Forum: Wirtschaft
"Airbus auf der Schiene": Warum Vestager die Fusion von Siemens und Alstom völlig zu
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Margrethe Vestager hat die Fusion von Siemens und Alstom untersagt, und der Siemens-Chef poltert, die EU-Kommissarin mache "für Europa alles falsch". In diesem Fall stimmt das Gegenteil.

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n.a.i.s 06.02.2019, 12:59
10. Was soll denn dieser Kommentar?

Der gute Hr. Müller hat offensichtlich überhaupt nicht den Anspruch an sich selbst, eine sachgerechte Bewertung der Situation zur erstellen. Warum die Konkurrenzsituation zu CRRC das entscheidende Moment für die angestrebte Fusion ist, läßt er völlig außer acht. Stattdessen reht er eine Reihe von wohlfeilen Plattitüden aneinander und garniert diese mit Unverschämtheiten wie die Behauptung, Jo Käser agierte im Trump-Stil. Das mein liber SpOn ist schon sehr, sehr dünn.
Europas Zugfahrzeugsindustrie braucht eine starke Position gegenüber CRRC, um seinen sowie so schon kleinen Weltmarktanteil zu behaupten und Arbeitsplätze zu halten. Statt dessen springt es mit Anlauf an die Wand, und dieser Kommentator findet das auch noch gut. Traurig.

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biesi61 06.02.2019, 13:00
11. Sehr lesenswerter Kommentar!

Ich teile die Meinung des Autors.

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Doppeler 06.02.2019, 13:00
12. Der Schuß kann nach hinten losgehen!

Sowohl Siemens als auch Alstom stehen nicht nur untereinander im Wettbewerb, sondern internationakl vor allem auch mit Herstellern etwa aus China und Japan. Zusammen wären sie viel wettbewerbsfähiger gegenüber der asiatischen Konkurrenz.

Nun kann es passieren, daß jede der beiden Firmen für sich allein nicht mehr wettbewerbsfähig ist - auch national. So hat die Deutsche Bahn gerade für eine halbe Milliarde € Hochgeschwindigkeitszüge des spanischen Herstellers TALGO gekauft.

Wenn Siemens und Altom auf Dauer nicht mehr wettbewerbsfähig sind und ihre Bahntechniksparte schließen müssen, wäre der Versuch der Rettung des Wettbewerbs nach hinten losgegangen. Vielleicht wäre es besser gewesen, den "Deal" wie sonst üblich unter Auflagen zu genehmigen, etwa dem Verkauf von den Spartenbereichen, in denen das neue Unternehmen tatsächlich eine marktbeherrschende Stellung gehabt hätte. Es mag sein, daß die Wettbewerbskommissarin mit ihrer Entscheidung dem Wettbewerb und damit auch zehntausenden Arbeitsplätzen in beiden Ländern einen Bärendienst erwiesen hat, die Zukunft wird es zeigen...

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hman2 06.02.2019, 13:01
13.

Zitat von Velociped
Warum sollte ein kombiniertes europäisches Unternehmen bessere internationale Chancen haben? Allenfalls weil europäische Bahnunternehmen aus politischen Gründen nicht bei den Chinesen kaufen werden.
Der europäische Eisenbahnmarkt ist eher unbedeutend. Geld machen Sie in Nord- und Südamerika und in Asien, weil da Aufholbedarf besteht muss eingekauft werden. In Europa kaum noch.

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wannbrach 06.02.2019, 13:02
14.

Das ist doch ein Witz, denn welche europäischen Betriebe will sie schützen? Die Konkurrenz aus China ist so groß dass kaum ein kleines Unternehmen existieren kann.

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hummelflug 06.02.2019, 13:06
15. Hier hat erneut die Politik versagt

Zunächst einmal: der Titel des Beitrags ist inkorrekt. Es geht nicht um die Fusion von Siemens und Alstom, sondern nur um deren Eisenbahnsparten. Hier hat die EU-Kommision nach 'Recht und Gesetz' entschieden, wahrscheinlich nicht ganz ohne klammheimliche Freude. Aber so ist es nun einmal, obwohl die Entscheidung industriepolitisch falsch ist. Das EU Wettbewerbsrecht stammt noch aus einer Zeit, als 'Globalisierung' ein Fremdwort war, und es hätte schon längst an die neuen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Aber wie meistens reagiert die Politik erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Dann wird aber kräftig gejammert und die Schuld bei anderen gesucht.

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logisch_konsequent 06.02.2019, 13:08
16. Was nun?

SPON setzte sich oft dafür ein, dass man den südlichen EU Staaten gegen die EU Regeln Schulden erlässt und Defizitregeln Bei denen nicht klar anzuwenden seien. Beim Wettbewerb gegen China sollen die Regeln hart gegen Siemens angewendet werden, obwohl das klar Nachteile im intern Wettbewerb hat. Also was nun?

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StefanieTolop 06.02.2019, 13:11
17. Da war mal was...

Vor vielen Jahren gab es einen Deal zwischen der französischen und der deutschen Regierung. Die Franzosen sollten Aventis bekommen, das dann zu Sanofi-Aventis wurde, die Deutschen sollten Alstom bekommen. Die Deutschen hatten sich an den Deal gehalten und ihre Firma an die Franzosen gegeben. Die Franzosen haben sich an ihren Teil der Abmachung einfach nicht gehalten und so ist Alstom immer noch in französischer Hand. Insofern wäre das jetzt ein Vollziehen des zweiten Teils der Abmachung.

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pietschko 06.02.2019, 13:14
18.

Zitat von n.a.i.s
Der gute Hr. Müller hat offensichtlich überhaupt nicht den Anspruch an sich selbst, eine sachgerechte Bewertung der Situation zur erstellen. Warum die Konkurrenzsituation zu CRRC das entscheidende Moment für die angestrebte Fusion ist, läßt er völlig außer acht. Stattdessen reht er eine Reihe von wohlfeilen Plattitüden aneinander und garniert diese mit Unverschämtheiten wie die Behauptung, Jo Käser agierte im Trump-Stil. Das mein liber SpOn ist schon sehr, sehr dünn. Europas Zugfahrzeugsindustrie braucht eine starke Position gegenüber CRRC, um seinen sowie so schon kleinen Weltmarktanteil zu behaupten und Arbeitsplätze zu halten. Statt dessen springt es mit Anlauf an die Wand, und dieser Kommentator findet das auch noch gut. Traurig.
warum nicht gleich mercedes, bmw, audi und vw zum echten, deutschen volkswagen fusionieren, muss man ja angesichts tesla und byd, oder wie? nein, man muss für einen gerechten wettbewerb sorgen. zumal sie völlig vergesssen, dass der verbraucher in europa sogar produkte zu einem viel zu niedrigen preis erhält, wenn der chinesische staat subventioniert. der verbraucher in deutschland erhält also vom verbraucher in china subventionierte produkte. dass das auf dauer nicht sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. aber wir machen es mit unseren lebensmittel-exporten auch nicht anders.
noch mal, die starke position muss aus innovation und gleicher wettbewerbschance kommen. und ganz ehrlich, die ice haben in den letzten jahren nicht viel von innovation und zuverlässigkeit gezeigt.

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TipTopTap 06.02.2019, 13:15
19. Im Umkehrschluss...

...müssten Nicht-EU-Wettbewerber, die in Ihrem Heimatmarkt ein Monopol besitzen bzw. wo der Marktzugang für andere Wettbewerber erschwert ist, bei EU-internen Ausschreibungen ausgeschlossen werden.

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