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Aktionäre sprechen Misstrauen aus: Denkzettel für Bayer-Führung
Maja Hitij/Getty Images

Die Übernahme des US-Konkurrenten Monsanto hat die Anteilseigner des Bayer-Konzerns verärgert. Das wurde spätestens auf der Hauptversammlung in Bonn klar. Ein Stühlerücken wird es aber wohl nicht geben.

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jotha58 27.04.2019, 09:24
30. Eigentlich

schon das zweite deutsche Chemieunternehmen, dass an Monsanto zu Grunde geht. 1996 hat die Fa. Hoechst an eine Übernahme der Firma Monsanto gedacht und die haben es nicht mal durchgezogen und sind dran gescheitert. Wie die meisten Mitforisten schon schrieben, diese nun folgende Klagewelle war vorhersehbar und ich fürchte das Bayer den gleichen Weg wie Hoechst geht.

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twominus 27.04.2019, 09:25
31. Konsequenzen?

Es wäre interessant gewesen zu erfahren, welche Konsequenzen eine Nicht Entlastung hat/haben könnte.
So wie es im Artikel rüber kommt, scheint es völlig wurscht zu sein...... und somit ziemlich albern.

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ralf12012019 27.04.2019, 09:28
32. Geschenkt

Eurer Misstrauenvotum könnt ihr euch wo hinstecken. Das kratzt ihn gar nicht. Die Millionen auf dem Konto und die millionenschweren Pensionszahlen sind sicher. Der Vorstand und vor allem der Aufsichtsrat muss weg!

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kumi-ori 27.04.2019, 09:42
33. Verstehe die Empörung nicht

Ich verstehe die Empörung der Aktionäre nicht. Bayer hat doch Jahre vorher angkeündigt, Monsanto zu übernehmen, es gingen lange Verhandlungen mit den Kartell- und Aufsichtsbehörden voraus, was beweist, dass es sich bei dieser Ankündigung nicht, wie man vielliecht hätte denken können, um einen Aprilscherz gehandelt hatte.

Die Aktionäre hatten alle Zeit der Welt, zu verkaufen, bevor es zur Katastrophe kam. Warum haben sie gewartet? Hart trifft es die Angestellten, die vielleicht nicht so schnell etwas Neues finden und deren Betriebsrenten möglicherweise gefährdet sind.

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marinero7 27.04.2019, 09:44
34. Ein Skandal

Das Beispiel zeigt sehr gut, dass das Aktienrecht irgendwie einen gravierenden Fehler hat. Die Aktionäre sind die Eigentümer der Bayer AG. Wenn der Eigentümer seinem angestellten Vorstand die Entlastung verweigert, das Misstrauen ausspricht und es keine Folgen hat, dann ist was faul. In eigentümergeführten Unternehmen würde der Vorstand sofort fliegen.

Mich erinnert der Fall an den alten Spruch: "Aktionäre sind dumm und frech. Dumm weil sie uns ihr Geld geben und frech weil sie dafür auch noch Dividende haben wollen".

Was ist aus der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie nur geworden. Hoechst spurlos verschwunden und Bayer wird ihnen bald folgen. Wie lange gibt es noch BASF? Auch die Automobilindustrie scheut sich nicht gravierende Fehler zu begehen: Daimler/Chrysler, VW-Diesel usw. Solide Unternehmensführung ist aus der Mode gekommen.

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ohminus 27.04.2019, 09:45
35.

Zitat von ulrics
Hier rächt sich den Giftpanscher Monsanto gekauft zu haben und auch das Krebsgift Glyphosat wird nicht sauberer durch die Wiederholung von Behauptungen.
Das ausgerechnet von jemandem, der jedwede wissenschaftliche Forschung ablehnt und zu "Behauptungen" degradiert ist schon drollig. Vielleicht sollten Sie mit Ihrem Hass auf evidenzbasiertes Handeln sich etwas mehr zurückhalten, wenn Sie über Unternehmen reden, die auch im Gesundheitsbereich aktiv sind.

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Hinrich7 27.04.2019, 09:49
36. BAYER so wars bei Höchst

als Dormann , ehemaliger Vorstand nach der Zerschlagung von Höchst von dannen ging, strich er angeblich 100 Millionen Deutschmark ein - wieviel wird Baumann einstreichen? Antwort an Matimax von heute, Bayer wird das neue Höchst, ja vor 40 Jahren konnten viele Mitarbeiter auf ihren Arbeitgeber Bayer noch stolz sein - viele hängten sich Bayerfahnen ans Haus. Seit die Kaufleute Bayer im Griff haben, also spätestens seit Schneider Mitte 1990 gehts bergab, die Sozialinvestitionen wurden gestrichen, Werkswohnungen verkauft. Seit neuestem gibt es für die Pensionäre keine Bayerzeitung mehr usw., usw. Baumann (studierter Kaufmann) geht in die Geschichte als der größte Looser der Bayerzeit ein, Wenning als nichtstudierter Kaufmann ebenso.

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thorgur 27.04.2019, 10:08
37. Nicht Entlastung ist bedeutungslos !

Sie hat keinerlei rechtliche Konsequenzen. Die Versammlung hätte nach der Nicht-Entlastung noch über einen Vertrauenentzug abstimmen können. Das hätte dann möglicherweise die Ablösung des Vorstands bedeutet. Aber so... heisse Luft.
Ggf. schlecht für seine Karriere aber auf diesen Ebenen sind die Seilschaften recht stark. Also möglicherweise auch keine wirkliche Auswirkung darauf.
Das Ganze hilft den Arbeitnehmern und Aktionären (unter denen ja auch viele Kleinaktionäre sind heutzutage) in keinster Weise. Sie werden die Suppe auslöffeln müssen. Im schlimmsten Fall führt es zum Ende von Bayer.
Und das alles nur entweder aus Größenwahn oder der späten Rache an Monsanto, welche nach dem 1. Weltkrieg illegalerweise Patente der deutschen Chemieunternehmen geklaut hatte. Daraus sind sie überhaupt erst entstanden. SIcher eine Schweinerei damals, aber nach 100 Jahren ?

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danubius 27.04.2019, 10:10
38. Gesteuerter Fehlkauf?

Warum wurde Monsanto von Bayer überhaupt gekauft? Wir wissen doch heute, dass formal zwar der Vorstand die Geschäfte / Verhandlungen bei Übernahmen führt, jedoch die Anteilseigner ihn dazu bewegen ... Weshalb kam die ganz große Zahl an Klagen gegen Bayer also erst nach abgeschlossenem Kauf ins Rollen? Weshalb machten sich die insgesamt rund 30% starke Investorengruppe (USA / Kanada /Singapur) vor dem Kauf für diesen stark? Vorsätzliches Anbinden Monsantos an Bayer und anschliessenden Rückkauf nach erfolgten, d.h. zu Lasten Bayer, Schadenersatzprozessen? Wem nützt denn diese ganze Aktion wohl? Nicht Bayer und auch nicht Deutschland. Vanguard, Capital Group oder Blackrock - die vorher sowohl bei Monsanto und Bayer Anteilseigner waren und noch sind? Manchmal habe ich den Eindruck, der Investitionsstandort Deutschland wird auf diverse Art & Weise durch Heuschreckenkapital langsam aber sicher von innen heraus aufgefressen ...

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franz.v.trotta 27.04.2019, 10:10
39.

Wenn man ein paar Tausend Mitarbeiter entlässt, kann man die Vermögensverluste der Aktionäre begrenzen. Mutig voran!

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