Forum: Wirtschaft
Air-Berlin-Insolvenz: Die Schuld der Scheichs
REUTERS

Air Berlin ist insolvent, weil der Großaktionär Etihad die Finanzhilfen gestoppt hat. Ein überraschender und gefährlicher Schritt, der die Beziehungen zwischen Deutschland und Abu Dhabi auf Jahre belasten könnte.

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eckawol 16.08.2017, 12:46
170. Sozialamt ETIHAD?

Frau Deckstein hat offensichtlich einen ersten Besinnungsaufsatz über " Wie funktioniert Wirtschaft" verfasst und tief in die Schüssel gegriffen.
ETIHAD hat eine unternehmerische Entscheidung getroffen ungeachtet von Wahlkampf-Situationen in Deutschland; somit also politisch neutral gehandelt . Lange genug hat die Airline mit Air Berlin darum gekämpft, die Zubringerfunktion nach AbuDhabi zum ETIHAD-Hub zu bekommen und immer wieder mit Sondergenehmigungen diese Zubringerfunktion genehmigt zu erhalten. Herr Dobrindt, warum? ETIHAD hat einen Kapitalanteil bei Air Berlin übernommen hat, in der Hoffnung, dass das unternehmerische Konzept von AirBerlin /Etihad positiv aufgeht. Nun ist die Bereitschaft, mangels Erfolg durchzuhalten, um sich an Verlusten zu erfreuen , auf Null gefallen. Konsequenz : Ausstieg und keine Durchfütterung von Personal der AirBerlin durch Umwandlung von Gehalt in Arbeitslosengeld.

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rennflosse 16.08.2017, 13:29
171. Portale

Zitat von der_rookie
Es ware auch in einem Kommentar hilfreich zu verstehen was die Fakten sind. Vielleicht gab es eine Finanzierungszusage bis 2018. Vielleicht hatte Etihad diese aber davon abhängig gemacht, dass Air Berlin einen damals vorgestellten Geschäftsplan erreicht. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich die finanzielle Lage bei Air Berlin in den letzten Monaten noch weiter verschlechtert hat (wer hat die den noch gebucht bei all deren Flugausfällen und Verspätungen?). Jeder Investor oder Finanzier wird irgendwann sagen "Wenn Du mit meinem Geld nicht das machst, was Du mir versprochen hast und immer mehr Geld brauchst, dann ohne mich". Übrigens: Parteien dürfen in Deutschland Wahlkampf machen. Die Bundesregierung nicht. Einen Überbrückungskredit durch die Regierung zu genehmigen um ein Thema aus dem Wahlkampf zu halten - das hätte schon ein Geschmäckle. Allerdings glaube ich hätte jede Partei Deutschlands - auch außerhalb von Wahlkfampfzeiten - das Interesse, dass ein großes Deutsches Reiseunternehmen nicht während der Sommerferienzeit seinen Betrieb einstellt. Insofern: 150 Millionen EUR wirken schon sehr großzügig. Ich hoffe nur, dass alle Urlauber einen Teil des Schadens selber zahlen müssen. Damit die beim nächsten Mal auch einmal nachdenken und nicht nur billig buchen.
Als ehemaliger Kunde kann ich sagen, man buchte die Airline um ihr eine Chance zu geben und ein bisschen in der Hoffnung, dass es besser wird.
Manchmal benötigt ein Unternehmen eben Kunden, die auch in schwierigen Zeiten zu ihm halten. Ratten, die angeschlagene Schiffe fluchtartig verlassen und damit ihr Sinken blitzartig beschleunigen gibt es genug.
Insofern war die Buchung nicht unbedingt (nur) dem billigsten Anbieter geschuldet.

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shardan 16.08.2017, 16:35
172. Ach?

