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Air-Berlin-Insolvenz: Die Schuld der Scheichs
REUTERS

Air Berlin ist insolvent, weil der Großaktionär Etihad die Finanzhilfen gestoppt hat. Ein überraschender und gefährlicher Schritt, der die Beziehungen zwischen Deutschland und Abu Dhabi auf Jahre belasten könnte.

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walter_de_chepe 15.08.2017, 21:38
10. Wie lange hätte es so weitergehen sollen?

Wir können nicht verlangen, dass die Araber unsere Inlandsflüge bezahlen. Eigentlich müssen wir dankbar sein, dass die Araber solange uns diese Alternative zur Bahn gegönnt haben.

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huberweisse 15.08.2017, 21:40
11. Richtig so

Aus mangelnder Wirtschaftlichkeit der Airline hat Etihad die Zahlung weiterer Lebenserhaltungsmaßnahmen unterbrochen. Das ist ein logischer Schritt, wenn man die jüngere Geschichte dieses maroden Unternehmens betrachtet. Die Bundesregierung schießt schnell mal 150 Millionen Euro vor, um als großer Verbraucherschützer dazustehen. Wenn es nach mir ginge, dann wäre Air Berlin schon vor Jahren von der Bildfläche verschwunden. Hier noch diplomatische Konflikte zu wittern steht in keinem Einklang mit der folgerichtigen ökonomischen Entscheidungen der Scheichs.

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milpark 15.08.2017, 21:40
12. Dumm gelaufen für Merkel

Da hat sie wohl die orientalische Vertrauenswürdigkeit überschätzt ...

Aber, sie kann ja einfach in die Taschen des Steuerzahlers langen, und einen Überbrückungskredit bis nach den Wahl bereitstellen.

Und sie hat Glück, denn das Wahlvolk ist ihr hörig und lässt sich gern für ihren Imageerhalt schröpfen; und sie hat nochmal Glück, denn Martin Schulz ist nicht Manns genug, den Vorgang auszuschlachten und von "Industrie-Debakel-Merkel" und illegaler Wahlkampffinanzierung zu reden.

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caty24 15.08.2017, 21:42
13. Merkel verschaukelt uns

Diese Zusage bis 2018 war ein Fake,die gab es nicht.Habe mich damals schon gewundert,dass Etihad das Geld einfach aus so dem Fenster wirft.Dazu wurde nichts schriftliches vereinbart.
Das hat sich Merkel zurecht gebastelt,um in Ruhe ihre Wahl durchzuziehen.
Die gleiche miese Tour,wie bei dem No Spy Abkommen.So meine Vermutung.

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note4shape 15.08.2017, 21:43
14. Absehbarer Absprung

"Wer soll mit dem Emirat künftig noch Geschäfte machen, wenn dort offenbar nicht einmal ein Versprechen gegenüber der Bundeskanzlerin etwas gilt?" Eben. Im Arabischen Raum gelten ganz andere Regeln, und nur der eigene Clan ist dabei wichtig, wie in Stammesgesellschaften seit jeher der Fall ist. Auch die Bundeskanzlerin weiss das, oder sollte das eigentlich wissen. Der Absprung von Etihad kommt deshalb gar nicht aus heiterem Himmel gefallen, Deutscher Wahlkampf hin oder her. Bekantlich finden im und um dem Emirat herum heftige Bruderzwiste statt (Qatar, Yemen, Syrien, Gaza, um nur die schlimmsten zu nennen), sodass die Aufgabe der Etihad-Beteiligung an Air Berlin eine vergleichsweise kleine, aber sehr zweckmässige Entscheidung ist: "Frau Bundeskanzlerin, Herr Spohr, wir haben im Moment andere und viel dringendere Dinge zu tun. Wir sind uns aber sicher, dass Sie beide auch ohne uns mit dem Air Berlin-Problem ausgezeichnet zurecht kommen und eine gute Lösung finden werden". Over and out.

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Abel Frühstück 15.08.2017, 21:44
15.

Über diesen Artikel kann man nur den Kopf schütteln. Mutmaßungen ("...werden sich gedacht haben") und durchschaubare Wahlkampftricks als ernsthaft vorgetragene "Argumente"? Die "Scheichs" werden sich an Verträge gehalten haben, auch im "Morgenland" (sic!) gibt es Juristen. Versprechungen mögen für die Fertigstellung des BER Gewicht haben, nicht im seriösen Geschäftsbetrieb.

