Forum: Wirtschaft
Aktionsbündnis: US-Manager will griechische Wasserprivatisierung stoppen
Corbis

In der griechischen Hafenstadt Thessaloniki hat sich ein ungewöhnliches Bündnis gegen die geplante Wasserprivatisierung formiert: Bürger wollen mit Hilfe des US-Geschäftsmanns Bob Apfel den Versorger vergesellschaften - und orientieren sich dabei an Beispielen aus Großbritannien.

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plang 25.05.2013, 13:55
20. optional

Wasser gehört überhaupt nicht privatisiert. Aucgh wenn's der "Troika" gefallen sollte.

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3imw 25.05.2013, 14:01
21. Nichts gelernt...

...hat die EU offensichtlich aus den bisherigen Erfahrungen mit Privatisierungen. Oder nichts lernen wollen, weil die "Agierenden" tatsächlich nur Ausführungsgehilfen der Kapitalindustrie sind und nicht - wie es eigentlich ihr Auftrag wäre - Volksvertreter. Genau wie in Deutschland.
Die Infrastruktur eines Staates gehört in staatliche Hand. Oder gibt es irgendeinen Bürger, der etwas davon hat, einen Cent weniger pro Brief zu zahlen oder sich ständig damit zu beschäftigen, welchem Strom- oder Telefonkonzern oder welcher Krankenkasse er sein Geld in den Hals wirft? Profiteure davon sind allein die Konzerne. Und die Regierung, weil der Bürger sich in der Zeit schon mal nicht kritisch mit der Politik befassen kann...

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hansjoki 25.05.2013, 14:04
22. das Thema ist brisanter, als mancher ahnt:

1. gibt es eine "Empfehlung" der EU-Kommission, die Wasserversorgung europaweit zu privatisieren, ungeachtet -
2. der Erfahrung, dass z.B. ein "bestimmeter" schweizer Konzern in Arizona/USA dasselbe Wasser aus der Leitung abfüllt und zum 4-5-fachen Preis in Flaschen verkauft - und
3. es afrikanische Länder gibt, in denen das spärliche Trinkwasser von der Bevölkerung nicht mehr bezahlt weden kann, weil es ebenfalls für "bessere" Zwecke durch Konzerne exportiert wird.
Auch ein Verfechter der freien Marktwirtschaft sollte bei diesem Thema langsam hellhörig werden (und auch einmal über den "Vorteil" der Kontrollwut der EU nachdenken)...

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moby dick 25.05.2013, 14:07
23. Traumtänzerei ?

"......könnte sehr gut in öffentlicher Hand bleiben oder an die Gemeinden abgetreten werden, wenn wir einen modernen Staat hätten, der die Firma richtig führen würde."

Lieber Nikos Papadakis, (Geschäftsführer von EYATH)

wenn Du auf diesem Planeten diesen Staat gefunden hast, lass
es mich bitte wissen. Es gibt auch hier viele Auswanderungswillige.

Herzlichen Dank im voraus
Moby Dick

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flug430 25.05.2013, 14:12
24. Wasser & Energie

gehören in die kommunale Hand. Diese sollten in Nonprovit - Gesellschaften ausgelagert werden mit einem guten Management. Da aber unsere Städte alle verarmt sind, wird immer wieder versucht daraus Geld zu generieren!

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rosenvater 25.05.2013, 14:14
25. Vertuscht?

Zitat von Celestine Trueheart
Das wird auch in einer Resolution der UNO so bestimmt. Doch das interessiert die EU keinen Deut, die ist gerade dabei, sich dafür einzusetzen, die Wasserprivatisierung in der ganzen EU voranzutreiben. Die CDU hatte öffentlichkeitswirksam widersprochen,kurz danach ist Merkel hinterrücks nach Brüssel gereist und hat genickt. All das wird in der Öffentlichkeit vertuscht. Aber wählt alle artig die Größte Kanzlerin aller Zeiten wieder. ;-)
Also vertuscht würde ich nicht sagen. Die Betrachtung ist nur manchmal etwas differenzierter.
Privatisierung: Die Wasserlüge | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Es gab und gibt einige Artikel zu diesem Thema, offensichtlich ist das aber kein "Aufreger-Thema" wie z.B. die alles entscheidende Frage "wie beliebt ist Deutschland".

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sillyvalley 25.05.2013, 14:21
26. Wasser wo es knapp ist

In Kalifornien ist Wasser bekanntlich knapp. Unsere kommunale Wasserversorgung bereitet das Wasser so auf, dass man es nicht fuer Aquarien, Babys und Nierenkranke verwenden sollte (chloramine). Ich trinke es auch nicht, sondern trinke italienisches und Schweizer Wasser aus Glasflaschen. Ökologisch wahnsinn und auch nicht ganz billig.
Rivalisierende Privatanbieter wären mir lieber. Dann würde ich billigeres Brauchwasser wählen für Garten, Waschmaschine und Toilette, und mir Trinkwasser ins Haus liehern lassen für andere Zwecke.

Solange das alles kommunal ist, ist der Innovation da Grenzen gesetzt. Genau genommen würde ich vielleicht mal eine wasserfreie Toilette installieren lassen.

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ihawk 25.05.2013, 14:27
27. Privatisierung

... der Infrastruktur macht einen Staat erpressbar. Diese Erfahrung wird vieler Orts erlitten - warum wird dieses zum Scheitern verurteiltes System weiter kopiert?
Der Bevölkerung Anteile anzubieten ist der gleiche Betrug wie bei der Privatisierung der deutschen Telecom. Nachdem finanziell abgeräumt wurde, fallen die Kurse und das Großkapital kauft die Aktien auf.

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Frickel-Pit 25.05.2013, 14:29
28. Der Preis muss stimmen

Zitat von plang
Wasser gehört überhaupt nicht privatisiert. Aucgh wenn's der "Troika" gefallen sollte.
Klar. Aber die Formel "Staatliche Firmen sind wahre Wohltäter" funktioniert einfach nicht. Sonst würden wir längst im Sozialismus leben, und es würde uns viel besser gehen als jetzt.

Ob mir das Wasser von einer Behörde, Suez oder Nestle geliefert wird, ist mir ziemlich egal. Hauptsache, der Preis stimmt.

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xelox123 25.05.2013, 14:37
29. Irrationale Diskussion

Gehen nicht 99% der Menschen in private Supermärkte und kaufen dort ihr Wasser und Nahrung aus privater Quelle und Anbau? Wo sind die Leute, die sagen man solle den Ackerbau und die gesamte Nahrungsmittelindustrie vergemeinschaften? Warum machen sich die Leute mehr sorgen um die Qualität und Preis ihres Toilettenwassers als um das was sich täglich in sich reinstopfen?

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