und der deutsche Bauernverband von den Big Playern dominiert, die ihre Interessen durchdrücken und Reformpläne innerhalb der EU immerwieder torpedieren. Viele kleinere Bauern fühlen sich jedenfalls nicht mehr gut beraten durch den DBV und haben eher das Gefühl, dass ihre Arbeit eher erschwert wird durch die Vorschläge der großen Lobbyverbände.

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rasta123 01.06.2018, 12:42
25.

Hat es einen bestimmten Grund, warum das Investorenteam um Sarak Wiener (Gut Kekow; 300.000 € Subvention, davon 40% Bio-Förderung) nicht genannt wird, oder Die Denree Holding, die mit "Denn's Biomarkt" gut im Geschäft ist, sich im Vogtland 4.000 Hektar einverleibt hat und dafür p.a. rund 2 Mio € (davon 35% Bio-Förderung) kassiert?
Und wo steckt eigentlih der Klassiker Günther Fielmann? Oder ist der mittlerweile als "Bauer" anerkannt?

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gägge 01.06.2018, 13:26
26. Und die Queen Eliabeth II ?

Verzeihung bitte,
ich habe da eine vielleicht ganz dumme Frage :
Vor zig-Jahren gab Europa viel Geld, viel Subvention, an große Waldbesitzer.
Dabei kam damals heraus, daß die Queen als die größte private Waldbesitzerin Europas die Hauptempfängerin dieser Gelder war.
Weiß man da etwas Neueres darüber ?

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gägge 01.06.2018, 14:30
27.

Och Gottle, wie kurz ist doch das Gedächtnis unserer Wirtschfaftsleute und Politikern :-( .
Sagt Ihnen der Begriff "Schweinezyklus" etwas ?
Ist der Begriff dafür, was Subventionspolitik ist und anrichten kann.
Das wurde mal an Hochschulen und Unis unterrichtet, um neue derartige Fehlleistungen zu vermeiden. Schein aber seitdem in Vergessenheit geraten zu sein :-( .

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regelaltersrentner 01.06.2018, 23:09
28.

Zitat von gägge
Och Gottle, wie kurz ist doch das Gedächtnis unserer Wirtschfaftsleute und Politikern :-( . Sagt Ihnen der Begriff "Schweinezyklus" etwas ? Ist der Begriff dafür, was Subventionspolitik ist und anrichten kann. Das wurde mal an Hochschulen und Unis unterrichtet, um neue derartige Fehlleistungen zu vermeiden. Schein aber seitdem in Vergessenheit geraten zu sein :-( .
Den Schweinezyklus gibt es, hat aber nichts mit Subventionen oder Agrarhilfen zu tun.
Schweinemäster bekommen keine Subventionen, jedoch die Großschlachtereien.
Am stärksten profitierte der Schlachtkonzern Danish Crown mit Sitz in Essen, Niedersachsen. Das Unternehmen erhielt rund 777.000 Euro. Die „Tillman’s Convenience GmbH“aus Weißenfels, Tochterunternehmen des Tönnies-Konzerns erhielt knapp 320.000 Euro.

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