Forum: Wirtschaft
Aktienrückkäufe von US-Konzernen: Doping für die Börse
Brendan McDermid/ REUTERS

Amerikas Konzerne haben mit ihren Aktienrückkäufen die Kurse nach oben getrieben. Spitzenmanager haben davon kräftig profitiert - viele Politiker wollen nicht länger tatenlos zusehen.

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kenzino 08.11.2019, 22:31
1. Amis haben es nicht so mit sinnvollen Metriken

"Das hübscht auf magische Weise auch die Quartalszahlen auf: Selbst wenn der Gesamtgewinn stagniert, fällt er pro Aktie höher aus."

Korrekt, weil es in den USA Usus ist, sich Werte "pro Aktie" anzugucken, während bei uns - sinnvollerweise - die absoluten Zahlen und die tatsächliche Marktkapitalisierung im Vordergrund stehen. Das müsste m.W. auch dazu führen, dass der Dow Jones steigt, weil der nämlich nach Aktienkursen geht (!!) und nur im Falle von Splits oder Aktiendividenden angepasst wird.

Der amerikanische Ansatz war schon immer ziemlich dämlich, passt aber mit Mile, Fahrenheit und Floating Ounce auch irgendwie ins Schema...

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kassandra21 08.11.2019, 22:31
2.

Das geht doch jetzt aber schon seit vier(?) Jahren mit wachsender Begeisterung so mit den Rückkäufen. Der Witz daran ist, daß diese ganze Luftnummer offiziell ins Wirtschaftswachstum gerechnet wird. Das wird dann so toll unter dem tollsten Präsidenten aller Zeiten, daß die Fed die Zinsen langsam erhöht, wegen "Überhitzung". Aber kaum macht sie das, knirscht es so übel im Gebälk, daß sie die Zinsen wieder senken muß, weil sonst jeder Markt...ähmmm..merkt, daß dieser ganze Kram wie Fracking-"Boom" etc. auf vielen geborgten Milliarden beruht und vielen vielen Schulden.
So weit auch zu der Theorie, daß Steuersenkungen unfaßbar toll sind für die Arbeiterschaft. So unfaßbar toll wie der Präsident. Wie war das vorhin im anderen Artikel? Kapitalismus hat ganz schön fertig? Hier kann man es live und in Farbe verfolgen.

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shrufu 09.11.2019, 23:45
3.

Die Vorstellung das überflüssige Geld würde in viel vernünftigere Wege fließen halte ich in etwa so wissenschaftlich fundiert wie den trickle down Effekt. Das Geld fließt zunächst auf private Konten oder welche von Spekulanten. Beide werden sich zunächst einmal ansehen wo ihr Geld sich am meisten unkompliziert vermehrt, widerum an der Börse bzw mit Finanzgeschäften oder Realwirtschaft.. und da die auf und Abwertungen innerhalb kurzer Zeit viel Geld bedeuten können und jede Investition außerhalb der Börse sowieso als hochriskant gilt.. dann natürlich noch Besitz, also Häuser und Wohnungen und Staatsanleihen plus Währungen.. Ergebnis ein paar wenige hochgepumpte unicorns, immer stärker steigende Kurse die kaum mehr was mit realen Einnahmen oder Investition ins Unternehmen zu tun haben sondern Taktgeber für Wachstum durch spekulation.. dasselbe natürlich bei Immobilien und Devisen ist sowieso die Spielwiese der Großen besser als jeder private Schuldner und direkt bei der Geldschöpfung... ich mein es fällt doch auf das jegliches genannte Geld eigentlich nur und am stärksten zwischen Leuten zirkuliert und aufwertet die es bereits haben und zwar in Form von sich auftürmender Spekulation. Stürzen die Türme irgendwann zusammen lässt sich auch damit wunderbar Geld verdienen und investieren.. da jeder weiß das die Party wieder von vorne losgeht. Also genau soll da massenweise irgendwas in die Realwirtschaft oder auf die Käuferseite fließen? Und der große Paradigmenwechsel von shareholdervalue zu nichts nach Dimon war natürlich nur ein schlechter PR Scherz. Die deutschen dax Unternehmen sind ja mW mehr so die Freunde von Dividenden große Wanderung von Kapital in die Realwirtschaft würde sich an der Investitionsquote zeigen die stagniert obwohl ständig hohe Gewinne gefahren werden. -nur eine Meinung -

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hansriedl 09.11.2019, 01:09
4. Doping für die Börse

Wer hat diese Geister gerufen?
Trumps Steuergeschenke waren eben " Nicht genügend"

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turadot 09.11.2019, 02:01
5. Es ist ...

... nur noch eine Frage der Zeit, bis der ganze Schwindel auffliegen wird. Der Kapitalismus ist ja sowas von gestern, dass einem schlecht wird.

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Reichnix 09.11.2019, 02:02
6. Lächerlicher SPON

Über ein halbes Jahr später wird das Thema?! Das ist ja elend strunz dumm. Bleibt in eurer Idiotie!

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berne 09.11.2019, 02:06
7. Nicht ganz richtig

Sie schreiben "Denn je weniger Aktien es gibt, desto mehr ist das einzelne Papier wert. Der Kuchen bleibt gleich, die Zahl der Esser sinkt." Das stimmt natürlich nicht, denn der Kuchen wird um den Betrag des Rückkaufes kleiner. Alleine Steuern können zu einem tatsächlichen increase in value führen. Ich empfehle die folgende Lektüre von McKinsey
https://www.mckinsey.com/business-functions/strategy-and-corporate-finance/our-insights/the-value-of-share-buybacks

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makromizer 09.11.2019, 02:07
8.

Warum bitte sollten Buybacks untersagt werden? Wenn, dann zeigt das höchstens, wie schwachsinnig es ist, Unternehmen anhand ihres Aktienkurses zu beurteilen, und dann auch noch Indizes darauf aufzubauen. Würde man stattdessen einfach die Marktkapitalisierung als Grundlage nehmen, könnte man sich dieses Drama sparen.

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lupus2000 09.11.2019, 02:49
9. Falsches Bild

Der Kuchen bleibt gleich, die Zahl der Esser sinkt.

Kuchen = Aktien / Esser = Akteure am Aktienmarkt

Der Kuchen wird kleiner; die Zahl der Esser bleibt gleich.

Trotzdem ein schräges Bild...

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