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Campioni 15.08.2017, 21:44
16. Scheinzusage

Die Sicherstellung der Finanzierung für Air Berlin durch Etihad war von vornherein nur eine Nebelkerze, von der Merkel und Spohr wussten, als sie nach Abu Dhabi flogen. Die Garantie ergab sich aus einem Brief von Etihad vom Ende April, Merkel und Spohr reisten erst Anfang Mai nach Abu Dhabi. Bereits hier wurde der Deal eingetütet. Da Lufthansa sich verständlicherweise weigerte, die Schulden von AB zu übernehmen, musste man erst die Voraussetzungen schaffen, damit auch Etihad mit möglichst geringem Schaden abspringen kann. Deswegen platzte der TUI/NIKI-Deal, deswegen kaufte AB noch schnell LGW für kleines Geld. Die Air Berlin Aeronautics, unter der Air Berlin schon jetzt Flugzeuge an die LH verlegst, brauchte noch das AOC, damit LH risikolos weitere Flieger übernehmen kann, damit man etwas in der Hinterhand hat, falls das nicht so schnell geht, kann man jetzt zur Not das gültige AOC der LGW übertragen.
Die 737-Flotte der Air Berlin wird wohl an die TUI gehen, A320 und A330 an Eurowinds und die Dash-8der LGW an die Cityline, falls man dort wieder Pops betreiben möchte. EasyJet lässt man als Anstandswauwau mitbieten, eine echte Chance etwas vom Kuchen abzubekommen haben sie nur, wenn Lufthansa aus Kartellauflagen heraus einige Slots abgeben muss. Ryanair geht jedenfalls leer aus.
Auf die Beziehungen zwischen Deutschland und den Emiraten hat das keinen Einfluss, denn dieses Vorgehen ist zwischen allen Seiten abgesprochen. Man hat den Zeitpunkt jetzt gewählt, damit die Diskussion aus dem Wahlkampf bleibt, im Gegenteil: Die "schon weit fortgeschrittenen" Gespräche zwischen LH, TUI und AB werden in den nächsten Tagen abgeschlossen, der Großteil der Arbeitsplätze ist, bis auf ein paar in Verwaltung und Technik, gerettet und die Pleite (und das damit verbundene BER-Debakel) ist kein Wahlkampfthema mehr.
Der einzige, der dann noch laut heult, ist Michael O'Leary von Ryanair, aber damit kann man leben, den mag eh' keiner.
Zum Sommerflugplan 2018 sehen wir dann noch ein Codeshareabkommen zwischen Etihad und Lufthansa, und dann sind endgültig alle glücklich.
Außer Michael O'Leary.

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JackNapier 15.08.2017, 21:44
17. So ein Schwachsinn

AirBerlin ist schon lange insolvent und wurde nur künstlich am Leben gehalten. Man hätte schon früher den Geldhahn zudrehen müssen. Fast eine Milliarde Verluste nur in 2016 sprechen für sich.
Viel Schlimmer ist, dass Merkel mit Lufthansa kooperiert hat und es noch tut und mit dem Notkredit und der Übergabe m von AirBerlin Teilen an die LH sogar den Wettbewerb verzerrt und RyanAir und andere Unternehmen rausdrängt.
"Europa ja, aber nur solange Deutschland um jeden Preis Monopole schaffen und halten kann" scheint hier der Leitsatz zu sein.
Unfassbar.

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spicer011 15.08.2017, 21:44
18. "Air Berlin ist insolvent, weil...

...der Großaktionär Etihad die Finanzhilfen gestoppt hat." Was? Nein! AB ist insolvent, weil es dem Management nicht gelungen ist, den Laden profitabel zu machen. Ich kann Etihads Reaktion verstehen, den Geldhahn zu zu drehen. Ich hätte es allerdings viel früher gemacht. So hat Etihad unnütz Geld verbrannt, was für mich wiederum unverständlich ist - das sitzen doch auch Kaufleute, die das viel früher hätten checken müssen.

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rwachsmu 15.08.2017, 21:47
19. Bizarrer Artikel

Beziehungen zu Abu Dabi sollen ausgerechnet durch diese Pleite belastet werden? Da fallen mir ganz andere Gründe ein, die die Beziehungen belasten, aber doch nicht das. Und dann diese ungeheuerliche Veruntreuung von Steuergeldern, damit die Air-Berlin-fliegenden Wähler von Union und SPD nach ihrem Malle - Urlaub auch ja ihr Deppenkreuz an der richtigen Stelle auf dem Wahlzettel machen. Das ist so skandalös, man ringt nach Luft. Aber die machen das einfach. Es zieht sie ja niemand zur Rechenschaft.

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