Forum: Wirtschaft
Alternative zu Hartz IV: Berlin testet solidarisches Grundeinkommen
Paul Zinken/dpa

Mit einem Modellprojekt will Berlin helfen, das Hartz-IV-System zu überwinden. Der Senat beschloss, sozialversicherungspflichtige Jobs für bis zu 1000 Langzeitarbeitslose zu finanzieren - etwas als Hausmeister oder Helfer in Schulen.

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mkta 02.07.2019, 13:46
1. Neuer Name, alter Hut

Das solidarische Grundeinkommen hat nichts Neues. Die Tätigkeiten sind die gleichen wie sie zu Hauf über andere Förderungen vergeben werden z. B. MAE, FAV oder ähnliches. Das ganze ähnelt sehr den ABM Maßnahmen. Eine wirkliche Dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt wird kaum erfolgen. Natürlich ist es gut für viele unserer Kunden eine Aufgabe zu bekommen, aber das einzige was es bringen wird ist PR für unseren Bürgermeister. Ich fürchte auch, dass die einzigen die wirklich etwas davon haben werden die Arbeitgeber sind. Bestes Beispiel sind ist hier die neue Förderung von Beschäftigung nach 16i TaAM. Die MAE-Träger schaffen massenhaft pseudo-Arbeitsplätze und streichen dafür Kofinanzierungen und andere Förderungen vom Staat ein. Und wenn dann die 100% Lohnkostenzuschuss nach 2 Jahren ausgelaufen ist gehe ich davon aus, dass viele die Arbeit wieder verlieren. Und wir im Jobcenter kriegen wirft eine neue Zahl, die es zu erfüllen gilt, die nicht nach Sinnhaftigkeit festgelegt wird sondern nach politischem Interesse. Schade dass kein Politiker uns Arbeitsvermittler fragt, was bei der Integration wirklich hilft.

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ma_fer 02.07.2019, 13:47
2. Wieder mal Symbolpolitik von einem Bürgermeisterdarsteller

Was ist denn daran neu?
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/chancen-fuer-langzeitarbeitslose-verbessern-1515794

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gagazar 02.07.2019, 14:00
3. Gute Idee

und viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung. Ich würde mir wünschen, dass es solch einen Versuch auch für Meschen wie mich geben würde, die nicht Vollzeit arbeiten können aus gesundheitlichen Gründen aber trotzdem einen Teil zum gesellschaftlichen Leben beitragen möchten.

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harke 02.07.2019, 14:05
4. Outsourcing

Made by rot rot grün. Normale sozialversicherungspflichtige Stellen wie der Hausmeister werden aus dem normalen ÖD ausgelagert und zu Dumpinglöhnen durch den Senat finanziert. Hier schafft sich RRG also einen eigenen Niedriglohnsektor und verkauft es als Fortschritt.

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hessejames 02.07.2019, 14:09
5. xx

Ich habe jetzt auch nicht verstanden, was das bahnbrechend Neue an dem Vorschlag ist. Es ist eine Beschäftigungsmaßnahme mit einem toll klingenden Namen. Mehr nicht.

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Shismar 02.07.2019, 14:11
6. Mißbrauch der Bezeichnung Grundeinkommen

Wie schon oben kommentiert, das sind lediglich ABM-Stellen. Dazu solche, die dem ersten Arbeitsmarkt schaden. Das Grundeinkommen ist als ein Einkommen ohne Gegenleistung oder Bedürftigkeit definiert. Damit wird deutlich, dass es sich bei den Berliner Maßnahmen um nichts dergleichen handelt.

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a.schmidt1 02.07.2019, 14:21
7. @mkta:

Was würde denn helfen?
Was ich z.B. deutlich problematischer finde, sind Vorgaben im Rahmen öff. Ausschreibungen, nach denen die Arbeiten teilweise mit Langzeitarbeitslosen erbracht werden müssen. Die Unternehmen stehen dann vor dem Problem, keine geeigneten Langzeitarbeitslosen zu finden (jedenfalls hier im Westen).

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Olaf 02.07.2019, 14:31
8. Das ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßahme...

und damit ein uralter Hut. Das gab es schon im III. Reich.

Ein Grundeinkommen ist etwas ganz anderes.

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gunpot 02.07.2019, 14:32
9. Die ersten Kommentare der Foristen

zeigen schon die Grenzen dieses sogenannten neuen Models. Sie werden nun in Empörung ausbrechen, aber wir sollten ein Beschäftigungssystem für die fast Unvermittelbaren einführen, dass sich an das Programm des Reichsarbeitsdienstes anlehnt. Es gibt in diesem Bereich viel zu tun, wie die Entfernung von Plastikmüll überall in den Wäldern, Ständen (da dürfen auch gern die Algen entfernt werden), oder die Reinigung von Hafenbecken in den Marinas, etc.... Wer da nicht mitziehen möchte, sollte bei Hartz 4 bleiben. Ja, das ist ja richtig gemein, aber wie meinen Sie, die Dauerarbeitslosigkeit bekämpfen zu können, die mit mindesten 70% auf nicht ausreichende Qualifikation zurückzuführen ist. Kein Politiker traut sich das zu sagen.

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