Ein WahlkampfvVersprechen gegenüber der Kanzlerin ist scheinbar bei den Scheichs nicht viel wert. Ergänzt sich prima. Die Wahlversprechen von merkel sind auch nichts wert, man erinnere sich an PKW-Maut, oder nach dieser Wahl an einige Aussagen zum Diesel. Was Etihad gemacht hat, war sicherlich nicht die feine Art. Allerdings gibt es die "Feine Art" im Big Business ohnehin nur beim Geschäftsdinner, und auch da nur oberhalb der Tischplatte - unter der Tischplatte soll ja übelst getreten werden.... Wie auch immer. Etihad ist schon lange in Verhandlungen mit Lufthansa, fragt sich: warum wohl? Etihad hat soweit ich sehe die Reißleine gezogen, nachdem die AB-Zahlen eingebrochen sind. Eine Chance auf Besserung bestand bei AB schon lange nicht mehr, AB hat alles daran gesetzt, durch Flugausfälle und Verlegungen, verlorenes Gepäck und teilweise pampigstes Personal die Kunden zu vergraulen. Der Brückenkredit ist so naja - für Touristen und Angestellte ein Plus, für den Steuerzahler sehe ich das etwas weniger optimistisch als Merkel. Der Rest: Marktbereinigung, längst überfällig. Nach meinen Erfahrungen mit AB, sowohl als Reisender als auch aus dem Reisebüro meines AG betrachtet das niemand als Verlust.

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rico76 16.08.2017, 16:45
173. @164 bstendig

Sie wissen mit Ihrer kaltschnäuzigen Art gar nicht, was Sie da schreiben. Haben Sie überhaupt einen Moment überlegt, bevor Sie in die Tasten gehauen haben? Versetzen Sie sich doch einen Moment in einen normalen Pauschalurlauber - so, wie Millionen Deutsche jedes Jahr verreisen. Da hat man keinen Einfluss auf die Fluggesellschaft. Dazu kommen noch viele Menschen, die mit AB Linie fliegen, auch interkontinental. Jetzt sitzen Sie irgendwo fest, oder wollen in den nächsten Monaten verreisen - mit einem bereits bezahlten Ticket in der Hand. Eine Fluggesellschaft ist im Unterschied zum Privatmann oder Einzelunternehmer eben systemrelevant, wie auch Banken und Versicherungen. Es sind Millionen oder zumindest Hunderttausende Menschen in den nächsten Monaten involviert. Nicht zuletzt stehen zig Tausende Arbeitsplätze zur Debatte - sowohl Boden- als auch Kabinenpersonal. Wer soll hier vorübergehend sonst eingreifen, wenn nicht die Allgemeinheit? Deutschland ist ein extrem reiches Land mit reichen Bürgern. Die 150 Mio. sind besser zu verschmerzen, als Hunderte Maschinen, die nicht fliegen. Wenn ich diese Hasskommentare hier lese, ohne nachzudenken und Hintergrundwissen, wird mir schlecht.
Über das Warum zu streiten, ist ein anderes Thema. Da gibt bisweilen gute Ansätze, die ich auch vertrete. Zumindest sehe ich nicht die Schuld bei den Saudis - im Gegenteil. Wenn sog. Manager wie Hunold oder Mehdorn ungebremst ihr größenwahnsinniges Unwesen treiben dürfen, kommt eben sowas bei raus. Das Drama um BER ist dabei das Sahnehäubchen - und hier sprechen wir von einige Milliarden Euro!!! Dagegen sind die 150 Mio. eher eine Soforthilfe/Notgroschen.

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ade 17.08.2017, 08:25
174. Schuld

sind immer die anderen HAUPTSACHE die eigenen Einkünfte stimmen.

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123Valentino 17.08.2017, 22:17
175. Natürlich...,

die Scheichs, nicht Herr Mehdorn , nicht Herr Blabla bla , die Namen sind so uninteressant wie das Wetter von gestern.
Wir wissen die Scheichs sind verantwortlich.
Gut jemanden zu haben der verantwortlich ist.
Bei Audi, VW, mercedes haben wir noch keinen Scheich gefunden, bei der Deutschen Bank schon, im Zweifel wars der Inder , aber kein gestandener Deutscher Manager.

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