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"Airbus auf der Schiene": Warum Vestager die Fusion von Siemens und Alstom völlig zu
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Margrethe Vestager hat die Fusion von Siemens und Alstom untersagt, und der Siemens-Chef poltert, die EU-Kommissarin mache "für Europa alles falsch". In diesem Fall stimmt das Gegenteil.

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pietschko 06.02.2019, 12:47
1.

kaeser ist einfach einer der schlechtesten manager. ohne rücksicht auf zusammenhänge und befindlichkeiten poltert er seit langem herum. ich möchte nur noch einmal die farce um die schließung der gewinnabwerfenden turbinen-standorte in ostdeutschland einwerfen. es ist kaum möglich ungeschickter aufzutreten.

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skeptiker53 06.02.2019, 12:48
2. Es ist gut

Es ist gut, dass die EU (hier Fr. Kommisarin Vestager) europäische Kunden gegen kapitalistischen Monopolunternehmen in Europa schützt. In zehn Jahren sind Alstom und Siemens dann vom internationalen Markt verschwunden, oder nur noch ein Filialbetrieb vom chinesischen Monopolisten. Wir kaufen dann unsere Schnellzüge vom Typ "Langer Marsch-XY" direkt dort, beim staatlichem Betrieb, welches vom Xi Jingpin's Sohn auf Lebenszeit geführt wird....

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der_rookie 06.02.2019, 12:49
3. Hm

Die EU Kommission hat zu prüfen wie die Zukunft aussieht (unter Szenario mit oder ohne Fusion). Statt sich mit Trends in der Branche zu beschäftigen schaut sie in die Vergangenheit. Die Konklusion: „In der Vergangenheit gab es keine Chinesischen Züge oder chinesische Signaltechnik in Europa, deswegen wird es das auch in zehn Jahren nicht geben“. Das ist eine unglaubliche Arroganz und Unterschätzung der Chinesischen Fähigkeiten (die schon Loks an die DB verkauft haben). Auch unterschätzt dies die Wirkungen der neuen europäischen Zulassungskriterien (die Markteintrittshürden dramatisch senkt).

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Hans-WilhelmBerghoff 06.02.2019, 12:50
4. Ein Monopol in der Signaltechnik

besteht de facto bereits aus zwingenden technischen Gründen, denn der europäische, grenzüberschreitende Zugverkehr soll nicht durch unterschiedliche Signal- und Steuertechniken behindert werden. Eine europaweit einheitlich Signal- und Steuertechnik (ETCS) wird derzeit umgesetzt. Die beiden Hersteller sind also, so sie beide an diesem Infrastruktur-Markt teilhaben wollen, ohnehin auf engste Kooperation angewiesen.
Tatsächlich haben hier Hitachi als bedeutendster asiatischer Konkurrent in Europa und die chinesischen Wettbewerber, die mit massiver staatlicher Unterstützung und brutaler Ausbeutung der in den Betrieben tätigen Menschen den Markt nun aufrollen werden, ihren Einfluss durchgesetzt.
Eine Entscheidung, die klar zum Schaden der europäischen Wirtschaft geht. Wettbewerb macht nur dort Sinn, wo für alle Wettbewerber gleiche Marktbedingungen herrschen. Das ist im Falle asiatischer Anbieter nicht der Fall. Wer die Hitachi-Züge auf der letzten InnoTrans genau geprüft hat, wird erkennen, dass diese Züge klar zu Lasten, ja, in Notfällen zum Schaden der Reisenden führend, konzipiert sind. Die Chinesen werden nicht besser sein.

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Velociped 06.02.2019, 12:52
5. Richtige Entscheidung

Warum sollte ein kombiniertes europäisches Unternehmen bessere internationale Chancen haben? Allenfalls weil europäische Bahnunternehmen aus politischen Gründen nicht bei den Chinesen kaufen werden. Mit diesen Monopolgewinnen könnte dann international gepunktet werden.
Das ist aber weder gut für die europäische Verkehrspolitik noch Sinn des Wettbewerbsrecht.
Dass China nicht mit gleichen Regeln spielt, ist eine andere Frage - aber soll das ein Grund sein, bei uns den freien Wettbewerb einzuschränken?

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hansw 06.02.2019, 12:54
6. Heloten

Dem Artikel kann ich nicht zustimmen. Wenn das stimmen sollte, dass die Kommissarin wegen der geltenden Regeln keine Chance hatte, anders zu entscheiden, dann ist das wieder ein Beweis für die Rückständigkeit Europas.

Der Weg Europas in das Helotentum geht munter weiter. Die Chinesen wird die Entscheidung freuen.

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n.a.i.s 06.02.2019, 12:55
7. Was soll denn dieser Kommentar?

Der gute Hr. Müller hat offensichtlich überhaupt nicht den Anspruch an sich selbst, eine sachgerechte Bewertung der Situation zur erstellen. Warum die Konkurrenzsituation zu CRRC das entscheidende Moment für die angestrebte Fusion ist, läßt er völlig außer acht. Stattdessen reht er eine Reihe von wohlfeilen Plattitüden aneinander und garniert diese mit Unverschämtheiten wie die Behauptung, Jo Käser agierte im Trump-Stil. Das mein liber SpOn ist schon sehr, sehr dünn.
Europas Zugfahrzeugsindustrie braucht eine starke Position gegenüber CRRC, um seinen sowie so schon kleinen Weltmarktanteil zu behaupten und Arbeitsplätze zu halten. Statt dessen springt es mit Anlauf an die Wand, und dieser Kommentator findet das auch noch gut. Traurig.

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Pixopax 06.02.2019, 12:57
8. Die Chinesen kümmern sich nicht um solche Lapalien

China baut zusammen was stark macht, irgendwann liefern sie dann die Signalanlagen, wenn unsere Firmen das aufgrund der Dumpingpreise der Chinesen nicht mehr tun. Eine selten dumme Entscheidung.

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hman2 06.02.2019, 12:59
9. Kaeser ist ja Trump-Fan

Allein das sagt schon eine Menge aus. Klar, Trump hat mit seiner Steuerreform über 400 Mio Euro (!) in die Kassen von Siemens gespült, aber seine Industriepolitik und vor allem die Strafzölle sind eigenlich Gift für das Geschäft von Siemens, aber das ficht Kaeser nicht.

Außerdem ist Kaeser ein Paradebeispiel für "Wasser predigen und Wein trinken". Er kritisiert ALLGEMEIN dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, kassiert selbst aber ein Millionengehalt und gönnt den Mitarbeitern und Görlitz und Erlangen kaum was...

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